Rattus norvegicus

Wanderratte

Ein älteres Jungtier auf Wanderschaft.

 

 

Alle Angaben geschätzt.

 

Kurze Beschreibung.

Kopf – Rumpf je nach Alter ca. 6 bis 25 cm, Schwanz ca. 6 bis 22 cm, rundliche Ohren, Fell obere Seite dunkelbraun, untere Seite gräulich. Wird ca. 5 bis 7 Jahre alt. Jährlich ca. 4 bis 6x Junge, so zirka 6 bis 12 Stück je nach Nahrungsangebot.

 

 

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Die Wanderratte.

Dieses Bild zeigt ein besonders starkes Alttier.

 

 

 

 

 

Lebensweise.

Wanderratten sind tag und nachtaktiv. Sind je nach Lage äußerst frech indem sie auch bei Tag dem Menschen die Jause vom Tisch stehlen können. Sie sind nicht sehr menschenscheu, außer es wird ein Artgenosse von ihnen gefangen und eines der Sippenmitglieder konnte es beobachten bez. hören. Somit werden die sonst eher langsamen Tiere plötzlich blitzschnell und lassen sich nicht mehr so leicht erblicken. Sie können danach nicht nur schnell laufen, sondern machen dann auch weite Sprünge. Wird eine größere Ratte nun in einer Lebendfalle gefangen, so wird man von ihr doch eher aggressiv begrüßt.

Wanderratten sind gute Schwimmer. Sie bewohnen Müllhalden, Grünmülldeponien auf denen im Herbst auch schlechtes Obst „entsorgt“ wird, Fabriken, Kanäle, Kabelkanäle, inklusive Verteilerkästen, alte Keller in denen Wintervorräte wie zum Beispiel Kartoffel, Äpfel und so weiter gelagert werden, Rinderställe mit angrenzenden Schweineställen, Pferdeeinstallungen, Teichanlagen, größere Hasengehege. Mit Vorliebe hausen sie auch unter Hühnerställen. Schrebergartenhäuschen mit angrenzenden Gewässern werden auch immer wieder belagert.

 

Wanderratten leben in Familienverbänden mit fixer Rangordnung. Eindringlinge aus einer anderen Sippe werden vertrieben oder möglicherweise sogar getötet.

Es kann auch vorkommen, dass sich hin und wieder ein Einzeltier ins Gebäude verirrt. Wird nun dieses Tier mit einer Falle gefangen, so kehrt auch sofort wieder Ruhe ein.

Die Wanderratten bekommen ganzjährig Nachwuchs und die Jungen werden bereits mit ca. drei Monaten geschlechtsreif.

 

Da sich die Ratten an schmutzigen Orten aufhalten wo sich jederzeit Krankheitserreger bilden können, so können sie auch auf den Menschen und auf das Haustier schwere Krankheiten übertragen.

Wanderratten sind Allesfresser die gelegentlich sogar ihre eigenen toten Artgenossen verspeisen. Ich kenne ein paar Fälle in denen Ratten besonders dreist waren. Einmal holten die Wanderratten die jungen Kaninchen aus ihrem Nest und in einem weiteren Fall verschwanden die Küken auf rätselhafte Weise, bis der Besitzer zufällig dahinter kam und eine Ratte mit einem schreienden Kücken davonlaufen sah.

Ein ganz besonderer Vorfall passierte in der Steiermark als Wanderratten ein Mastschwein am Hinterteil derart stark anfraßen, sodass eine Notschlachtung unumgänglich war. Kaum zum Glauben aber wahr.

Vielerorts werden aber Wanderratten richtig angezüchtet. Besonders Komposthaufen werden immer wieder gerne zum Entsorgen von Lebensmitteln verwendet was natürlich nicht erlaubt ist, aber es hat halt seine bequemen Seiten.

Es sollte aber schon jeden Menschen klar sein, dass mit dieser Untugend ein Tummelplatz für Wanderratten, Mäuse, Raben, Elstern, Füchse und auch für Marder geschaffen wird.

 

Das beste Mittel zur Wanderrattenbekämpfung ist natürlich nach wie vor eine mutige Stallkatze. Ganz wichtig ist natürlich, dass wenn die Katze eine Ratte nach Hause bringt, sie auch fest gelobt und gestreichelt wird. Dadurch wird ihr Jagdinstinkt noch gefördert. Nachdem die Katze ihr dickes Lob erhalten hat, kann die Ratte entsorgt werden.

 

So nebenbei noch.

In Bereichen indem sich Wanderratten aufhalten, befinden sich keine Hausmäuse. Im Volksmund gibt es in Verwandtschaftskreisen ein Sprichwort und das heißt, „aus der Ferne seid gegrüßt“, denn die Hausmaus riskiert Kopf und Kragen, wenn sie den Weg der Wanderratte kreuzt.

Da Wanderratten von Haus aus nicht so kletterfreudig sind, so besiedeln sie viel lieber die unteren Etagen von Gebäuden, wobei für sie auch eine bessere Fluchtmöglichkeit besteht.

Hausmäuse sind dagegen viel lieber in trockenen und warmen Räumen, wo sie unbekümmert die Kästen, Truhen, Schachteln, Bürotische und so weiter durchstöbern können.

Und vor allem sind sie dabei vor ihren großen Verwandten, denn Wanderratten sicher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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