Eingedrungene Wanderratten im geschlossenen Komposthaufen sicher bekämpfen.

 

Es kommt immer wieder vor, dass sich Ratten in einen Komposthaufen einnisten. Ja warum den auch nicht. Es ist darinnen warm und der Vorrat geht nie zu Ende.

Solch ein Leben wie im Schlaraffenland funktioniert natürlich nur, wenn dies vom Hauseigentümer geduldet wird.

Aber genau genommen lebt die Wanderratte gerade in solch einem verschließbaren Komposthaufen äußerst gefährlich, denn der Fluchtweg nach außen kann sofort „gesperrt“ werden und dann sieht es für die Ratte gar nicht mehr so gut aus.

Wird nach solch einer Absperrung kein Kompost „hinzugeführt“, dann wird es für die Ratte sozusagen „mager“. Um aber ein ausbrechen dieser Tiere zu verhindern, werden im Gegenzug reichlich beköderte Fallen in diesem Komposthaufen gestellt. Der Hunger bringt die sonst so misstrauischen Tiere sicher zu Fall.

 

Warum schlägt „ein nur aushungern“ der Tiere fehl.

Erstens ist es in meinen Augen Tierquälerei wenn man ein Tier verhungern lässt. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich hierbei um einen Schädling handelt oder auch nicht. Und zweitens würde sich eine Ratte ohne Problem wieder beim Komposthaufen „hinausnagen“. Wenn Ratten sogar im Stande sind sich durch Betonmauern durchzukämpfen, wie soll sie dann eine so lächerliche dünne Plastikwand in ihrer höchsten Not vor einem Ausbruch zurückhalten?

Mir ist ein Fall bekannt, wobei eine Ratte sogar ein Fallengitter durchgebissen hat. Ich glaube kaum, dass ein Mensch zu dieser Hochleistung fähig gewesen wäre.

Ratten sind Überlebungskünstler und es wird dem Menschen nie gelingen sie „auszurotten“. Aber der Mensch kann sie in ihre Schranken weisen und die Tiere vom eigenen Grund und Boden fern halten.

Die erste Schranke wäre natürlich schon die Ordnung ums eigene Haus, denn Ratten fühlen sich natürlich bei einem „Sauhaufen“ wohler, als in einer gepflegten Umgebung.

 

Wie fange ich aber nun die Ratten im „gesperrten“ Komposthaufen??

 

Bei diesem hier gezeigten Komposthaufen wurden vom 26.05.2005 bis 13.06.2005 insgesamt 14 Wanderratten verschiedener Größe und Farbe gefangen.

 

 

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An dieser Stelle sind die Wanderratten eingedrungen.

Nicht zu ihrem Vorteil wie sich schlussendlich herausstellte.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahaufnahme.

 

 

 

 

 

 

 

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Der Einschlupf wurde kurz darauf mit Betonsteinen blockiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahaufnahme.

Zu spät. Die Ratten sitzen in der „Falle“, denn unter diesem Komposthaufen befindet sich ein Gitter.

Es gibt sozusagen keinen Fluchtweg mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Weißer Pfeil.

Ein Schlupfloch der Wanderratten nach unten.

Im Inneren des Kompostes ist es mollig warm.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Wina Falle wird beködert und Richtung Schlupfloch postiert.

Die Rattenfalle ist hier noch ohne seitliche Abdeckung.

 

 

 

 

 

 

 

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Eine seitliche Abdeckung ist wichtig damit ein sauberer Fang erfolgt.

Die Ratte muss unbedingt von vorne zum Köder gelangen.

 

 

 

 

 

 

 

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Nach einer kürzeren Wartezeit hat es bereits das erste Tier erwischt.

 

 

 

 

 

 

 

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Ein exakter Genickfang.

Der Bügel wurde beinahe bis auf den Fallenboden durchgeschlagen.

Ratten welche von der Vorderseite kommen, werden immer perfekt gefangen.

 

 

 

 

 

 

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Es handelt sich hierbei um ein älteres Männchen.

Die Gesamtlänge beträgt 42cm.

 

 

 

 

 

 

 

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Auch die „einfache“ Brettchenrattenfalle kam hier zum Einsatz.

Es ist wichtig, dass die Falle eine starke Feder besitzt.

Würde die Ratte einer schwachen Falle entkommen, so würde sie sofort fallenscheu.

Durch die Wucht der Falle wird das Mehl bis in eine Höhe von ca. 25 cm geschleudert.

Nur solche Fallen sind tauglich.

 

 

 

 

 

 

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Zusätzlich verwendete ich noch die leider nicht mehr im Handel erhältliche Augsburger Rattenfalle von Friedrich Wolf.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Jungratten, welche in diesem Komposthaufen noch gefangen wurden.

Es ist natürlich ein absoluter Wahnsinn, wenn Menschen Laborratten in der freien Natur aussetzen, welche sich hernach mit wildlebenden Wanderratten vermischen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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