Die Einsame.

 

Es ist fast unglaublich, aber Wühlmäuse finden selbst den letzten grünen Flecken, auch wenn dieser noch so versteckt ist.

 

Als ich vor einiger Zeit einen Firmenrundgang zwecks Wanderratten durchführte, so wurde ich in einem recht ungemütlich kalten Hinterhof einer Firma fündig. Ich fand hierbei jedoch keine Wanderratte, doch zu meiner großen Überraschung eine Arvicola terrestris. Es handelt sich hierbei um ein sehr einsames Tier. Einsam deshalb, da diese Wühlmaus niemals einen Partner finden wird. Die Ansiedelung befindet sich inmitten eines riesigen Firmenkomplexes und es ist mir ein Rätsel, wie dieses Tier überhaupt diese karge Grünfläche erreichen konnte. Vom Boden heraus aus dem Untergrund ist ein Zuzug schier unmöglich. Einziges welches machbar wäre ist der Weg über einen komplett asphaltierten Platz welcher mindestens an die 600 Meter lang und wiederum von Gebäuden umstellt ist. Wie auch immer. Es ist nicht erklärbar aber das Tier ist hier. Da dieses einsame Tier ja ohnehin keinen wirklichen Schaden anrichten kann, so wird / wurde es weder verfolgt noch getötet.

 

 

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Ansicht vom ersten Obergeschoss.

Inmitten dieses Gebäudekomplexes wohnt eine Wühlmaus.

Sie führt hierbei ein Schattendasein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Ansicht von der gegenüberliegenden Seite.

Bis auf den grünen mageren Flecken ist alles „zugepflastert“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Ansicht aus der Raubvogelperspektive.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Nahansicht der Wühlmaushaufen.

Das es in diesem Flecken keine köstliche Nahrung zur Abwechslung für das Tier gibt, dass ist wohl klar.

In diesem dunklen Schattenloch wächst nicht einmal das Gras im Sommer in die Höhe.

Selbst wenn im Winter kein Schnee liegt, so ist dieser Flecken über Monate gefroren.

Für die Wühlmaus selbst eine „beschissene“ Lage. Aber sie lebt.

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung.

Ich habe für das Tier, welches ja schon enthaltsamer wie ein Einsiedler leben muss, ein Apfelstück ins Gangsystem so eingegraben, dass es kein Rabe entdecken konnte. Es dauerte keine halbe Stunde und die ersten Nagespuren waren ersichtlich. Die Wühlmaus nahm also diese willkommene Abwechslung sofort und ohne Misstrauen an. Auf saftigen Wiesen oder Äckern, würde die Maus bei so einer Zusatzfütterung möglicherweise anders reagieren und das Apfelstück einfach aus dem Gangsystem herauswühlen, ohne auch nur einen einzigen Bissen davon zu nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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