Das Fallenabdecken mit dem Brett, so wie es Großvater machte.

 

Das klingt nach Nostalgie, ist es aber nicht.

 

Das Fallenabdecken mit dem Brett liegt schon viele Jahre zurück, ja, ich hatte es bereits vergessen. Mein Großvater hat es mir vor 40 bis 45 Jahren gelernt. Leider ist diese Methode nur sehr geringfügig anzuwenden, denn würde ich zum Beispiel 100 Fallen stellen, so benötigte ich dazu mindestens 70 Bretter zum Abdecken. Es wäre also ein immenses Gewicht, welches man herumschleppen müsste. Mit dem Wasen bez. Rasenstück habe ich diese Technik abgelöst. Damals habe ich mir natürlich einige „Bretterlager“ an verschiedenen Stellen der Felder angelegt. Vorwiegend an den Viehzäunen, die ja fix installiert waren und erst viel später durch den Draht auf der Rolle abgelöst wurden. Die Vorratslager waren natürlich dementsprechend groß, denn für mich als Jungen war das Bretterschleppen keine allzu große „Gaudi“. Mich reuten auch nicht die frisch gehobelten Bretter, die mein Großvater für den Stall benötigte und sägte diese schön säuberlich zusammen, was wiederum meinen Großvater nicht gefiel und ihn enorm zornig werden ließ. Gott sei Dank war mein Großvater ein besonnener Mann und sagte: Was soll’s, wenn die Milch vergossen ist, so hilft auch kein langes Nachtrauern mehr“. Er bläute mir aber mit einem scharfen Ton ein „dass mir aber so was nie wieder vorkommt!!“ Es kam auch nicht wieder vor, denn ich holte die Bretter beim Nachbarn. (heimlich natürlich) Hätte das mein Großvater erfahren, ich glaube, er hätte mich geschnalzt.

 

Wie komme ich aber ausgerechnet heute wieder auf das Brett von damals zurück??

 

Wie es der Zufall so will, so stellte mir Herr Kraßnitzer W. aus Graz per E – Mail die Frage, ob es keine anderen Möglichkeiten zum Fallen abdecken gäbe. Unter anderem erwähnte er auch das Brett. Er möchte den Rasen durch Wasen ausschlagen nicht allzu groß beschädigen.

 

Und somit war diese Web – Seite geboren.

Ich habe also 10 Fangversuche gestartet und diese Fallen mit dem Brett abgedeckt. Das Ergebnis war ernüchternd, denn der Erfolg ist nicht nach meiner Vorstellung eingetreten. Von diesen 10 Versuchen schlugen 4 fehl. Das heißt, die Fallen wurden zum Teil bis an den Bodendeckel des Brettes zugewühlt. Es war ein 60% zu 40% Erfolg, aber ich würde es eher als einen Misserfolg bezeichnen. Heute erinnere ich mich auch wieder daran, dass ich vor 40 - 45 Jahren dasselbe Problem hatte und zum Teil viele Fallen abgewühlt waren. Damals war es für mich normal, heute unvorstellbar und ich persönlich würde nie mehr mit Brettern durch die Gegend spazieren.

 

Fazit:

Der Fang mit der Bretterabdeckung führt nicht zum 100% igen Erfolg und sollte daher nur in ganz speziellen Fällen, wenn zum Beispiel jemand keinen Rasen ausgeschlagen will angewendet werden. Der Mäusefänger benötigt beim Fallenstellen mit Brettern schon ein feines Fingerspitzengefühl. Er braucht gute Fallen, die bei der geringsten Berührung sofort auslösen!!!

 

Diese erste Bildserie habe ich speziell für Herr Kraßnitzer W. aus Graz am zusammengestellt.

 

 

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Ich begebe mich mit einem Brett und zwei Fallen auf die Wiese.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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An dieser Stelle werden die Bayrischen Fallen zum Einsatz kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein ungefähr sechs Stunden alter Wühlmaushaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Griff genügt und der Gang ist gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Optimal.

Mit wenigen Griffen wird der Fangplatz zubereitet.

Der Gang muss beidseitig sauber gereinigt sein.

Schlamperei ist hier fehl am Platz.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Bayrische Drahtfalle wird wie üblich scharf gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Ansicht von unten.

So scharf sollte die Falle immer gestellt sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht des scharf eingestellten Auslösers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die erste Bayrische Drahtfalle wird eingebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Falle wird im hinteren Bereich noch etwas in den Boden gedrückt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die zweite Falle wird eingebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auch diese Falle wird etwas in den Boden gedrückt.

Somit ist ein Wackeln ausgeschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nun wird das mitgebrachte Brett über die Fallen gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Brett ist groß genug um die beiden Fallen abzudecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nun werden zur Sicherheit noch die Seitenränder dicht gemacht.

Es sollte von den Seiten kein Licht eindringen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die linke Seite ist nun dicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die rechte Seite ist somit dicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Erde ist mir ausgegangen und somit wird die vordere Seite einfach mit einem Grasbüschel abgedichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auch dies passt perfekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nun wird der Zweifingerspalt für den nötigen Durchzug hergestellt.

Die Wühlmaus liebt keinen Durchzug und wird deshalb versuchen ihn schnell zu verschließen.

 

 

 

 

 

 

 

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Das „Knödelchen“ wird rechts an der Vorderseite des Brettes angedrückt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der letzte Knödel noch an der linken Vorderseite des Brettes.

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Das Werk ist vollendet“

Das Luftloch zum Anlocken der Wühlmaus ist perfekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der „klassische“ Zweifingerspalt, welcher der Wühlmaus das Leben kosten wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Man verlässt anschließend den Fangplatz für eine gute halbe Stunde. Selbst Wühlmäuse brauchen eine gewisse Zeit um die neue Lage zu erspähen.

 

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Nach ca. einer Stunde hob ich nun das Brett wieder an.

Da ein Brett eine recht unsichere Sache ist, so ist es für mich immer wieder ein Nervenkitzel dieses anzuheben.

Hier sind aber beide Fallen ausgelöst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die linke Falle.

Diese Falle wurde durch Druck ausgelöst.

 

 

 

 

 

 

 

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Hier noch die rechte Wühlmausfalle.

Dieses Gerät wurde durch ein Rütteln der Wühlmaus ausgelöst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Beide Wühlmausfallen etwas herausgezogen.

Links das männliche Alttier und rechts das weibliche Alttier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das weibliche Alttier hat die Falle durch ein Rütteln am Auslöser ausgelöst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht der scharfen Nagezähne.

Bei diesem Bild könnte man schon sagen: „ Dies war der letzte Biss“.

 

 

 

 

 

 

 

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Zwei perfekte Brustfänge.

Kein Gift ist in der Lage die Tiere so schnell zu töten.

Na ja. Zyankali vielleicht, aber wer hat das schon.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die beiden Tiere gedreht.

Links das Männchen und rechts das Weibchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser Fang ging glatt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider gingen 4 Fangversuche von 10 in die „Hose

 

So ein Resultat ist für mich nicht mehr wirtschaftlich. Der Aufwand wird zu groß.

 

Grund:

Je öfter die Fallen verwühlt sind, desto größer wird die Zeitspanne das Tier zu fangen. Man muss also öfter als einmal den Fangplatz aufsuchen.

 

Jeder umsonst gegangene Meter ist also für die „Katz“, denn schließlich hat man seine Füße ja auch nicht „gestohlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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