Tiere egal welcher
Art sind kein Spielzeug.
Mir wurde schon öfter die Frage gestellt, ob es den möglich wäre, eine „wilde“ Hausmaus in einem Käfig zu halten.
Ich kann von einer Gitterkäfighaltung nur abraten, denn das gefangene „Wildtier“ sieht dauernd die Freiheit vor Augen und möchte daher aus dem Käfig entweichen. Die Hausmaus würde sich sozusagen an dem Gitter des Käfigs das Fell am Kopf wund wetzen.
Im Gegenzug ist eine Haltung in einem Terrarium aber durchaus möglich. Die Voraussetzung ist natürlich die tägliche Fütterung und auch das regelmäßige Reinigen des Terrariums. Hat man für diese Aufgaben zuwenig Zeit, so lässt man es besser gleich. Der gewissenhafte „Hausmaushalter“ muss sich auch im Klaren sein, dass er zumindest im Urlaub eine verlässliche Vertretung benötigt, die das Tier füttert.
Man darf sich aber nicht dazu verleiten lassen und mehrere Tiere zusammen in ein Käfig einsperren. Sie würden sich vermehren und was dann??
Schon alleine aus diesem Grunde sollte nur ein Einzeltier gehalten werden.
Welche Kosten und
Aufgaben kommen bei der Käfighaltung einer Hausmaus auf mich zu?
Die Kosten halten sich im Rahmen. Jede „verwöhnte“
Stubenkatze kostet mehr.
Als erstes benötigt man ein Terrarium mit einer Mindestgröße von L=60cm x B=35cm x H=30cm. Dies ist allerdings ein Sondermaß.
Das Terrarium muss unbedingt eine „Falltüre“ zum Schließen haben da man mit einer „Schiebetüre“ Gefahr läuft, diese früher oder später einmal nicht zu verschließen. Sollte man die Türe also offen lassen, na dann viel Spaß beim Suchen des Tieres.
Ein Terrarium nach Wunsch kostet ca. 85 Euro. Ein recht bescheidener Preis bei solch einem langwierigen Zusammenbau.
Als weiteres benötigt man eine gute Einstreu, Hamsterwatte, Taschentücher (Kloopapier), Heu, Futtertöpfe, ein Sandbecken, einen sauberen Sand, ein Hüttchen, Kletterwege, Trockenfutter, frisches Grünfutter, Kekse, Milka Schokolade, Mannerschnitten und was ganz besonders wichtig ist, lebende Insekten. Die Hausmaus ist ein Jäger und muss mit Fleischfliegen, Heuschrecken und Heimchen auf Trapp gehalten werden. Es sollte einen also nicht an der Zeit mangeln, wenn man auf die Fleischfliegen oder Heuschreckenjagd geht, denn diese Tiere hüpfen nicht freiwillig in die Box. Es ist dafür aber fantastisch der Hausmaus bei der Jagd auf diese Insekten zuzusehen.
Weiters benötigt man zum Reinigen des Terrariums einen absolut „dichten“ Raum, da die Hausmaus dazu aus dem Käfig herausgenommen werden muss und dieses Tier sogar durch 1 cm breite Ritzen entweichen kann. Die Suche im Haus oder Wohnung würde zur Tortour.
Wie gesagt. Wenn man sich also eine Hausmaus als Haustier zulegen will, so übernimmt man auf alle Fälle Verantwortung. Man muss sich auch im Klaren sein, dass das Tier nicht richtig zutraulich wird. Das Tier gewöhnt sich zwar mit der Zeit an seinen „Gönner“, lässt diesen allerdings nicht zu nahe an sich heran. Das heißt im Klartext. Man hat zwar ein Tier, aber nur auf Sichtkontakt.
Hat man diese Dinge alle berücksichtigt und ist man mit der Situation zufrieden, dass man die Hausmaus nur bei der Reinigung des Käfigs kurz anfassen kann, so steht dieser etwas ungewöhnlichen Tierhaltung eigentlich nichts mehr im Wege.
Eine junge Hausmaus
zeigt was sie so alles kann.
Die Firma
Gartencenter Dehner baut ein Terrarium nach meinem Wunsch.
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Trockenfutter/Nahrung (Haumäuse werden mit der Zeit „heikel“) |
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Lebende Insektennahrung (Hausmäuse brauchen Bewegung) |
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Eingefügt am 17.12.2006