Die Flucht aus dem Mülleimer – Versuch Nr. 2

 

Da der erste Versuch leider nicht nach Wunsch gelaufen ist, so habe ich am 15.12.2008 eine weitere Hausmaus gefangen.

Ich hatte hierbei Glück, denn es war ein noch nicht ganz ausgewachsenes Jungtier. Die Maus war gesund und flink und ich hoffte natürlich, dass sie noch nicht in der Lage war solche Rekordsprünge wie die Hausmaus zwei Tage davor zu vollbringen. Ich dachte mir, dass sie vielleicht im schlimmsten Fall direkt von der Schur zum Eimerrand springen könnte.

Dieser Versuch lief diesmal wirklich gut und ich kann nur sagen, dass der Mensch in der gleichen Situation von der körperlichen Leistung her wiederum hochkantig verloren hätte. Ja, es ist wirklich beeindruckend, mit welch einer Eleganz solch ein Tier an einer Schnur nach oben klettern kann und hernach schwindelfrei und ohne den geringsten „Wackler“ sich über einen schmalen Holzstab in Sicherheit bringt.

 

 

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15.12.2008

Ich spannte wie schon zwei Tage zuvor die Schnur möglichst straff zum oberen Haselnussstecken.

Die Höhe bis zum Stock beträgt hierbei genau 144cm.

Der Stock wurde von mir fest im oberen Bereich fixiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Eimer steht bereit.

Es fehlt nur noch die Hausmaus.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ich ließ nun das frisch gefangene „Jungtier“ in den Kübel hinein springen.

Bei diesem Vorgang muss man allerdings recht vorsichtig sein, denn das Tier ist ja extrem schnell und könnte beim Öffnen der Falle noch über den Kübelrand springen.

Das Tier lief zuerst zielstrebig zur „Höhenscala“.

Vermutlich dachte sie, dass sie an den weißen Balken nach oben laufen kann.

 

 

 

 

 

 

 

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Nach wenigen Augenblicken versuchte das Tier an der Skala hochzuspringen.

Sie schaffte die Sprünge allerdings nicht höher als knapp 30cm.

Nach sechs Sprüngen gab sie allerdings auf.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Tier lief ein paar Runden im Kreis.

Nach knapp 40 Sekunden erkannte die Hausmaus den richtigen Weg.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Tier kletterte mit einer enormen Geschwindigkeit an der Schnur nach oben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bei so einer Flucht scheint der Mäuseschwanz eine bedeutende Rolle zu spielen.

Wie es aussieht wird mit dem Mäuseschwänzchen das Gleichgewicht gehalten.

 

 

 

 

 

 

 

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Nur noch wenige Zentimeter trennen sie vom quer liegenden Haselnussstecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Blitzschnell läuft sie den 14 – 16mm dicken Stock entlang.

Hausmäuse sind absolut schwindelfrei.

 

 

 

 

 

 

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Das Regal wurde vom Eimerboden aus in knapp 12 Sekunden erreicht.

Gezielt sucht das Tier nach einer weiteren Fluchtmöglichkeit aus dem Regal.

 

 

 

 

 

 

 

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Ohne lange zu überlegen kletterte sie kurz entschlossen vorne beim Regal in einem seitlichen schmalen Spalt.

 

 

 

 

 

 

 

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Und weg war die kleine graue Hausmaus.

Das Tier benötigte für ihre Flucht aus dem Kübel keine 70 Sekunden.

 

Weit länger benötigte ich hernach das Tier wieder einzufangen.

 

 

 

 

 

 

Es ist aber schon interessant.

Das Tier hatte zuvor noch nie einen Kontakt mit meinem Keller und dennoch fand sie sofort den richtigen Weg vom Regal in die „Freiheit“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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