Der Erfolg von Wanderratten erschießen ist nur von kurzer Dauer.

 

Ratten mit einem Luftdruckgewehr nachzustellen, fällt wohl auch hier unter die Spalte „Zeitvertreib“.

 

So lange die Ratten nichts von ihrem Hausherrn zu befürchten haben, sind sie ja recht zutraulich und zum Teil auch extrem frech. Sie können dem Stallbesitzer regelrecht zwischen den Beinen herumtanzen. Besonders bei der Tierfütterung sind sie pünktlich zur Stelle.

 

Diese Aufdringlichkeiten gingen einem Landwirt schließlich auf die Nerven und er trat mit der Bitte an mich heran, dass ich die Ratten erschießen sollte. Ich war zwar nicht überzeugt dass es funktioniert, aber wir machten trotzdem einen Termin aus. Wir trafen uns zum besprochenen Zeitpunkt vor dem Stallgebäude und ich brachte ein Luftdruckgewehr mit. Ich band beim Gewehrlauf mit Kabelbindern eine starke Stabtaschenlampe fest. Wir betraten den Stall und siehe da, die Ratten warteten schon auf ihr „Herrchen“. Teilweise saßen sie in der Höhe auf einem Querbalken. Da ich mit dem Besitzer den Stall betrat, kam den Ratten nichts Verdächtiges vor. Ich konnte mir sogar das erste Opfer aussuchen. Ich jubelte innerlich, denn so leicht stellte ich mir diese Aktion nicht vor. Ich knipste mir noch zusätzlich die Lampe am Gewehrlauf an und suchte mir eine Ratte auf dem Querbalken aus. Alles war ruhig den die Ratten fühlten sich in keiner Weise bedroht. Auch kannten sie das Loch noch nicht, dass auf sie gerichtet war. Die Spannung war zum Zerreißen. Ich zielte und drückte auch schon ab. Es knallte und die getroffene Ratte fiel Richtung Boden. Noch ehe diese Ratte auf dem Boden aufklatschen konnte, waren die restlichen Wanderratten mit einem Schlag verschwunden. Das spielte sich alles in Sekundenbruchteilen ab. Es war nur noch ein gewisses Munkern von den geflüchteten Ratten zu hören. Obwohl es mir gelang dass Alpha Tier herauszupicken, war in den darauf folgenden Stunden keine Ratte mehr zu sehen. Das ging auch die darauf folgenden Tage so weiter.

 

Der Landwirt erzählte mir später einmal, dass jedes Mal sobald er den Stalltürschlüssel umdrehte, ein Springen der flüchtenden Ratten zu hören war. Es war also kein Sichtkontakt mehr möglich.

Die weiteren Schritte welche der Landwirt nachher unternahm, sind mir leider nicht bekannt.

 

Es wäre aber in diesem Fall sicher besser gewesen, den ersten Schub der Ratten mit Wippfallen abzufangen und den Rest mit Schlagfallen zu liquidieren.

 

Auf jeden Fall war im diesem Stall der erste Schuss bereits zuviel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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