Den Rattenbefall erkennen und wie viele Tiere können es danach sein.

 

Wenn jemand Ratten festgestellt hat, so sollte er sich nicht am erstgefangen Tier erfreuen sondern überlegen, wie viele dieser Nagetiere könnten eigentlich noch am Orte sein.

Dies ist von Fangplatz zu Fangplatz ganz verschieden. Es kann sich je nach dem vom Einzeltier bis zur „Großfamilie“ hindurch ziehen. Der Fallensteller sollte also die Tiere nicht beunruhigen, sondern Stück für Stück gemächlich weg fangen.

Bemerkt der Fänger das die Ratten einen gewissen Respekt vor der Falle bekommen, (wer lässt sich auch schon gerne umbringen) so setzt er die Fangjagd für ein paar Tage aus, entspannt die Falle und beködert das Fanggerät reichlich mit guter Ware, damit die Tiere diese Leckereien ohne Gefahr holen können. Diese Taktik verwendete ich schon öfters und ich habe dadurch immer noch den gewünschten Enderfolg erreicht. Der Fallensteller soll sich ja nicht einbilden, dass er den Erfolg mit Ungeduld und Gewalt erzwingen kann. Gut Ding braucht Zeit, so heißt die Devise.

 

Bei dieser hier gezeigten Serie wurden 2 Alttiere und 13 Jungtiere gefangen. Der Fang ging recht reibungslos über die „Bühne“ da ich das Glück hatte, die beiden Alttiere schon am ersten Tag zu erlegen. Die Jungtiere gingen hernach problemlos in die Wina Rattenfallen. Ich verwendete zum Fang dieser 15 Ratten nur zwei Fallen. Dies ist natürlich immer ein Risiko, da ja die nachkommenden Tiere den toten Artgenossen noch zur Ansicht bekommen. Vermutlich ist die eine oder andere Ratte sogar beim Auslösen der Falle direkt anwesend und erlebt den Tod des „Geschwisters oder Partners“ mit. Besser wäre sicherlich, wenn man vielleicht 10 Fallen gleichzeitig zum Einsatz bringen würde. Es heißt ja, „Viele Hunde sind des Hasen Tod“. Na ja. Wer rechnet auch schon mit so einer hohen Anzahl in einem eher kleinen Gebäudekomplex.

Diese hier beschriebene Rattensippe war jedoch nicht wirklich fallenscheu. Es gab lediglich nur zwei kürzere Aussetzer, wobei ich hierbei meine altbewährte Taktik anwendete. Die Tiere neigten auch nicht zu Kannibalismus, wobei mindestens 4x der Hauptköder über dem bereits getöteten Tier im Nachhinein herunter gefressen wurde. Ich habe bei dieser Jagd die beiden Wina Fallen im linken und im hinteren Bereich des Containers gestellt.

 

Sache ist. Schluss ist erst dann, wenn kein Köder mehr verschwindet.

 

 

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Seitenansicht.

Diese grünen Container haben im unteren Bereich ein Loch, damit bei der Reinigung das Wasser ablaufen kann.

Dieses Loch haben sich die Wanderratten zunutze gemacht, um im Innenraum nach „Fressbaren“ zu suchen.

Das erste Anzeichen ist immer der darunter liegende zerkleinerte Restmüll.

 

 

 

 

 

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Vorderansicht.

Diese eher unbedeutenden Restmüllbrösel verrieten die Anwesenheit der Wanderratten.

Somit war ihr Tod besiegelt.

Es wäre in einem Betrieb unverantwortlich solch etwas zu dulden.

 

 

 

 

 

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Eine der beiden Wina Rattenfallen samt Umrandung.

Der Hauptköder ist bei dieser Falle eine weiße Milkaschokolade.

Die Vorköder sind hierbei ein paar Salamiblättchen.

 

 

 

 

 

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Nach dem Scharfstellen wird der Container wie üblich an seinen Platz gestellt.

Die gut duftenden Salamischeiben locken die Ratten an die richtige Stelle.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

 

 

 

 

 

 

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Je ein Alttier wurde am 22.06.2009 in der Früh und am Abend gefangen.

Das linke Tier hat eine Gesamtlänge von 38,5cm.

Das rechte Tier hat eine Gesamtlänge von 40,5cm.

 

 

 

 

 

 

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23.06.2009

Ein weibliches und ein männliches Jungtier in der Falle.

Der Hauptköder ist auch hierbei eine braune und eine weiße Schokolade.

 

 

 

 

 

 

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14.07.2009

Das 13te und somit letzte Jungtier aus dieser Rattensippe.

 

 

 

 

 

 

Der Fang verlief wie folgt:

 

1+2    Die beiden Alttiere am 22.06.2009 – – Gesamtlänge 38,5cm und 40,5cm

3+4    Ein weibliches und männliches Jungtier am 23.06.2009 – – Gesamtlänge 19cm und 20cm

5        Ein weibliches Jungtier am 24.06.2009 – – Gesamtlänge 18cm

6        Ein männliches Jungtier am 25.06.2009 – – Gesamtlänge 19,5cm

7+8    Ein weibliches und männliches Jungtier am 26.06.2009 – – Gesamtlänge 18cm und 20cm

9        Ein männliches Jungtier am 27.06.2009 – – Gesamtlänge 19,5cm

10      Ein weibliches Jungtier am 28.06.2009 – – Gesamtlänge 19,5cm

11      Ein weibliches Jungtier am 04.07.2009 – – Gesamtlänge 22cm

12      Ein männliches Jungtier am 06.07.2009 – – Gesamtlänge 22cm

13      Ein männliches Jungtier am 07.07.2009 – – Gesamtlänge 22cm

14      Ein weibliches Jungtier am 09.07.2009 – – Gesamtlänge 24cm

15      Ein weibliches Jungtier am 14.07.2009 – – Gesamtlänge 22cm

 

Es wurden ausschließlich der beiden Alttiere insgesamt 7 weibliche und 6 männliche Jungratten aus diesem Wurf gefangen.

 

Vom ersten Jungtier bis zum letzten Jungtier variiert der Unterschied zur Gesamtgröße schon um mehrere Zentimeter.

Man kann also davon ausgehen, dass die Tiere bei normaler Lebensweise in ca. 10 Tagen so an die 2 – 3cm an Körperlänge zulegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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