Zur Erinnerung an den am 09.04.1964 verstorbenen Herrn Dr. Dr. Sigbert Mehl.

 

Dieses zum Nachdenken anregende Gedicht mit Zeichnungen stammt aus dem Manuskript, „Der rattenfreie Hof, dass rattenfreie Dorf“ und wurde 1955 vom Oberlandwirtschaftsrat Dr. Dr. Sigbert Mehl in Auftrag gegeben.

Diese heute schon sehr seltene und wertvolle Schrift war lange Zeit in einem Privatbesitz und wurde dort gut verwahrt. Nach des Besitzers Ableben wurden diese Schriften nun zum Verkauf angeboten, welche ich glücklicherweise erwerben konnte. Diese Dokumente sind in einem unglaublich guten Zustand, ja man könnte auf den ersten Blick fast meinen, dass sie druckfrisch seien.

Um das „verschwundene Werk“ nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen so ist es mir ein Anliegen, es allen interessierten Menschen zugängig zu machen.

Ich zeige jedoch hier bei dieser Webseite nur einige Ausschnitte von den Bildern, welche zum jeweiligen Gedicht recht passend sind.

 

Diese Rattenbilderserie zeichnete der Kunstmaler Herr F. A. Schubotz nach Entwürfen vom damaligen Regierungsrat Dr. Dr. Sigbert Mehl.

 

 

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Das Deckblatt zum nachfolgenden Gedicht.

 

 

 

 

 

 

 

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1.)

Kinder lasst Euch dieses sagen,

fürchterlich sind Rattenplagen.

In den Ställen, auf dem Dache,

ja selbst in dem Schlafgemache,

kommen sie aus allen Ecken,

dass die Kinder sich verstecken,

wenn durch große Schlamperei,

Ratten ist der Zugang frei.

 

Doch vertreibt sie jederzeit – Ordnungssinn und Sauberkeit.

 

 

 

 

 

 

 

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2.)

Ratten müssen draußen bleiben,

denn sonst muss das Stalltier leiden,

Diese fressen sich ganz keck,

durch den fetten Schweinespeck.

Und das Euter mancher Kuh,

wird zerbissen dann im Nu.

Mach drum alle Spalten zu,

denn dann hat das Stallvieh Ruh.

 

Auch hier vertreibt sie allezeit – Ordnungssinn und Sauberkeit.

 

 

 

 

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3.)

Oft hat Rattennot ein End,

kauft man einen Sack Zement.

Mischt den Mörtel steif und fest,

schmiert ihn vor das Rattennest.

Sind erst alle Löcher zu,

hört die Plage auf im Nu.

Ist das Eck der Tür versehrt,

Blechbeschlag den Zugang verwehrt.

 

So vertreibt sie jederzeit – Ordnungssinn und Sauberkeit.

 

 

 

 

 

 

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4.)

Ratten breiten sich nicht aus,

stellst Du Fallen in dein Haus.

Fürs Ergebnis ist es wichtig,

dass Du wählst den Fangplatz richtig.

Und das man auch unterscheide,

ob die Ratte Hunger leide.

Denn, wenn sie gesättigt ist,

so bedarfs besondrer List.

 

Doch auch hier gilt jederzeit – „Ordnungssinn und Sauberkeit!“

 

 

 

 

 

 

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5.)

Wo das Haus nicht aufgeräumt,

die Bekämpfungspflicht versäumt,

und Euch großer Schaden trifft,

dort verwendet Rattengift!

Gebet aber dabei Acht,

dass Ihr keine Fehler macht!

Wollt Ihr keinen Undank erben,

lasst nicht Hund und Katzen sterben!

 

Auch bei Gift gilt jederzeit – „Ordnungssinn und Sauberkeit!“

 

 

 

 

 

 

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6.)

Ganze Hilf wirst Du erlangen,

tust Du ständig Ratten fangen.

Rott das Übel gänzlich aus!

Treib den Spuk zum Haus hinaus!

Wenn erscheinen Plagegeister,

melde es dem Bürgermeister.

Denn nur mit vereinter Kraft

wird der Feind vom Hals geschafft.

 

Dann vertreibt ihn jederzeit – Ordnungssinn und Sauberkeit.

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss möchte ich mich ganz besonders bei Herrn Hugger Ingo vom Antiquariat Cassiodor aus Deutschland bedanken, welcher mir zahlreiche Schriften, darunter auch das hier gezeigte Dokument zu einem recht günstigen Preis überlassen hat.

Ohne das großzügige Entgegenkommen von Herr Hugger Ingo wäre es mir nicht möglich gewesen diese Webseite zu gestalten. Vielen herzlichen Dank dafür.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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