Rattenfallen sollten generell angebunden werden.

 

Jeder Fallensteller sollte es sich zur Angewohnheit machen, scharf gestellte Rattenfallen mit einer stabilen Schnur oder Draht anzubinden. Nur dadurch können Fallenverluste zur Gänze ausgeschossen werden. Besonders im freien Gelände kann es vorkommen, dass so eine Rattenfalle nie wieder gefunden wird.

 

An und für sich lässt die normale Hauskatze die Ratte in der Falle unberührt. Sie „schnuppert“ halt ein bisschen daran herum und das war es auch schon.

Anders verhalten sich da die verwilderten Hauskatzen. Sie sind scheu, hungrig und raffen aus diesem Grunde alles Fressbare mit sich.

 

Auch Marder können die Fallen verschleppen. An und für sich ist der Steinmarder ja recht vorsichtig, aber der ans Haus gewohnte Marder, liebevoll auch Hausmarder genannt, kann da ohne weiteres seine angeborene Scheue verlieren.

Wie weit der Marder seine Scheue dem Menschen gegenüber verliert habe ich selber getestet.

Ich habe an einer sicheren Stelle, wo nur der Marder hinkommen konnte ein Hühnerei ausgelegt. Anfangs vergingen mehrere Tage bis er das Ei annahm. Danach aber ging es Schlag auf Schlag. Der Marder merkte, dass ihm nichts passiert und verlor somit sämtliche Hemmungen. Ich konnte die Hühnereier mit eingecremten, öligen, verschwitzten Händen und so weiter anfassen. Ich habe alles Mögliche versucht, denn ich dachte mir, irgendetwas muss ihn doch abschrecken. Nichts dergleichen. Ich ging sogar soweit, dass ich die Hühnereier mit meinem Speichel einschmierte. Auch diese verschwanden auf nie mehr Wiedersehen.

 

Und genau so würde es mit einer in der Falle hängenden Wanderratte geschehen. Die Ratte würde zu fest in der Falle hängen und so würde sich der Marder mit samt der Rattenfalle aus dem Staube machen.

 

Da gute Rattenfanggeräte nicht gerade billig sind, so rentiert es sich also auf alle Fälle diese Gräte anzubinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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