Angefertigte Zeichnungen und Skizzen vom Mäuse – und Maulwurffänger Herr Züllig aus Andelfingen

 

Wühlmausfalle, Maulwurffalle, Feldmausfalle und Rattenfalle.

 

Diese Bilder wurden um das Jahr 1907 in der Schweiz angefertigt.

 

Die Bogenfalle.

 

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Die Bogenfalle für den Maulwurf mit Drahtauslöser.

Diese Fallen wurden von Herr Züllig selber angefertigt und öffentlich zum Kauf angeboten.

Die Bogenfalle wurde sehr wohl auch nur aus einfachen Stecken gefertigt.

 

 

 

 

 

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Die Bogenfalle mit einem Stellholz.

 

 

 

 

 

 

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Jurassischer Feldmauser um 1900

Bei dieser Aufnahme könnte es sich möglicherweise um den Fallensteller Züllig aus Andelfingen handeln.

Züllig verwendete noch solche einfache Holzstecken zum Wühlmaus und Maulwurffang.

Vor allem ist auch dieses mächtige „Mausermesser“ im Vordergrund zu erkennen.

 

 

 

 

Züllig schreibt folgendes in seinem Buch.

Das Richten einer hölzernen oder eisernen Bogenfalle erfordert für einen Sachkundigen 2 – 4 Minuten, für einen Unsachkundigen 10 – 15 Minuten.

 

Gerfried benötigte für das Stellen von nur einer Falle mehr als 30 Minuten. Habe keine Ahnung, wie Züllig so schnell sein konnte.

Die Falle hat allerdings funktioniert und die Wühlmaus wurde exakt am Hals gefangen. Ich habe diese Falle 3x gestellt und alle Tests waren erfolgreich.

 

Weiters beschreibt Züllig die Fallenausrüstung für Maulwurf und Wühlmausfänger folgendermaßen.

Ein oder zwei richtige Mausermesser.

200 bis 250 gute Drahtfallen.

20 bis 30 Bogenfallen.

Einen Eisenstab (Gangstecken) zum Suchen der Gänge.

Einen Korb oder eine Kiste zum Tragen der Fallen.

 

Das Mausermesser sollte von Stahl geschmiedet, Heft nicht gemessen, mindestens 26cm Länge und 8cm Breite, mitten keinen Grat haben und auf beiden Seiten schneiden. Auch sollten dieselben sauber geschliffen sein, also keine schwarzen Stellen (Vertiefungen) haben, um das Ankleben der Erde möglichst zu verhüten.

 

Die Bekleidung mag Jeder nach seinem Gutdünken wählen. Ist sie schlecht, so wird er bald erfahren, dass das Nasswerden und Frieren böse Folgen haben kann.

 

Das Schuhwerk.

Eine Hauptsache ist ein gutes Schuhwerk und zu dessen Unterhaltung ein gutes Lederfett. Da ich in den Handlungen noch nie ein richtiges Lederfett bekommen habe, so habe ich mir aus Pferdeschmalz, Unschlitt und Öl ein Extra – Lederfett hergestellt, dass bei richtiger Anwendung das Leder wirklich wasserdicht macht und auch weich erhält.

 

Die Schweizerfalle.

 

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Die badische Drahtfalle wird bei uns in verschiedenen Regionen heute noch als Schweizerfalle genannt.

Das wird wohl daran liegen, da in der Schweiz in frühen Jahren schon der Wühlmaus – und Maulwurffang schriftlich belegt wurde und die früheren Händler diese Fallen nach Österreich brachten, wo sie auf Märkten feilgeboten wurden.

 

 

 

 

 

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Zwei „Schweizerfallen“.

Davon ist die obere Falle laut Züllig richtig gestellt.

Die untere Falle ist jedoch zu nahe an einer Gangabzweigung und das Tier läuft nicht mehr „sauber“ hinein.

Man sollte also vorm Stellen mit einem Stab den Gangverlauf prüfen.

 

 

 

 

Die Bayrische Drahtfalle.

 

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Die bayrische Drahtfalle in ihren Anfängen um ca. 1905 bis 1907

Züllig klagte in seinem Buch darüber, dass diese „billigen Drahtfallen“ seinen selbst angefertigten Bogenfallen vorgezogen würden.

Er hat damals schon erkannt, dass die Bogenfalle von der heutigen Drahtfalle abgelöst wird.

Da er die Bogenfalle selber erzeugte und zum Kauf anbot, war dies sicher eine schmerzliche Erfahrung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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