Wir haben dich zum Fressen gerne.

 

Herr Steffen Sorg ist ein langjähriger erfahrener Mäusefänger in Deutschland. Ja selbst sein Großvater welcher leider bereits verstorben ist, war in alten Zeiten ein bekannter und gern gesehener Maulwurf und Mäusejäger. Die Künste welche sich der damals jugendliche Knabe Steffen von seinem Großvater „abspähen“ konnte waren unter anderem die Handhabung der bayrischen Drahtfalle im Kampf gegen die Wühlmaus und das Stellen der Luna Hausmausfalle für die überaus schlaue Hausmaus. Hausmäuse sind im Gegensatz anderer Mäuse nicht nur extrem klug, sondern auch besonders schädlich. Und Schäden fügen diese grauen Nager ja nicht nur in den von Menschen gebauten Häusern und Ställen, sondern auch in Bienenhütten zu. Herr Steffen weiß zu berichten, dass einst eine Hausmaus während der strengen Winterszeit einen Bienenstock durchnagte und es hierbei in Folge zu einem Totalausfall des gesamten Bienenstockes kam. Ein solcher unnützer Schaden ist recht beträchtlich wie jeder gebildete Mensch inzwischen weiß. Ja so ein Bienenvolk hat heutzutage ohnehin kein leichtes „Honiglecken“ wenn man bedenkt, wie sehr ihnen die Varroamilbe und die verkarstete Agrarlandschaft zu schaffen macht.

Um einen nochmaligen solchen Vorfall in seiner Bienenhütte zu vermeiden, so hat Herr Sorg das ganze Jahr über Mausefallen für den Fall der Fälle gestellt und dies nicht ohne Erfolg. Unzählige Hausmäuse konnten durch diese alleinige „Vorsorge“ gefangen werden.

Die Hausmausfänge wurden ja mittlerweile zur Routine, jedoch als Herr Sorg am 29.11.2010 seine Bienehütte betrat um wie üblich nach dem Rechten zu sehen, so wurde er dennoch von einem ungewöhnlichen Ereignis überrascht. In einer Mausefalle hängte sage und schreibe nur noch der Rest eines Hausmauskopfes und selbst dieser Kopf war bis auf den Knochen beinahe zu blank geputzt. Herr Sorg hatte hierbei natürlich sofort einen Verdacht, dass dieser Kannibalismus nicht etwa von weiteren Hausmäusen verursacht wurde, sondern von Wald oder Hausspitzmäusen. Da ja diese Spitzmäuse recht nützlich und zum Teil unter Schutz stehen, so wollte Herr Sorg diesen Tieren keinen Schaden zufügen und stellte hierfür noch am selben Tag mehrere Lebendfallen zum Fang dieser Mäuse. Und in der Tat. Herr Sorg konnte während der Nachtstunden zum 30.11.2010 gleich mehrere dieser Spitzmäuse lebend fangen und in einer etwas weiteren Entfernung in einem alten Heustadel wieder in Freiheit setzen.

 

Die nachfolgenden beiden Bilder zeigen den, wie soll ich sagen „Rest des Nachtmahles?

 

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Linke Ansicht.

Dieses Bild zeigt den Rest einer Hausmaus.

Das gesamte Tier wurde bis auf den Schädelknochen aufgefressen.

Es blieben weder Hautfetzen, Blutspuren oder Knochenreste übrig.

Selbst der Köderspeck aus der Falle fehlte.

 

 

 

 

 

 

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Rechte Ansicht.

Einige wenige Haare befinden sich noch im Bereich, wo der Schlagbügel das Genick durchschlug.

Selbst die doch eher schwer erreichbare Zunge wurde heraus gefressen.

Die Spitzmäuse haben eine gründliche Arbeit geleistet.

 

 

 

 

 

 

Lieber Herr Steffen Sorg.

Ich möchte mich noch einmal recht herzlich für diese interessanten Bilder bedanken. Es sind wirklich sehr seltene Aufnahmen. Ich hoffe auch, dass ihre Bienen diesen doch wie es scheint lange anhaltenden Winter schadlos überstehen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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