Nagespuren von Hausmäusen.

 

Hausmäuse verursachen vielfach einen Schaden. Was ist aber nun wirklich ein Schaden. Sollte sich eine Hausmaus in Tierhaltungen wie etwa Hasen und Hühnerställen am Futter bedienen, so ist es vom Schaden her gesehen ja eine lächerliche Summe. Sollte man die Hausmaus und den Hausspatz (Sperling) auf eine Waage setzen, welcher von beiden Tieren nun mehr Körner aus dem Hühnerfreilauf stiehlt, so würde der Hausspatz wahrscheinlich den ersten Preis gewinnen. Da aber der Hausspatz nun wohl oder übel wenn auch zähneknirschend toleriert wird, so wäre es durchaus möglich auch hier bei der Hausmaus ein Auge zuzudrücken. Außerdem sollte auch die Hauskatze in Hochform bleiben und das gelingt nur, wenn sie sich ihre Happen selber fangen kann und nicht mit Dosenfutter überschüttet wird.

 

Wesentlich anders sieht es dabei in den Wohnräumen des Menschen aus. Hier sollte es keinen Platz für diese Nager geben. Es kommt immer wieder vor, besonders in älteren Gebäuden, dass Hausmäuse am Elektroherd durch Kabelbisse einen Kurzschluss verursachen, wobei die Hausmaus aber nicht immer ihr Leben verliert. Mein persönlicher Freund Michael Kohler hat nicht nur einen Schaden dieser Art behoben. Aber bitte. Jetzt soll mir ja keiner sagen, man solle der Maus dankbar sein, denn dadurch ist ein Arbeitsplatz gesichert!! Im krassesten Beispiel könnte auf gut deutsch gesagt: „Die Hütte abbrennen“.

Große Schäden entstehen natürlich besonders in Fabrikanlagen, wenn durch Hausmäuse Maschinen lahm gelegt werden und ein Produktionsstillstand eintritt. Beim neuen Einziehen eines Stromkabels besonders unterm Fußboden ist so ein Betriebselektriker nicht zu beneiden. Oft müssen Kabel durch engste Schächte neu installiert werden. Aber wie es der Teufel so will, sind die Schadstellen oft gerade dann an den unmöglichsten Ecken und Enden, „wo es eh schon klemmt“.

 

Laut Elektrikermeister Wolfgang Miller installiert man heute vielfach an sensiblen Stellen, besonders bei EDV – Anlagen, bereits bissfeste Kabel.

 

Besonders schlimm für jede Privatperson wird es, wenn Hausmäuse sich unbemerkt in einen Schrank einnisten und Urkunden, Dokumente oder sogar Papiergeld in ein molliges Nest verwandeln. Dabei arbeiten die Mäuse sehr gründlich. Ein Aktenvernichter könnte es nicht besser machen.

Pullover, Socken, Decken, Kinderwagenbeschädigungen sind kein Einzelfall. Ruck - Zuck ist ein Loch gebissen.

 

Kleine Beispiele zum Schmunzeln.

In einem mir bekannten Fall hat die Hausmaus in einem Büroschreibtisch das Telefonbuch teilweise in ein Nest verwandelt und noch in derselben Nacht die Jungen geworfen. Wie sie in den Schreibtisch gelangte ist bis heute ein Rätsel.

In einem weiteren Fall „knackte“ eine Hausmaus den Korken einer stehenden!!! Weinflasche und ertrank in derselben. Jeder von uns weiß, wie schwer es ist einen abgerissenen Flaschenkorken herauszuholen. Diese Hausmaus hat den ganzen Korken geschafft.

Und noch ein ganz besonderes Erlebnis einer älteren Dame. In ihrer Bettmatratze nistete sich eine Hausmaus ein obwohl diese täglich benützt wurde. Es vergingen mehrere Wochen bis dieses Versteck ausfindig gemacht wurde. Vor allen hatte diese Hausmaus das Geschick, die Falle zu plündern ohne diese auszulösen. Diese Maus war ein richtiges Talent.

Hausmausbefall gefährdet Süßigkeiten jeglicher Art hochgradig. In meinem Umkleideschrank hat sich nachts eine Hausmaus über die Mannerschnitten hergemacht. Aber wie heißt es so schön; „Manner mag man eben“. Der Durchschlupf war hierbei nur 10 mm breit.

 

 

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Die Mannerschnitten aus meinem Umkleideschrank.

Hausmäuse sind Feinschmecker.

Manner mag man eben.

 

 

 

 

 

 

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78 Jahre hat dieses Büchlein der Zeit standgehalten.

Wenn aber Hausmäuse das Lesen lernen, so bleiben die Augen des Besitzers nicht immer ganz trocken.

Sollte es sich hierbei um ein Andenken handeln, so ist dies besonders ärgerlich.

Bücher sollten daher nie lose auf dem Dachboden herumliegen.

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

 

 

 

 

 

 

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Stromkabelverbiss durch eine Hausmaus.

Der Maschinenstillstand betrug dadurch 3,5 Stunden.

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

 

 

 

 

 

 

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Hausmäuse sind in dieses Brot von unten auf der Seite eingedrungen.

Rechts sieht man den Einschlupf. Dieser ist aber auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

 

 

 

Das Brot wurde zur Gänze ausgehöhlt.

Es waren weder Kotspuren noch Bröselspuren zu sehen.

Die Kotspuren befanden sich alle innerhalb des Brotes.

Dieses Brot lag mehrere Tage offen in einer unversperrten Speisekammer.

Die Eigentümer waren auf Urlaub und haben es „vergessen“ einzuräumen.

 

 

 

 

Von oben ist bis auf die kleine weiße Scharte kein Schaden ersichtlich.

Die Hausmäuse haben eine gute Arbeit geleistet.

 

 

 

 

 

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Beschädigte Hirschgabel.

Diese Abwurfstange befand sich auf einem Dachboden.

Sie wurde an vier verschiedenen Stellen von der Hausmaus oder Waldmaus angenagt.

Wer von beiden der Übeltäter war, lässt sich hierbei nicht mehr feststellen.

Ein schneller Falleneinsatz hätte Klarheit gebracht.

 

 

 

 

 

 

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Nahaufnahme der Bissspuren

So gesehen ein Kavaliersdelikt.

Aber wehe die Tiere kommen in den Dokumentenschrank.

Da würde so mancher brave Christ fluchen.

 

 

 

 

 

 

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Ein Besuch einer Hausmaus in der Speisekammer.

Nicht etwas das Mehl oder der Zucker wurden bevorzugt.

Nein, wieder waren es die Mannerschnitten.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Man arbeitet sich so nach und nach hinauf.

Es blieben hierbei keinerlei Brösel liegen.

Selbst die Verpackung fehlte zur Gänze.

 

 

 

 

 

 

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Weißer Kreis.

Hier wurde nicht gefegt dass die Fetzen flogen.

Hausmäuse verwendeten diese Teile des Strohbesens zum Nestbau.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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