Ein todbringendes Versteck.

 

Als vor längerer Zeit der Elektrikermeister Günter Elsensohn bei einem Gebäude Reparaturen durchführen sollte, so traute er seinen Augen nicht. Er fand an einer Mauerecke zahlreiche Styroporschnipsel lose am Boden liegen. Im ersten Moment konnte er sich die Ursache dafür nicht erklären, aber bald erkannte er den dafür zuständigen Übeltäter.

Zwischen der Mauer und dem Schutzblech klemmte eine tote Ratte. Das Tier hatte jedoch einen grauenvollen Tod erlitten, denn es ist beim Versuch sich einzunisten zwischen einen verhängnisvollen Spalt gerutscht und hierbei verstorben.

Das Tier ist allerdings nicht etwa beim ersten Eindringversuch ums Leben gekommen. Nein. Es hatte inzwischen schon bei mehreren Versuchen aus dem hinteren Bereich des Bleches das zahlreich am Boden liegende Styropor herausgescharrt. Möglicherweise wäre auch alles gut gegangen, wenn halt nicht der todbringende „Abrutscher“ gewesen wäre. Aus diesem von oben nach unten immer schmäler werdenden Spalt, konnte sich die Ratte nicht mehr befreien.

Warum sich das Tier hier einnisten wollte ist mir nicht klar. Die Blechkanten sind extrem scharfkantig und bieten zwischen Mauer und Blech nur im rechten oberen Eck einen Durchmesser von 4cm zum Einschlüpfen. Für eine große Ratte ist allerdings so ein Loch schon recht knapp bemessen. Und diese Ratte war nach unserer Berechnung recht groß. Das Tier musste mindestens eine Gesamtgröße von 38cm haben. Es war uns auch nicht möglich die Ratte aus dieser verzwickten Situation heraus zu holen in welcher sie noch heute hängt. Wir hätten sie sage und schreibe mit dem Messer am Blechrand abschneiden müssen. Allerdings wurde dieser Bereich inzwischen komplett verbaut und die Ratte ist nicht mehr sichtbar.

 

 

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Herr Elsensohn fand diese zahlreichen Styroporschnipsel und suchte nach der Ursache.

Aus diesem Blickwinkel ist die tote Ratte noch nicht ersichtlich.

 

 

 

 

 

 

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Jedoch genügte ein kurzer Blick unter den Mauernvorsprung.

Der Übeltäter welcher sich einnisten wollte rutschte in diesen verhängnisvollen Spalt zwischen Blech und Mauerwerk.

Ein schlimmer und langsamer Tod, welchen selbst Ratten nicht verdienen.

 

 

 

 

 

 

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Pfeil oben.

Hier im waagrechten Bereich ist ein durchgehender Spalt von genau 2cm bis ans Mauerwerk.

Runder Kreis.

Hier befindet sich ein Durchmesser von ca. 4cm, welchen die Ratte zum Einschlüpfen benützen wollte.

Pfeil seitwärts.

Der senkrechte Spalt hat im oberen Bereich 2cm und verläuft nach abwärts auf wenige Millimeter.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Die Wanderratte rutschte von der Oberkante genau 12cm abwärts, bis ihr quasi die „Luft“ ausging.

 

 

 

 

 

 

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Der Rattenschwanz hat bei diesem Tier exakt 18cm

Geht man davon aus, dass der Oberköper mit Kopf ca. 20cm hat, so wäre die Gesamtlänge des Tieres ca. 38cm

Es handelte sich hierbei also schon um ein recht starkes Tier.

 

 

 

 

 

 

Solch ein Schicksal wie bei dieser Wanderratte ist jedoch kein Einzellfall.

Mir sind mehrere Berichte bekannt, wo zum Beispiel des Besitzers Hauskatze beim Einklettern eines gekippten Fensters abrutschte und hernach in dieser „Schere“ jämmerlich ums Leben kam.

Die Besitzer sind hernach fassungslos, denn deren „Murli oder Muzi“ ist ja jeden Tag diesen Weg gegangen und nie ist was passiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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