Das sichere Stellen des Kieferle Schussapparates vom Frühjahr bis zum Winteranfang.

 

Jeder Fallensteller sollte sich angewöhnen, wertvolle Geräte wie zum Beispiel den Kieferle Schussapparat immer zu tarnen. Erstens werden diese Schussfallen dadurch vorm schlechten Wetter geschützt und zweitens kann sich kein unbefugter neugieriger Spaziergänger an diesem Gerät verletzen.

 

Wie finde ich nun aber wieder meine geschützten Schussgeräte.

Jeder Fallensteller sollte zuerst ausgiebig üben. Er sollte lernen, Gegenstände auf der Wiese wieder zu finden. Und das geht so. Ich stelle mich zu irgendeinem Ausgangspunkt mit einem Brett in der Hand und beobachte die ganze Umgebung intensiv. Dabei präge ich mir alle Bäume, Zäune, Strommasten, Grenzpfeiler, auffallende Bodenunebenheiten und so weiter genau ein. Danach begebe ich mich mit dem Brett von meinen Standpunkt zu einem markanten Punkt am anderen Ende der Wiese. Zum Üben gehe ich einen kerzengeraden Weg. Es spielt keine Rolle, ob dieses Ziel 500 Meter oder 2000 Meter entfernt ist. Irgendwo lasse ich unterm gehen das Brett fallen ohne mich umzudrehen und gehe so lange, bis ich an meinem Ziel angelangt bin.

Ich drehe mich um, blicke zum vorhergegangenen Ausgangspunkt und gehe wieder kerzengerade zurück. Finde ich nun das Brett, so bin ich richtig gegangen. Wenn nicht, – Pech gehabt und weiter üben.

 

Schwieriger wird es dann in der Praxis.

Ein Beispiel. Ich bin irgendwo auf einer großen Wiese und habe einen Schussapparat bestens getarnt. Nach dieser Arbeit stehe ich auf und kontrolliere alle vier Himmelsrichtungen nach markanten Punkten. Links von mir in weiter Ferne ist vielleicht ein Stadel. Rechts von mir eventuell der sechste Pfosten eines Weidezaunes, von links oder rechts gezählt. Vor mir könnte ein Strommast stehen. Hinter mir ein kleiner oder großer Baum. Nun beginne ich zu all diesen markanten Punkten die Entfernung abschätzen und präge mir diese Daten genau im Gedächtnis ein. Ich schaue mir noch die unmittelbare Gegend an, an der ich den Schussapparat gestellt habe, merke mir diesen und jenen Wühlmaushaufen und verlassen den Fangplatz. Habe ich mir nun diese Bilder richtig eingeprägt, so finde ich den Fangplatz sogar nach einer Woche wieder zielgenau. (Es soll keiner sagen „dass kann ich nicht“.) Das muss man können, möchte man keinen Fallenverlust erleiden!!!

Jeder Unbefugte, auch wenn er den Mäusejäger beobachtet hat und anschließend den Fangplatz suchen würde, hätte größte Schwierigkeiten diesen getarnten Platz auch wirklich zu finden. Außerdem hat eine neugierige Person ja nicht unbegrenzt Zeit um herumzustöbern, denn er riskiert ja, dass plötzlich der Fallensteller auftaucht und ein „Frage und Antwort – Spiel“ beginnt.

 

Ich kann nur eines sagen.

Üben – üben – üben, denn sollte man ein Schussgerät wirklich nicht mehr auf Anhieb finden, dann kann der Tag lang werden.

 

 

Die Suche des Ganges.

 

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Keine vier Meter vom Straßenrand befindet sich dieser Wühlmausbau.

In so einer Straßennähe ist es besonders wichtig den Schussapparat zu tarnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dies ist der letzte Erdauswurf der Wühlmaus.

Solche Hügel sind besonders ideal, denn in den meisten Fällen ist es ein Endgang.

Man benötigt an so einer Stelle also nur ein Fanggerät.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Öffnen des Ganges.

 

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Ein kurzer Druck und ich bin im Gangsystem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Gang wird für die Schussfalle sorgfältig gereinigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Eingangbereich wird sauber gerundet.

Der Schussapparat muss problemlos eingeschoben werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Eingang ist jetzt optimal.

 

 

 

 

 

 

 

Die Kontrolle des Gangverlaufes.

 

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Nun wird der Schusskanal geprüft.

Hierfür verwende ich immer ein 20 bis 25cm langes Stäbchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Gang ist schön gerade ohne Seitenwege.

Der Schusskanal muss gerade sein.

