Die Bayrischen Drahtfallen auf engstem Raume stellen.

 

Manchmal ist es notwendig, Fallen sehr eng zu stellen. Dadurch kann der Schaden beim Öffnen des Rasens so klein wie möglich gehalten werden. Dies trifft aber höchstens bei Fußballfeldern, Sportanlagen, oder bei einem englischen oder bei einem „preußischen“ Rasen zu.

Ja, es gibt in der Tat Gärten, welche vor Sterilität „glänzen“. Hier findet man weder ein Unkraut noch das doch überall anzutreffende Gänseblümchen.

Gute Fallensteller werden daher recht behutsam mit dem „Heiligtum“ des Kunden vorgehen.

 

Ich führe die genaue Vorgangsweise aber auf einer mir vertrauten Wiese vor.

 

 

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Zuerst wird bei der befallenen Stelle wie üblich mit einem Stock der Wühlmausgang gesucht.

 

 

 

 

 

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Nach wenigen Stichen ist der Gang geortet.

Man sticht allerdings zwei oder drei Mal nach. Somit weiß man, wie die tatsächliche Gangrichtung verläuft.

 

 

 

 

 

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Um die Bayrischen Drahtfallen noch gut stellen zu können, so wird ein ca. 14 x 8 cm breiter Schnitt benötigt.

 

 

 

 

 

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Für diese Aufgabe nimmt man ein Messer und nicht etwa eine Schaufel.

Man lässt beim ersten Schnitt noch vorläufig den Suchstock im Gang stecken. Er dient als Anhaltspunkt.

 

 

 

 

 

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Der erste Längsschnitt wird nun durchgeführt.

Dazu verwendet man ein möglichst scharf geschliffenes Messer. Also keines, auf deren Klinge man „nach Rom“ reiten könnte.

 

 

 

 

 

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Und jetzt der erste Querschnitt.

Danach geht es der Länge nach wieder hinauf bis man zum Anstich gelangt

Somit ist oberhalb des Wühlmausganges ein Rechteck zugeschnitten.

 

 

 

 

 

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Ist nun das Rechteck zugeschnitten, so wird es mit dem Messer ausgehoben und zur Seite gelegt.

Dieses Rechteck wird nach dem erfolgten Fang wieder sauber eingesetzt.

 

 

 

 

 

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Nach dem Ausheben wird der Gang noch sauber für die Drahtfallen gerichtet.

Dies geschieht wie üblich ohne Handschuhe.

 

 

 

 

 

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Das Gangloch ist perfekt. Es fehlen nur noch die Bayrischen Drahtfallen.

 

 

 

 

 

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Es kommen hierbei zwei Bayrische zum Einsatz.

 

 

 

 

 

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Die erste Falle steht scharf und wird eingefügt.

 

 

 

 

 

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Die Falle passt gerade noch in das Gangsystem.

 

 

 

 

 

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Die Feder wird nun noch am Gangrand fest eingedrückt.

Somit steht die erste Falle stabil und kann nicht wackeln.

 

 

 

 

 

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Die Falle steht perfekt.

 

 

 

 

 

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Die zweite Falle wird scharf gestellt und eingefügt.

 

 

 

 

 

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Auch diese Falle wird an der Gangseite festgedrückt.

Somit kommen diese beiden Fallen nie miteinender in Berührung.

 

 

 

 

 

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So gestellt können sich beide Fallen beim Auslösen nicht behindern.

 

 

 

 

 

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Beide Auslöser, siehe Pfeil, benötigen unbedingt eine „freie Bahn“.

 

 

 

 

 

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So gestellt benötigt man für die Bayrische Drahtfalle eine knappe Öffnung von 14cm Länge

 

 

 

 

 

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Um das Werk noch zu vollenden, so benötigt man noch einen Rasen zum Abdecken der Fallen.

Diesen holt man sich am Rasenrand oder aus des Nachbarn Wiese.

Um den Nachbarn nicht zu erzürnen, so gibt man dieses Stück nach dem Fang wieder sauber auf dieselbe Stelle zurück.

Dieses Stück Wasen habe ich mit dem Spaten sauber ausgeschlagen. Er ist maximal 3cm dick.

 

 

 

 

 

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Der Wasen wird nun über die beiden Fallen gelegt.

 

 

 

 

 

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Und noch an allen Seiten sauber festgedrückt.

 

 

 

 

 

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Nun wird noch genau im seitlichen Mittelteil des Wasens ein kleines Luftloch ausgeschnitten.

Dieses Luftloch wird hernach die Wühlmaus zielgenau in eine der beiden Fallen locken.

 

 

 

 

 

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Wäre nun bei dieser Arbeit das Messer stumpf, so würde man nur eine unnütze Erde in den Fangbunker drücken.

Dies wäre nicht günstig, da die Auslöser der beiden Fallen durch nichts beeinträchtigt werden sollten.

 

 

 

 

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Nach dem Ausschneiden des kleinen Erdstückes wird das dadurch entstandne Luftloch noch mit den Fingern etwas gerundet.

 

 

 

 

 

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Das Luftloch ist perfekt und einem Fang steht nichts mehr im Wege.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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