Das Stellen der Wühlmausfalle im lockeren Erdreich.

 

Die Wühlmausfalle im Garten zu stellen ist nicht immer ganz leicht. Aber was soll’s. Man kann die Wühlmaus nicht wüten lassen, nur weil die Gänge durch die lockere Erde schneller zusammenfallen. Das Problem beginnt natürlich beim Fallen abdecken, denn der Gang ist mitunter ja noch leicht zu richten.

 

Der Garten kann mit der Wiese nicht verglichen werden, denn dort gibt es unmittelbar am Fangplatz keinen Rasen ( Wasen ) zum Herausschlagen.

 

Da natürlich jeder Garten auch seine Grenzen hat, so ist einem mit dem Spaten schnell geholfen.

 

Dazu dieser kleine Bericht von meinem Urlaubswochenende am 29.07.2005 im Salzburger Pinzgau.

 

Manchmal wird man im Garten regelrecht überrascht. Im ersten Moment ist man unsicher und kann es nicht glauben. So erging es auch Frau Magdalena G. aus dem Salzburger Pinzgau. Frau Magdalena G. sprach mich hierbei auf dieses Erlebnis an und da ich immer einen kleinen Teil meiner Fangausrüstung bei mir im Kofferraum mitführe, konnte ich das Problem schnell und problemlos lösen.

 

 

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Bildserie erstellt am 29.07.2005

Es ist kaum zum Glauben, über was sich so eine Wühlmaus alles hermachen kann.

Bei den beiden Stöcken als Stütze stand laut Frau Magdalena eine Aster.

Die Aster ist in der Tat mit „Putz und Stingel“ verschwunden.

Wären nun die beiden Stöcke nicht hier, so wäre ich im ersten Moment nicht in der Lage gewesen die Wühlmaus zu orten.

Das Tier hat sich in diesem lockeren Erdreich hervorragend getarnt.

In der Regel sind selbst bei einer lockeren Erde feine Risse auf der Oberfläche eines Wühlmaustunnels zu erkennen.

Hierbei war es aber nicht der Fall.

 

 

 

 

 

 

 

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Ein kurzer Druck mit dem Zeigefinger und ich wurde fündig.

Bei einer lockeren Erde, muss etwas mit Gefühl gearbeitet werden, damit das Mausloch stabil bleibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eine meiner bewährten Wühlmausfallen.

Mit dieser Falle habe ich sicher schon an die hundert Wühlmäuse gefangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Falle wird präzise eingebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Falle steht perfekt.

Wo nimmt man aber im lockeren Erdreich ein Stück Rasen zum Abdecken der Falle her??

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeder Garten hat auch seine „Grenzen“ und somit holt man sich außerhalb dieser Grenzen das gewünschte Material. Es wird also ein schmales Rasenstück mit dem Spaten ausgeschlagen und an derselben Stelle nach dem erfolgten Wühlmausfang wieder zurückgesetzt. Somit ergibt es keine Unstimmigkeiten zwischen dem Eigentümer und dem Fänger. Damit sich der ausgeschlagene Rasen am alten Ort wieder fest verankert, so kann man die Stelle mit etwas Wasser befeuchten und den Wasenfleck auflegen und mit den Schuhen festdrücken. Dies gilt aber nur an sehr sensiblen Stellen wie zum Beispiel bei einem englischen Rasen.

 

 

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Die Falle ist hier bereits abgedeckt.

Dieser Wasen wurde aus einer angrenzenden Wiese ausgeschlagen.

Auf dem Bauernhof findet man immer ein passendes Stück zum Abdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieses Luftloch am Fallenende muss unbedingt für einen reibungslosen Fang offen bleiben.

Durch den Luftzug und das eintretende Licht wird die Wühlmaus sogleich in die Falle geführt.

Ein Fang kann daher schon nach wenigen Minuten erfolgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fang von dieser „Asternmaus“ erfolgte in einer knappen dreiviertel Stunde. Ich ließ dem Tier etwas mehr Zeit und kontrollierte die Falle bewusst später. Im Garten ist es kein Nachteil wenn man etwas zuwartet, denn bei einer Kontrolle im leichten Erdreich rutscht gerne etwas lockere Erde in den Fangbereich. Unter Umständen muss hernach die Falle je nach „Erdrutsch“ wieder ausgebaut, der Fangplatz gereinigt und die Falle erneut gestellt werden. Dies kann eine Fangverzögerung hervorrufen. Das Tier könnte sogar „vergrämt“ werden und sich von einer normalen Wühlmaus zu einer Problemwühlmaus entwickeln.

 

 

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Nach dem Entfernen des Rasens ist es sofort gewiss.

Die Falle ist ausgelöst und das Tier wurde erfolgreich erlegt.

Durch das starke Zuschlagen wurde die Falle im hinteren Bereich etwas verschoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Diese Wühlmaus wurde sofort getötet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich prüfte hernach noch den Garten von Frau Magdalena G. auf weitere Wühlmäuse, jedoch konnte kein Tier mehr ausfindig gemacht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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