Erdhaufen glätten ja, aber nicht zu früh.

 

Das diese Seite zustande gekommen ist, ist ein reiner Zufall. Da ich alles mit Routine mache, so fallen mir solche Sachen wie, wann kann ich die Erdhügel glätten gar nicht mehr auf. Ja, aber es ist in der Tat eine berechtigte Frage, denn ein voreiliges Ausebnen der Erdhaufen kann unerwünschte Probleme mit sich ziehen. Auf diesen Gedanken brachte mich einzig und alleine eine aufmerksame Leserin aus der Schweiz und zwar die erfahrene Mäusejägerin Frau Candreia aus den Bündner Bergen. Frau Candreia stellt schon seit ihrer Kindheit Mausefallen aller Art und dies mit besten Erfolg.

 

Welche Probleme können nun bei einem noch nicht abgeschlossen Wühlmausfang auftreten?

1.) Mit Sicherheit werden beim voreiligen Glattstreifen der Haufen unerwünschte oberflächlich verlaufende Gänge frei gelegt und das bedeutet, dass der Fänger zusätzliche Fallen in Einsatz bringen muss, will er die Wühlmaus sicher und schnell erlegen. Er kann sich also nicht mehr auf einen Endgang festlegen um das Tier mit einer einzigen Falle zu erlegen.

 

2.) Weiters können die Tiere durch das Festtreten oder Glätten der Erde fallenscheu werden. Die Tiere brauchen hernach eine gewisse Ruhe um wieder sicher in das Fanggerät zu tappen. Der Fang des Tieres kann sich im schlimmsten Fall bis zu vierzehn Tage hinausziehen. Dies habe ich schon selber erlebt und es ist gewiss nicht lustig, wenn man mehrere 100 Meter und das mehrmals am Tag zum Fangplatz eilen muss, nur um festzustellen, dass die Falle verwühlt ist. Im Obstgarten kann man durch solch einen Fehler möglicherweise als „Strafe“ sogar mit einem Baum bezahlen.

 

Die Devise lautet also so.

Suchen, Fangen, Prüfen, Glätten und später noch eine Nachkontrolle. Diese Nachkontrolle wird aber erst zwischen dem dritten und siebten Tag durchgeführt. In dieser Zeit verrät sich jeder noch so heimliche Untermieter, sollte man diesen beim ersten Fang übersehen haben. Das man ein Tier übersieht kann durchaus vorkommen, deshalb sind Nachkontrollen recht wichtig.

 

 

Die normalen Erdhaufen der Wühlmaus, so wie man sie immer wieder antrifft.

 

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Hier befinden sich 4 unterschiedlich große Auswürfe direkt im selben Bereich.

Jedoch nur eine Stelle kommt hier für den Fang in Frage.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Diese Erdhaufen sind nichts Ungewöhnliches.

Die Entscheidung, wo die Fallen hier postiert werden dauert keine 5 Sekunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hier rechts außen endet das Leben des Tieres.

Es kommt die Bayrische Drahtfalle zum Einsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schon beim geringsten Druck sackt der Markierstock in den Endgang.

Der Boden ist zwar rundum fest aber im Wühlbereich recht locker.

Außerdem befindet sich hier der letzte Erdauswurf des Tiers.

Für einen Wühlmausfänger also die beste Stelle, welche er sich nur wünschen kann.

Es wird also nur eine Falle benötigt.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Bayrische Falle ist nun postiert, markiert und perfekt abgedeckt.

 

 

 

 

 

 

 

Das Fangergebnis nach einer knappen Stunde.

 

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Die Bayrische Drahtfalle hat das Tier mit einem einzigen Hieb getötet.

Der Fang dauerte doch länger als gerechnet den die Wühlmaus war nach einer knappen Stunde noch warm.

Es handelt sich hierbei um ein männliches Tier.

 

 

 

 

 

 

 

Das Glätten des gesamten Wühlmausbaues.

Der gesamte Bau des Tieres hatte eine Größe von ca. 6x7 Meter im Gesamtausmaß. Der in den Bildern gezeigte Fangplatz war natürlich der beste Punkt im ganzen Bereich, aber gleichzeitig nur ein kleiner Bruchteil vom ganzen Gangsystem.

 

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Der Fangplatz wird hier ohne einer weiteren Prüfung geschliffen.

Da der Boden trocken ist, so kann man seine Schuhe hierfür nehmen.

Bei größeren Haufen wird der Gartenrechen oder der Spaten verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Mit einem einzigen Zug ist die Erde glatt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zum Abschluss wird die Erde festgetreten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fangplatz wird verlassen.

Nachdem alles sauber geebnet wurde, so prägt man sich zum Abschluss noch den Fangplatz gut ein. Kommt man einige Tage später zu einer möglichen Nachkontrolle, so wird man jede kleinste Veränderung sofort erkennen. Man sollte sich den letzten Blick des Platzes wie ein Bild im Kopf abspeichern und erst nach der Gewissheit, dass kein Tier mehr vorhanden ist, hi, wie soll ich sagen, „wieder löschen?“

 

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Der letzte Blick auf den Fangplatz.

Ich persönlich bin jedoch davon überzeugt, dass es hier keine Veränderung mehr gibt.

 

 

 

 

 

 

Der Grund warum es meiner Meinung nach keine Veränderung mehr gibt.

Da es sich bei diesem Fang um ein männliches Tier handelte, so wird zu 99% keine weitere Wühlmaus mehr in diesem Gangsystem vorhanden sein. Nun könnte man sagen. Es hat halt zuerst das Männchen geputzt und das Weibchen kam in diesem Fall zu spät. Nein. Um diese Jahreszeit (04.10.2011) sind die Tiere kaum noch zweifach anzufinden. Die Paarungszeit ist somit so gut wie um. Jetzt wird der Wintervorrat gehortet und eine Wühlmaus ist nun mal ein mürrischer Streithansel und teilt nicht gerne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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