Die Flucht aus dem Mülleimer – Versuch Nr. 1

 

Ich wollte schon lange einmal feststellen, ob eine Hausmaus fähig wäre, mit Hilfe einer Schnur aus einem Eimer zu entfliehen. Für den ersten Versuch fing ich daher ein Alttier.

Um sicher zu gehen dass alles klappen würde, so wählte ich hierfür einen recht hohen Eimer mit einer Gesamthöhe von 42cm. Ich war der Ansicht, dass es selbst einer erwachsenen Hausmaus nicht möglich wäre aus dieser Tiefe so einfach zu fliehen. Mir war natürlich klar, dass so ein gesundes Tier in einer „Notsituation“ eine enorme Sprungkraft entwickeln kann.

 

Der Versuch brachte Ernüchterung.

 

 

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13.12.2008

Meine Idee war es, dass sich das Tier den Weg in die Freiheit über diese Schnur nach oben suchen sollte.

Der Gedanke war ja recht gut, wenn nicht diese gewaltige Sprungkraft des Tieres gewesen wäre.

Ich gab also das Alttier in den Eimer.

Zuerst lief die Hausmaus 3x im Kreis herum und betrat danach das Brett mit der nach oben führenden Schur.

Ich freute mich schon auf die „Sensationsfotos“ welche ich machen wollte.

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Die Hausmaus betritt das Brett.

 

 

 

 

 

 

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Bruchteile von Sekunden später.

Ja liebe Leser, sie sehen richtig.

Der Eimer ist leer. Das Tier ist mit einem einzigen Sprung von innen nach außen gesprungen.

Ich war natürlich über dieses Ergebnis enttäuscht.

Nun musste ich das Tier erneut fangen, um es in ihre alte Umgebung wieder zu entlassen.

Ich töte generell keine lebend gefangenen Tiere, welche mir für Fotos nützlich sind.

 

 

 

 

 

Einen erneuten Versuch mit diesem Alttier wollte ich aber trotzdem nicht mehr machen. Ich hätte den Eimerrand um mindestens 10 bis 15cm erhöhen müssen. Das war mir zu aufwändig.

Für einen nochmaligen Test fing zwei Tage später ein älteres Jungtier.

 

Wie auch immer. Würde man also von der Leistung her die Sprungkraft der Hausmaus mit der Sprungkraft des Menschen vergleichen, so wäre der Mensch gegenüber der Hausmaus ein hochgradiger Verlierer.

 

Mäusefänger aufgepasst.

Ein gefangenes Alttier in einem Eimer ist also noch lange nicht gefangen. Wenn also ein so genannter Tierfreund eine Hausmaus mit einer Lebendfalle fängt so tut er gut, wenn er die Maus direkt aus der Falle in die Freiheit entlässt. Am besten natürlich ein paar Hausecken entfernt.

Im Normalfall bin ich natürlich gegen das Freilassen von einer Maus, da ja das Tier ohnehin in ein fremdes Revier kommt und dessen Zukunft dort nicht unbedingt rosig ausfallen wird. Wie den auch. Es fehlt den in die Fremde frei gelassen Tieren ja an der für sie gewohnten Umgebung und wie jeder kluge Mensch weiß, so gibt es in der Natur kaum unbesetzte Reviere. Und ein unbesetztes Revier bedeutet Machtkampf, der nicht selten zum Tod des so genannten „Eindringling“ führt, welcher vom Menschen „großherzig“ freigelassen wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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