Eine Laune der Natur oder das Ergebnis von menschlicher Dummheit.

 

Ich persönlich bin natürlich überzeugt, dass solch eine Farbmaus wie hier gezeigt wird von einem Menschen mit Spatzenverstand ausgesetzt wurde. Ich kenne nicht nur einen solchen Fall indem dies so war. Das Aussetzen einer nur auf Profit her gezüchteten Maus, Hamster oder Ratte ist natürlich eine Tierquälerei, denn diese Tiere sind für die raue Natur nicht geschaffen. Leider ist es halt so, dass das Interesse der Kleinkinder schnell am lebendigen Geschenk abflaut. Die weitere Pflege obliegt hernach den Erziehungsberechtigten und wie genau es diese hierbei mit der Pflege nehmen, tja, dass erlebt hernach die arme Kreatur im Käfig in vollen Zügen. Gut, es ist nicht jeder ein Schlamperian, aber sind 5 Minuten pro Tag für ein Käfigtier ausreichend?

 

Vielleicht liege ich aber mit meiner Vermutung von der ausgesetzten Farbmaus auch etwas falsch.

Conrad Gessner schrieb 1563 folgendes über die Hausmaus.

Die haus Meüß sind nit all einerley farb, dan etlich zicked sich auff schwarz, etlich von braun auff roht oder falb, etliche sind vast äschen farb, etlich ganz weyß.

 

Inwieweit solche Schriften wie von Gessner stimmen kann ich nicht beurteilen. Ich habe auf alle Fälle noch nie eine andersfarbige Hausmaus als die „Braun – Graue“ gefangen.

 

 

Die beiden nachfolgenden Bilder erhielt ich am 24.01.2010 von Finn Geertsen aus Deutschland.

 

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Die Farbmaus.

Eine Laune der Natur? oder entstand dieses Fangergebnis doch durch einen überforderten „Tierfreund?“.

Mancher Mensch drückt sich durch das Freilassen von Zuchttieren vor der eigenen Verantwortung.

Dieses Tier wurde sage und schreibe mit einem Gummibärchen gefangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zum Fang wurde eine einfache Mausefalle verwendet.

Die starke Schlagkraft hat die „Hausmaus“ sofort getötet.

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss füge ich noch das Schreiben von Finn hinzu.

 

Hallo Gerfried.
 
Heute konnte ich einen wie ich finde außergewöhnlichen Fang verbuchen. Ich habe mir in einem Baumarkt 
ein paar Mausefallen gekauft, die ich nach einem kurzen Test für gut befunden hatte. Sende Dir mal ein Bild
der beköderten Fallen zu (Köder war hier ein Gummibärchen) Gestern Abend stellte ich dann die Fallen 
im Freilaufgehege der Hühner auf, wo ich mehrere Mäusespuren im Schnee sehen konnte. Da aber auch immer
mal wieder ein paar Ratten vorbeischauten und ich nicht wollte, dass eine Ratte in die Mausefallen ging und 
fallenscheu wurde, habe ich die Fallen mit Ziegelsteinen abgedeckt und einen kleinen Spalt offen gelassen, 
damit auch wirklich nur Mäuse den Weg in meine Fallen finden konnten. Als ich nachschaute, war bei den 
ersten drei Fallen die Enttäuschung groß, der Köder wurde nicht angerührt. Doch dann ging ich zur vierten Falle:
Mitten auf dem Feld, ca. 2km abseits der nächsten Häuser konnte ich im Auslauf meines Hühnerstalls eine 
schwarz – weiße Maus fangen! Ich weiß nicht, ob jemand sie ausgesetzt hat, oder diese Farbvariante eine Laune
der Natur war. Es handelte sich bei der Maus übrigens um einen Mäusebock mit genau 20cm Länge, gemessen 
von der Schnauzenspitze – bis zur Schwanzspitze.
 
Gruß Finn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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