Der Bau steht teilweise unter Wasser, jedoch die Wühlmaus lebt.

 

Nach starken Regenfällen, wobei hernach das Wasser auf der Wiese steht, ja da könnte man zumindest meinen, dass die Wühlmaus sicher ertrunken ist. Dem ist aber nicht so. Diese und jene Wühlmaus mag vielleicht ertrinken, der Großteil wird jedoch überleben. Die Wühlmaus ist im Stollenbau ein Meister. Irgendwie schafft sie es immer ihr Fell ins Trockne zu retten.

 

Um dies nun zu testen, so habe daher vor einem Wetterumsturz einen Bau an zwei Orten hintereinander geöffnet um zu beobachten, wie schnell die Wühlmaus diese beiden Öffnungen vor einem Wetterumschwung wieder verschließt. Der Vorgang verlief aber etwas anders als ich es mir dachte. Das Tier kam zwar in kürzester Zeit an eine der beiden Öffnungen zur Kontrolle, jedoch verschlossen hat sie unmittelbar danach keinen der beiden Orte. Die komplette Schließung eines geöffneten Ganges erfolgte während der Nachtstunden, wobei die zweite Gangöffnung nur leicht angewühlt wurde. Vermutlich stieg das Wasser durch den darauf folgenden Regen zu schnell an und das Tier verschanzte sich im Bau an einem trocknen Ort. Die zweite Öffnung wurde daher erst nachdem sich das Wasser zurückzog am übernächsten Tag endgültig verschlossen.

 

Der Test bei einem einzigen Wühlmausbau vorm Wetterumsturz.

 

 

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01.03.2011

Das erste Loch im Gangsystem wurde geöffnet und sauber gereinigt.

Der Gangboden ist an dieser Stelle recht feucht.

 

 

 

 

 

 

 

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Keine drei Minuten und schon äugte die Arvicola terrestris aus dem Bau.

Dieser Vorgang dauerte jedoch keine 5 Sekunden.

Sie verschwand und tauchte nicht mehr auf.

Ich wartete noch eine gute Stunde an dieser Stelle, jedoch ohne Erfolg.

 

 

 

 

 

 

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Das zweite Loch im selben Gangsystem wurde geöffnet.

An dieser Stelle kam die Wühlmaus jedoch nicht zum Vorschein.

Nach einer Stunde gab ich auf.

 

 

 

 

 

 

Nach dem Wetterumsturz.

 

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02.03.2011

Das Loch an jener Stelle wo sich die Wühlmaus blicken ließ wurde zur Gänze abgewühlt.

Die Erde ist jedoch wegen der schweren Niederschläge während der Nacht extrem Nass.

 

 

 

 

 

 

 

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Die zweite Gangöffnung wurde zwar leicht angewühlt, blieb jedoch offen.

Vermutlich stieg das Wasser zu rasch an und die Wühlmaus floh an einen sicheren Ort nach innen.

Dieses Bild lässt vermuten, dass die Maus vielleicht ertrunken ist.

 

 

 

 

 

 

Nachdem das Wasser versickerte.

 

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03.03.2011

Mit dem Verschwinden des Wassers wurde die Wühlmaus wieder aktiv.

Sie verschloss das Gangsystem mit einer Verspätung von mindestens 36 Stunden.

Aber das Tier lebt.

 

 

 

 

 

 

Ich glaube, dass Tier ist tot.

 

Dieser Test zeigt uns, dass das Wort „i glaub (ich glaube)“ zumindest bei der Fallenjagd keinen Wert hat.

Ein kluger Fallensteller wird sich daher immer nur auf Fakten verlassen und der Sache eisern auf den Grund gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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