Nur somit ist ein sofort tödlicher Schuss gewährleistet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Schussapparat wird vorbereitet.

 

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Der Kieferle Schussapparat wird nun gesichert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Gerät ist nun gesichert.

Die Patrone sollte nur in diesem Zustand eingeschraubt werden.

Im nicht gesicherten Zustand könnte die Zündung beim Einschrauben durch den Schlagbolzen eine Delle bekommen.

Es könnte danach durchaus sein, dass die Patrone nicht mehr verlässlich zündet.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die 9mm Platzpatrone und der Schussapparat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Platzpatrone wird in das Schussgerät gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Danach wird die Kartusche aufgeschraubt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Schussapparat wird nun im gesicherten Zustand scharf gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Schlagbolzen ist nun gespannt aber das Gerät bleibt bis zum Ende des Einbaues unbedingt gesichert

 

 

 

 

 

 

 

Der Schussapparat wird eingesetzt.

 

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Das Gerät wird nun in den sauberen Gang eingeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Man sollte die Schussfalle mit Gefühl in den Mausgang einführen.

Bei einer Berührung des Auslösers mit der Wand kann dieser schon die Falle auslösen.

An und für sich kann ja nichts dabei passieren, aber es wäre eine doppelte Arbeit die nicht notwendig ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Gerät steht nun optimal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Abdichtung des Schussgerätes.

 

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Der Schussapparat wird jetzt Luftdicht verschlossen.

Nun knetet man etwas feuchte Erde zu mehrere Knödel.

Es werden so viele Knödelchen gemacht, damit es zum vollkommenen Abdichten reicht.

 

 

 

 

 

 

 

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Diese Knödel werden beim Schussapparat an den offenen Stellen eingedrückt,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es wird er jeder Knödel sauber verknetet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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So ist es richtig.

Der Schussapparat ist jetzt absolut Luftdicht verschlossen.

Bei einem Schuss kann keine Treibladung entweichen.

Die Wühlmaus wird somit mit der vollen Ladung getroffen und sofort getötet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Sichern gegen den Rückstoß während des Schusses.

 

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Der Stock zum Sichern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Stock wird an der hinteren linken Seite des Schussgerätes in den Boden gesteckt.

Er darf unter keinen Umständen den Auslöser behindern.

Er wird also leicht schräg gesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Stöckchen wird den Rückstoß der Patrone mindern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es wird so fest als möglich fixiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schussgerät wird scharf gestellt.

 

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Nun wird der Sicherungsring nach oben gekippt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hier ist das vordere Stöckchen etwas im Wege.

Der Ring kann nicht nach vorne gekippt werden.

Kein Problem.

Der Ring wird mit einem zweiten Stöckchen von hinten angedrückt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auf diese Art kann die Schussfalle problemlos auslösen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die wichtigen Bretter für die Tarnung.

 

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Zum Tarnen werden mindestens drei Bretter benötigt.

Es wird nicht einfach die Erde über das Gerät gelegt.

Der Schlagbolzen würde dadurch zu langsam und nicht mehr zünden.

Die ersten beiden Bretter werden links und rechts zur Schussfalle gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das dritte breitere Brett wird nun auf die beiden unteren Bretter gelegt. Der Auslösemechanismus muss mindestens einen Abstand von einem Zentimeter zum oberen Brett aufweisen. Würde das Brett möglicherweise am obersten Punkt des Schussapparates aufliegen, so wäre ein Erfolg nicht mehr gewährleistet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das große Brett schützt das Gerät auch gegen Nässe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tarnung über den Brettern.

 

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Mit einem kräftigen Hieb wird der Rasen vom Boden getrennt.

Hierfür nehme ich nur meinen alten Militärspaten von der Panzerjägerkompanie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Lage.

 

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Dieser Wasen sollte an der dicksten Stelle maximal 3cm haben.

Hi – nicht dicker wie ein Wiener Schnitzel.

Je höher der Wasen, umso mehr fällt die Tarnung in der Wiese auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser erste Teil wird auf das Brett gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zweite Lage.

 

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Das zweite Teil wird ebenso scharf und schmal ausgeschlagen wie das erste Teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Wasen wird sauber aufgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zusätzliche Tarnung.

 

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Die Stelle wird noch mit etwas herumliegenden Heuresten zusätzlich getarnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Niemand wird je auf die Idee kommen, dass sich hier eine Schussfalle befinden könnte.

Nicht einmal ein „braver Tierschützer“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Fangplatz ist fertig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Selbe Aufnahme.

Ein unscheinbarer Hügel mit einer „geballten“ Ladung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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