Ein Besuch im Baueimer mit tödlichen Folgen.

 

Manchmal kann das Schicksal wirklich grausam sein. Diese hier im Wasser ertrunkene und hernach gleichzeitig „eingefrorene“ Waldmaus hatte wirklich Pech, denn wäre das Tier einige Stunden später in den Eimer gesprungen, so wäre wahrscheinlich die Eisdecke bereits so stark gewesen, um ihrem Sprung standzuhalten.

Die Zeit vom Ertrinken zum Einfrieren muss aber recht zügig vorangegangen sein, da ansonsten das Tier im Wasser versunken wäre. Vielleicht spielte hierbei auch die Temperatur des Wassers eine Rolle. Möglicherweise dringt kaltes Wasser nicht so schnell durch das dichte Winterfell.

 

Warum sprang das Tier aber in den Eimer?

Mäuse sind keine Selbstmörder und schätzen die Höhe bei einem Objekt von welchem sie hinunter wollen recht gut ab. Ich konnte dies schon oft beobachten. Lieber gehen sie einen Umweg um an ihr Ziel zu gelangen, als etwa todesmutig hinunter zuspringen.

Wenn man zum Beispiel eine Maus auf einem Kasten überrascht und es wird für sie recht „eng“, selbst dann sucht sie nicht den kürzesten Weg gerade hinunter, sondern zwängt sich hinter der Kastenwand und der Mauer zum Boden hinab und ergreift somit die Flucht. Hat es die Maus bis hinter die Kastenwand geschafft, so ist der Mäusejäger machtlos und muss das Tier für diesen Moment seiner Wege ziehen lassen. Er wird aber im Gegenzug genau an der Stelle an welcher er die Maus sichtete eine Falle zum Einsatz bringen.

Warum das Tier in den Eimer sprang kann ich nur vermuten. Höchstwahrscheinlich hat das schwimmende Laub im Wasser der Maus einen sicheren Boden „vorgaukelte“ und sie so zum Sprung verleitet. Der Aufsprung war natürlich eine böse Überraschung welcher ihr schlussendlich das Leben kostete.

Wäre das Wasser nun aber gefroren gewesen, so wäre es für so ein sprungstarkes Tier wie der Waldmaus ein leichtes gewesen wieder zurück aus dem Eimer zu springen.

 

Diese seltenen Bildaufnahmen von einer Waldmaus in einer Eisdecke erhielt ich von Herrn Lange Tom aus Deutschland.

 

 

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Die im Wassereimer ertrunkene und eingefrorene Waldmaus.

Das Eis hat sich teilweise um das Tier gewölbt.

Im oberen Bereich ein Teil des Laubes, welches die Maus wahrscheinlich zum Sprung ermutigte.

 

 

 

 

 

 

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Das Fell ist im hinteren Bereich des Tieres nur minimal nass.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Tier wurde mit der Eisblatte aus dem Eimer gebrochen.

Die Wandstärke des Eises beträgt ca.2cm

 

 

 

 

 

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Seitenansicht.

Es handelt sich hierbei um ein erwachsenes Tier.

 

 

 

 

 

Anhang.

Im Handel werden Wippen für den Eimerwasserfang von Mäusen und Ratten angeboten. Diese Tiere sterben hernach langsam im Wasserkübel.

Kein Tier verdient so einen jämmerlichen Tod und jeder Mensch welcher nur einen Funken Verstand in seinem Kopf hat, wird solche Geräte meiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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