Die Hausmaus in der Holzwand.

 

Hausmäuse in einer Holzwand sind eine ungute Sache besonders dann, wenn es einem nicht möglich ist deren Laufwege zu bestimmen. Wie soll man auch schon einen unterirdischen Weg einer Hausmaus ausfindig machen. Die nagenden und trappelnden Geräusche verteilen sich besonders in der Nacht über eine weite Fläche und es ist kaum möglich den richtigen Standort zu ermitteln. Man steht also ohnmächtig vor einer Holzwand und ist der Meinung, dass Tier wäre zum Greifen nahe. Ja, man steht also da und man kann in diesem Moment nichts machen als nur zu horchen. Das Einzige was nun der um den Schlaf gebrachte Mensch machen kann ist einmal die Faust mit voller Kraft an die vermeintliche Stelle zu schlagen, an der man den Nager halt vermutet. Mit etwas Glück wird das Tier für diese Nacht verscheut. Dies ist jedoch noch lange nicht die Lösung, denn das Tier wird wieder kommen und das Spielchen beginnt von neuem.

 

Besonders bei alten Häusern welche an ein Stallgebäude angrenzen ist es schwer den Zulauf zu finden. In der Regel ist das Wohngebäude vom Stallgebäude durch eine Feuerwand/mauer getrennt. Wie kommt also das Tier in das Wohngebäude? Entweder ist irgendwo ein winziger Durchschlupf vom Stall zum Wohngebäude entstanden, wobei ein Durchschlupf für eine erwachsene Hausmaus von 1x1cm bereits ausreichend ist, oder das Tier kam bei einer Türe herein, was in dem hier gezeigten Beispiel aber eher nicht der Fall zu sein scheint. Die zum Haus führenden Türen sind ohne „Luft“ und für eine Maus daher kaum passierbar. Besonders die Kälte welche zu diesem Zeitpunkt vorherrschte, immerhin minus 26 Grad, veranlasste die Bewohner jede Türe schnellstens zu schließen. Außerdem kann eine Maus nicht ohne Wasser auskommen, sodass sie immer wieder das trockne Gebäude verlassen muss. Bleibt also nur noch der Weg durch die Mauer in den Stall. Dies bedeutet also, dass die Jagd im Stall beginnt und auch dort endet.

 

Urlaub am 10.02.2012 auf dem Bauernhof.

 

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Das neu restaurierte Bauernhaus.

Hier lässt es sich gut Urlaub machen.

 

Wie es aber scheint, so werde ich von den Mäusen regelrecht verfolgt.

Es gibt kaum einen Ort, an welchen sich unser Weg nicht kreuzt.

 

Die Pfeilspitze zeigt die Stelle an der Holzwand, hinter welcher die Maus tätig war.

Was macht man nun in solch einer Situation?

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Innenraum.

 

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Hinter dieser Holzverkleidung waren die Nage und Trappelgeräusche gut hörbar.

Es war 23,45Uhr als ich dieses Geraschel vernahm.

Anfangs dachte ich mir, dass der Lärm aus meiner Reisetasche kam.

Ich nahm die Taschenlampe, schlüpfte aus dem Bett und ging leise zur Tasche.

Die Tasche war aber „sauber“.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ich untersuchte danach die Wand auf mögliche Schlupflöcher.

Beim Warmwasserzulauf unterm Heizkörper wurde ich schnell fündig.

Ich dachte mir, dass Biest wird doch nicht an dieser Stelle ins Zimmer kommen.

Was tun um diesen Verdacht auszuschließen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Dieser Spalt hat zwar nur knapp 2x3cm

Für eine Hausmaus ist es jedoch bereits eine „Bundesstrasse“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es galt nun festzustellen, ob die Hausmaus hier eintritt.

Ich riss mir also ¼ von einem Tempotaschentuch ab.

Mehrere Möglichkeiten hat man als Gast in solch einer Situation nicht.

Es sollten ja die übrigen Gäste nicht geweckt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Test zeigte was Sache war.

Dieses Fetzchen Papier blieb die gesamte Woche unberührt.

Die Hausmaus hatte also dieses Loch noch nicht gefunden.

Für den Fänger ein Nachteil, denn der Gegner sitzt in Sicherheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Möglichkeiten bleiben nun dem Fänger?

Möglichkeiten zum Fallenstellen hat man in einem fremden Gebäude nur, wenn auch der Besitzer damit einverstanden ist. Dies wurde am nächsten Tag schnell abgeklärt. Ich bekam die Erlaubnis den Stall hinter der Feuermauer zu betreten. Die Suche nach günstigen Fangplätzen war recht einfach. Schnell wurde ich fündig. Nun mussten nur noch die Fallen aus dem Kofferraum her und dem Kampf stand nichts mehr im Wege.

 

 

Die Fallen im unteren Stallbereich.

 

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Ein sehr guter Platz für die kleinen Lebendmausefallen.

Der Nachteil ist hierbei, dass die Tiere hernach getötet werden müssen.

 

Der weiße Pfeil weist auf einen guten Durchlauf.

Die beiden Fallen werden „Rücken an Rücken“ postiert.

An solchen Stellen könnte man auch ohne einen Köder operieren.

Ich verwendete hierbei jedoch ein Hühnerfutter des Jungbauern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seitenansicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hier die geschickt eingebaute Gitterrattenfalle.

Beim Überlaufen des Auslösers wird die Hausmaus sofort getötet.

Selbst mögliche Jungratten überleben solch einen Übertritt nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eine weitere auf einen Zwangspass gestellte Gitterrattenfalle.

Man sollte in verzwickten Situationen immer genügend Fallematerial zur Verfügung haben.

Es heißt ja: „Viele Fallen sind der Mäuse Tod“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Fallen im oberen Stallbereich.

 

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Auch hier sind zwei Lebendfallen „Rücken an Rücken“ im Einsatz.

Diese Fallen wurden im Innenraum mit Mannerschnitten beködert.

Für ein Stück Mannerschnitte beißt fast jede Hausmaus gerne ins „Gras“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zwei Rapp2 Fallen „Rücken an Rücken“.

Die beiden Fallen wurden im Inneren mit einem kleinen Mannerschnittenstück beködert.

Außenherum wurde Hühnerfutter ausgestreut.

Befinden sich Katzen auf dem Hof, so sollte man die Rapp2 unbedingt mit einer Schnur sichern.

Die Fallen würden nach einem Fang auf nie mehr Wiedersehen verschwinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Seitenansicht der Rapp2

Der Innenköder ist hierbei für einen Erfolg besonders wichtig.

Es sollte ein gut duftender Köder sein, nicht etwa ein 08/15 Fraß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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