Wie kann ich hartnäckige Ratten aus meinem Haus fernhalten?

 

Es gibt immer wieder äußerst freche Ratten, die sich einfach nicht vertreiben lassen. In den meisten Fällen liegt es daran, weil man mit diesen Tieren zu zaghaft umgegangen ist. Sie werden oft aus falsch verstandener Tierliebe geschont, „denn sie sind ja so putzig“. Dass Ratten aber gefährliche Krankheiten auf Mensch und Tier übertragen können, wird dabei einfach ignoriert. Wenn nun solche Ratten an ihre Umgebung gewohnt sind und ihnen sozusagen „nichts blüht“ (passiert), werden sie sich immer wieder ihren Weg bahnen, den sie für sich in Anspruch nehmen. Sie werden auch zu betonierte Löcher wieder öffnen, nur damit sie den gewohnten Weg wieder belaufen können. Bauschaum, wie er heute vielfach verwendet wird, ist für Rattenzähne kein Problem. Da könnte man doch gleich Papier hineinstopfen. Was tut aber ein Mensch, der aus welchen Gründen auch immer eine Ratte nicht fangen will, sie aber doch aus seinem Haus zurückhalten möchte? Tja, da fällt mir nur noch eine Möglichkeit ein. Er opfert ein paar feine Trinkgläser. (Keine dicken Gläser!!). Man kauft sich also die dünnwandigsten Gläser ein. Zerschlägt diese in einem stabilen Sack. Die Gläser sollten aber nicht in zu kleine Stücke gebrochen werden. Danach stopft man, am besten mit Handschuhen, den Ratteneinschlupf mit diesen Scherben voll. Anschließend kann das Loch noch mit Gips oder Beton ganz verschlossen werden. Man könnte auch scharfe Metallspäne von einer Drehmaschine anstatt des Glases verwenden. Ich würde Glas vorziehen, denn es ist in jedem Haushaltsgeschäft erhältlich. Diese Angaben gelten jedoch nur, wenn Ratten sich schon den Weg in das Haus oder Stall gebahnt haben und ich diesen Einschlupf von innen nach außen verschließen möchte.

Warum gerade Glas?. Zwei gute Bekannte von mir konnten so ihr Rattenproblem lösen. Ich persönlich wende solche Methoden nicht an. Bei mir haben gute Schlagfallen immer den Vorzug

 

Wie schütze ich nun aber mein Haus oder Stall, damit Ratten erst gar nicht in Versuchung kommen einzuziehen.

Also im Stall wird es schwierig. Aber man kann natürlich auch hier den Zuzug von Ratten erheblich bremsen. Am Abend sollten zum Beispiel im Hühnerfreilauf die nicht ganz ausgefressenen Futterschüsseln in einen verschließbaren Kasten gestellt werden. Es sollten sowieso nur so viele Körner wie nötig dem Geflügel hingestellt werden, denn sollten diese Tiere satt sein, kann das eine oder andere Huhn den Rest durch Langeweile mit den Füßen heraus scharren. Das bleibt dann unter Umständen über Nacht liegen. Das Hühnerfutter sollte in geschlossenen Truhen aufbewahrt werden. Beim Herausnehmen dürfen auch keine Körner verstreut werden. Den Schweinen sollte man auch nur die nötige Ration zukommen lassen, da sonst der Sautrog eine Sammelstelle für Ratten wird. Jeder Landwirt sollte sich ein paar Katzen halten, aber nicht im Wohnzimmer oder Küche. Sie müssen also im Stall schlafen können. Es kann ihnen ja eine Obststeige mit einer Decke gerichtet werden. Ich habe Katzen gesehen, die direkt auf der Sau schliefen, oder zwischen den Kühen. Besonders von Ratten gefährdet sind Hasenställe. In diesen bleibt oft ein Restfutter liegen und sollten sich hier Ratten einen Einschlupf geschaffen haben, besteht sogar die Gefahr, dass sie die Junghasen verschleppen. Hier sollten immer wieder die Bretter des Stalles auf eventuelle Rattenlöcher untersucht werden. Wird also in Tierhaltungen das Restfutter gut verwahrt, so ist den Ratten schon die Grundbasis genommen. Ich kenne Bauernhöfe, da gibt es einfach keine Ratten. Da wird aber auch sauber „gewirtschaftet“. Auch bei diesen rattenfreien Bauernhöfen ist den ganzen Tag über die Stalltüre offen und es gibt dabei kein Problem. Es ist eh ganz klar. Je mehr Unrat ich herum liegen habe, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ratten ansiedeln.

 

Ums eigene Haus herum wäre es da schon bedeutend einfacher, sich vor Ratten zu schützen.

