Wie erkenne ich, dass ein Wühlmausbau noch bewohnt ist.

 

Es kommt immer wieder vor, dass man zu wenige Fallen mit auf die Wiese nimmt, aber gerade zu diesem Zeitpunkt sehr viele Wühlmäuse vorhanden sind. In der Regel kann man pro Bau mit einer Wühlmaus rechnen. Aber es kann auch anders sein.

 

Angenommen ich habe 30 Wühlmausfallen mit auf der Wiese, so werde ich sobald ich die 30 igste Falle gestellt habe bei der Ersten gestellten Fallen anfangen die Kontrolle durchzuführen, was sich so alles in der Zwischenzeit gefangen hat. Um ein bestmögliches Risiko auszuschalten eine Wühlmaus zu übersehen, so nehme ich zwar die Fallen mit den gefangen Tieren mit, aber ich lasse die Markierstöcke noch stecken, um bei einem späteren Rundgang die Sicherheit zu erhalten, dass hier tatsächlich kein Tier mehr vorhanden ist.

 

Ich stelle die Fallen von diesen „bereits leer gefangenen Bauen“ wieder bei einem frischen Bau auf. Die Fallen werden zwar nicht mehr als 30 Stück, aber überall wo ich eine Wühlmaus gefangen habe bleibt ein Stock zurück. Es können also durchaus 30 bis 40 Stöcke in der Wiese stecken, wovon aber vielleicht nur bei 15 geöffneten Bauen die Fallen stehen. Der Rest ist also leer. Hat man zu wenige Markierstöcke mit, so schneidet man sich aus einem alten Gestrüpp ein paar Zweige ab und steckt diese zu den bereits ohne Fallen geöffneten Bauen. Ohne Zweige und Stecken läuft nichts, da auf großen Flächen die Löcher nur mehr sehr schwer gefunden werden. Ein Taschenmesser mitzunehmen lohnt sich auf alle Fälle.

 

Es kann auch der Umstand eintreten, dass es schon Dunkel wird und ich daher die Aktion abrechen muss. Ich nehme in so einem Fall sämtliche Fallen mit nachhause, lasse aber wiederum die Stöcke stehen um am nächsten Tag zu sehen, ob vielleicht doch noch ein Gang abgewühlt wurde.

 

Warum nehme ich die Fallen mit nach Hause?

Erstens können die Fallen nicht als Souvenir mitgenommen werden und zweitens können sie der Fuchs und die Katze in der Nacht nicht rauben.

 

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Hier wurde bereits eine Wühlmaus gefangen.

Da ich zu wenige Fallen mit hatte, so ließ ich den Stock stehen.

Die Falle nahm ich aber mit und stellte sie an einem anderen Wühlmausbau.

 

Wühlmäuse sind nicht lärmscheu und bauen daher ihre Baue auch nebst Strassen.

Es wird zwar immer wieder anders behauptet, aber das ist ein absoluter Blödsinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bei diesem Bau wurde die Wühlmaus nach 20min getötet.

Das Gangsystem blieb hernach offen.

Auch hier war ein Einzeltier.

 

 

 

 

 

 

Die Verwühlung durch den „Ehepartner“.

 

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Hier wurde ein weibliches Tier erlegt.

Der Gang wurde jedoch nach dessen Tod nochmals abgewühlt.

Es befand sich noch das männliche Tier darinnen.

Das Männchen wurde ebenfalls getötet.

Vermutlich war er zur Paarung auf Besuch.

 

 

 

 

 

 

Die Verwühlung nach mehreren Stunden.

 

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Der Gang wurde geöffnet und erst während der Nachtstunden abgewühlt.

Solch ein Vorgang kann den Fänger täuschen.

Er könnte meinen, dass der Bau unbewohnt sei.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am nächsten Tag.

Das Tier hat den Eingang nach einer unbekannten Zeit verwühlt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das vorsichtige Tier.

 

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Das größte Risiko stellen Wühlmäuse dar, welche im Innenraum des Ganges abwühlen.

Der Fänger bekommt hierbei das Gefühl, dass Tier wäre bereits tot.

Ein Mäusejäger sollte daher immer mit einem Staberl vor einer Gangschließung in diesen „unbewohnten“ Gang einfahren.

Nur ein solcher Staberltest bringt eine gewisse Sicherheit.

 

Dieses Tier zum Beispiel hat hier bei diesem Bau in einer Tiefe von 15cm den Gang verschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitunter kann auch ein Wühlmausbau bereits schon eine längere Zeit unbewohnt sein.

 

Dies erkenne ich beim Öffnen des Ganges. Der Gang ist nicht mehr so 100% tig sauber. Zum Beispiel ist der Laufweg nicht mehr schön Glatt, aber hierfür braucht man schon ein geschultes Auge um dies sicher zu erkennen. Selbst mir kommen immer wieder Zweifel, ob ich nun Recht habe oder auch nicht. Im Zweifelsfall stelle ich immer eine Falle.

Weit einfacher ist es für den Laien zu erkennen, wenn zum Beispiel weiße Fasern von Wurzeln in den Wühlmausgang hineinhängen beziehungsweise wachsen. Bei einem bewohnten Bau fehlen diese Wurzeln zu ca. 95%. Bei ca. 5 % kann man nicht sicher behaupten, ob die Maus noch vorhanden ist oder nicht.

 

Die nachfolgen Bilder zeigen fünf verschiedene Situationen.

 

Die vier sicher unbewohnten Wühlmausgänge. Hier kann man sich das Fallenstellen bereits ersparen.

 

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Diese Situation ist schon eindeutig.

 

Gangsystem Nr.1

Dieser von mir mit einem Messer aufgeschnittene Wühlmausgang ist mit größter Wahrscheinlichkeit leer.

Es sind schon zu viele Fasern in den Gang gewachsen.

 

 

 

 

 

 

 

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Nahaufnahme.

Hier eine Wühlmausfalle zu stellen wäre absurd.

 

 

 

 

 

 

 

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Gangsystem Nr.2

Auch bei diesem Gang ist eine Falle überflüssig.

Es sind zu viele Fasern im Gang.

 

 

 

 

 

 

 

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Diese Wurzel spricht Klartext.

Der Bau ist unbewohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gangsystem Nr.3

Ein seit langer Zeit verlassenes Gangsystem.

Der Tunnel ist über und über mit Wurzeln durchwachsen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das nach oben geklappte Erdteil.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der mit Wurzeln verschlossene Wühlmausgang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gangsystem Nr.4

Ein weiterer Gang mit bereits schimmeligen Stellen.

Auch dieser Bau ist mit höchster Wahrscheinlichkeit unbewohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Detailansicht.

Diese Stelle roch schon recht muffig.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das noch bewohnte Gangsystem.

 

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Der nach oben geklappte Wasen ist fasernfrei.

Hier sollte keine Sekunde mit dem Fallenstellen gezögert werden.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Wölbung des Tunnels ist in dem nach oben geklappten Wasen recht gut erkennbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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