Kannibalismus bei Hausmäusen.

 

In meiner langjährigen Fallenstellertätigkeit konnte ich bis heute nur einen einzigen Fall von Kannibalismus bei Hausmäusen feststellen. Vermutlich ist dieses Phänomen bei diesen Tieren extrem selten. Es grenzt daher schon beinahe an ein „Wunder“, dass mir diese Aufnahmen gelungen sind.

Ich habe von anderen Personen zwar schon öfters darüber gehört, aber wenn ich hierbei um Bilder fragte, so waren wie üblich keine davon vorhanden.

 

Ich kann nur immer wieder betonen. Bilder zeigen was „Sache“ ist. Alles andere ist nicht 100%ig.

 

 

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04.01.2007

Dieses 20 mm große Kunststoffrohr in der Betonmauer ermöglichte einer Hausmaussippe den Wechsel von einem zu dem anderen Keller.

 

 

 

 

 

 

 

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Mein Daumen passt gerade noch in das Schlupfloch.

 

 

 

 

 

 

 

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Als erstes beköderte ich das Kunststoffrohr.

Anfangs hatte ich meine Zweifel, ob die Tiere hier tatsächlich hin und her wechselten.

 

 

 

 

 

 

 

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Dieses Loch befindet sich in einer Höhe von 14 cm.

Ein Klacks für eine wendige Hausmaus.

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem der Köder zwei Mal verschwunden war versuchte ich die Tiere mit den normalen Mausefallen zu fangen. Dies war aber unmöglich. Die Tiere bestiegen weder noch ein Blatt Papier, auch kein Holzbrett und schon gar nicht mehr die Holzfalle. Vermutlich hatten sie schon eine schlechte Erfahrung damit gemacht.

Allerdings nahmen die Tiere den Köder welcher sich direkt auf dem Boden befand problemlos an. Somit musste also eine Spezialfalle her, welche aus der Sicht der grauen Hausmaus zumindest keine Gefahr darstellte.

 

 

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Die Spezialfalle auch Harpunenfalle genannt.

Wie sagt man so schön. „Nicht alles was von oben kommt muss gut sein“.

 

Der Köder kann bei diesem Gerät direkt vom Boden aus geholt werden. Also nichts „Verdächtiges“.

Dennoch benötigte ich fast zwei Wochen um diese außergewöhnlich schlauen Tiere zu liquidieren.

Schlussendlich waren es sechs Stück an der Zahl.

 

 

 

 

 

 

 

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Der Laufweg wurde bis zum Fallenauslöseköder stets reichlich mit Keksen ectr. bestückt.

Käse und Speck sind hierbei allerdings überflüssig.

Die Hausmaus zieht Süßigkeiten vor.

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag.

 

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05.01.2007

Die Falle ist ausgelöst.

Nach der anfänglichen Endtäuschung da ja die Falle auf den ersten Blick „leer“ war, folgte die freudige Überraschung.

 

 

 

 

 

 

 

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Der Kopf einer Hausmaus hängte noch hinter der ersten Reihe der „Harpunennägel“.

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Der restliche Körper fehlte zur Gänze.

Es war nicht einmal ein tropfen Blut auf dem Beton.

Dies deutet darauf hin, dass das Tier bereits eine gewisse Zeit in der Falle hängte und starr war als es gefressen wurde.

 

 

 

 

 

 

Verschieden Ansichten des „zurückgebliebenen“ Kopfes.

 

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Selbst das Ohr des Tieres wurde gefressen.

 

 

 

 

 

 

 

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Den Kopf gedreht.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Halsunterseite.

 

 

 

 

 

 

 

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Seitenansicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Und noch einmal gedreht.

 

 

 

 

 

 

In den weiteren Tagen konnte ich noch fünf Hausmäuse fangen, jedoch war kein angefressenes Tier mehr dabei.

 

Diese hier gefangenen sechs Hausmäuse haben mir wieder einmal gezeigt, dass man mit einer ungenügenden Fangausrüstung bei derart schlauen erfahrenen Tieren mit „normalen“ Schlagfallen kaum noch eine Chance hat.

 

Aber wie sagt man so schön. Not macht erfinderisch und jeder schlaue Fallensteller sollte immer noch einen „Trumpf im Ärmel haben“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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