Ich habe einmal einen Spruch von Albert Einstein gelesen und der lautete, „Die Dummheit des Menschen und das Universum sind grenzenlos“. Wenn ich unterwegs ins Geschäft bin, oder nur einen Spaziergang mache, kommt mir immer wieder dieser Spruch in Erinnerung. Was man da alles bei verschiedenen Häusern auf den Komposthaufen liegen sieht, haut ja dem besten Fass den Boden raus. Ich will hier nur eine ganz kurze Liste von diesen Dingen anführen. Ganze Schinken, angeschnittene Wurststangen, komplette Mittagessen, Brotwecken, Nudeln, Nüsse, Kekse, Gebäck und vieles mehr. Es ist einfach haarsträubend, was auf so einem Komposthaufen landet. Alle diese Dinge sollten nicht auf dem Komposthaufen geworfen werden. Dass sich hierbei Ratten einnisten, ist ja vorauszusehen. Da muss ich nicht einmal Hellseher sein. Nun wird dieser Haufen Unrat aber nicht direkt vor der eigenen Haustüre gelagert, sondern oftmals an des Nachbarn Grenze. Somit wird dieser gleichzeitig auch mit Ratten beglückt, auch wenn dieser keinen Komposthaufen angelegt hat. Die Ratten suchen sich natürlich den besten Unterschlupf und dieser liegt vielleicht gerade beim Nachbarn seinem Holzstoß. Es ist daher sicher notwendig, dass rund ums Haus eine „gewisse Ordnung“ herrscht. Alles Gerümpel, das den Ratten als Deckung dienen könnte und vom Menschen nicht mehr in Verwendung ist, sollte entsorgt oder in einen verschließbaren Schuppen geräumt werden. Mit der Sauberkeit ums eigene Haus wird auch hier wiederum der Wanderratte die Basis zum Einnisten genommen. Es kommt natürlich hin und wieder vor das Wanderratten auch gepflegte Anwesen aufsuchen. In der Regel halten sie sich aber hier nicht lange auf, da sie hier kein „behagliches Heim“ vorfinden. So ziehen sie geschwind wieder weiter, bis sie ihren passenden Platz finden.

Es sollte natürlich auch von jedem Hausbesitzer gelegentlich einmal eine generelle Kontrolle ums Haus gemacht werden, ob auch wirklich noch alles dicht ist. Ratten könnten ja irgendwo an der Isolierung ein Loch gebissen haben und sich so einen Zugang ins innere des Hauses verschafft haben. Solche Löcher sollten natürlich nicht mit Bauschaum sondern gleich mit Beton verschlossen werden.

Es ist aber auch durchaus möglich dass sich einmal eine Ratte durchs offene Kellerfenster ins Haus verirrt. Das sind in der Regel aber eher Einzelfälle. Diese kann man danach gezielt mit der Rattenfalle bekämpfen. Eine einzelne Ratte zu bekämpfen ist absolut kein Problem. Es kommt ja schließlich keine zweite Ratte mehr nach, die aus dem ersten Totfang was lernen konnte.

Es kommt auch hin und wieder vor dass Ratten durch Kanalanschlüsse beim Beton oder Kunststoffrohr durch eine Toilette ins Gebäude eindringen. Sie kommen durch das Rohr bis zum hinteren Ende der Toilette und tauchen danach bei dem mit Wasser gefüllten Siphon einfach durch. Diese Fälle sind mir nur vom Hörensagen bekannt. Besuche dieser Art werden aber eher in den unteren Wohnräumen stattfinden, wo das Gefälle der Kanalrohre nicht zu stark ist. Höher gelegene Etagen kann selbst die beste Ratte durch so ein feuchtes glitschiges Rohr kaum erreichen. Bei einem solchen unangenehmen Vorkommnis sollte man den Installateur zur Hilfe rufen. Dieser kann vermutlich so einem Besuch durch eine Klappe am hinteren Teil der Toilette verhindern. Für manchen Menschen wäre es sicher der Schock des Lebens, wenn plötzlich eine Ratte unterm Allerwertesten auftauchen würde.

Bei Obstbäumen, die direkt an der Hauswand hoch gezüchtet werden, kann es vorkommen, dass man von einem Rattenbesuch nicht sicher ist. Ich kenne persönlich einen solchen Fall. Die Ratte kletterte hier an einem an die Hauswand gezüchteten Apfelbaum nach dem Geäst in den ersten Stock. Danach übers Fensterbrett auf den Vorhang und von dort auf die Vorhangstange. Da die Besitzer noch nicht eingeschlafen waren, hörten sie natürlich das Geräusch. Nachdem sie das Nachtkästchenlicht einschalteten, sprang die Ratte mit einem Satz auf den Fußboden, sauste kurz verwirrt im Schlafzimmer herum und entfloh durch das offene Fenster. Da gerade Hochsommer war, waren die Vorhänge komplett zur Seite geschoben. Diese Ratte wurde zwar nie wieder gesichtet, aber auch nie gefangen.

Man könnte fast sagen: „Alle kamen mit dem Schrecken davon“.

 

 

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Ein sauberer Schutz gegen Mäuse und Ratten.

Jeder Mensch sollte Luftschächte auf diese Art unzugänglich machen.

 

 

 

 

 

 

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Anhand dieser abgelaufenen Fläche ist zu erkennen, dass sich im Gebäude Ratten eingenistet haben.

 

Diese Welleternit – Platte sollte erneuert werden.

Der Pfeil von oben deutet auf die Laufspur.

Der Pfeil unten deutet auf die unbelaufene Fläche.

 

 

 

 

 

 

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Was nützt die beste Welleternit – Platte, wenn sich wie hier ein Pflasterstein gesenkt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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