Die Wühlmaus mit dem Spaten herausschlagen.

 

Im Herbst wenn die Wühlmaus fleißig ist und das Gras nur noch recht spärlich wächst, kann man mit etwas Glück die Tiere unter ihrer Wühltätigkeit mit dem Spaten herausschlagen. Man benötigt natürlich ein gutes Auge dazu und vor allem sollte man nicht wie ein Ross über die Wiese gehen. Ruhe ist angesagt. Man geht daher auf „leisen Sohlen“ auf die Suche.

 

Diese Serie habe ich so wie ich es oft erlebte nachgestellt, denn das Herausschlagen ginge viel zu schnell und ein Fotograf käme wahrscheinlich nicht einmal zum Abdrücken. Selbst die tote Wühlmaus stammt nicht von diesem Einsatz. Ich habe sie zu diesem Anlass schon Stunden vorher mit der Bayrischen Drahtfalle gefangen.

 

Damit der Leser den Vorgang und das Endergebnis auch richtig verstehen kann, so werden von mir die Bilder genau beschrieben. Bei der Arbeit mit dem Spaten weiß man nämlich nie genau, was schlussendlich wirklich passiert.

 

Erfolg und Misserfolg liegen bei der Jagd mit dem Spaten hierbei sehr nahe. Außerdem ist es für einen Anfänger auch ein gewisser „Nervenkitzel“. Man weiß bei so einer Jagd nämlich nicht, wo die Wühlmaus nun tatsächlich sitzt.

 

 

Bildserie erstellt am 22.10.2006

 

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Diesen Spaten besitze ich schon über dreißig Jahre.

Ich habe ihn 1975 nach dem Abrüsten beim österreichischen Bundesheer um 25 Schilling gekauft.

Es handelt sich hierbei um eine erstklassige Qualität die schon vielen Mäusen das Leben kostete.

Dieser Spaten ist mein ständiger „Begleiter“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jagd mit dem Spaten.

 

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Ich begebe mich auf die Suche der Wühlmaus. Es ist 17,00 Uhr

Bei diesem mageren Graswuchs wird man jetzt im Oktober schnell fündig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schon nach wenigen Schritten stoße ich auf den ersten Bau.

Dieser kleine Haufen der Wühlmaus ist noch keine Stunde alt.

Daneben befindet sich ein etwas größerer Wühlmaushaufen.

Dieser dürfte ca.6 Stunden alt sein.

An dieser Stelle führe ich das Herausschlagen vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ist der Platz nun „aktuell“, so geht man ruhig zur befallenen Stelle und stellt sich breitbeinig hin.

Man benötigt einen festen Stand, damit man den Schlag nicht „verreißen“ kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Punkt an dem der Spaten eingeschlagen wird, wird zur Probe ein paar Mal anvisiert.

Man sollte den Schlag hernach ohne ein langes Nachzudenken ausführen können.

Nach dem Anvisieren lehnt man die Ellenbogen bei den Oberschenkeln auf und entspannt sich.

Man wartet ruhig und möglichst gelassen auf das „Stoßen“ der Wühlmaus.

Es können mitunter bis zu zehn Minuten verstreichen, denn die Wühlmaus lässt sich nicht Bitten.

Geduld ist also angesagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bei der geringsten Bewegung des kleinen Erdhügels wird der Spaten sofort ca.10cm dahinter mit voller Wucht eingeschlagen.

Der Spaten muss möglichst tief hinter der Maus in den Boden eindringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Rasenstück wird mit einem schnellen Schwung herausgerissen.

Und zwischen den Beinen durchgeworfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Je nach Schwung fliegt der Wasen so zwischen 1 – 2 Meter zurück.

 

 

 

 

 

 

Wie kann nun also nach einem Spatenhieb das „Endergebnis“ aussehen???

 

Dazu gibt es vier verschiedene Möglichkeiten.

 

Erste Möglichkeit.

 

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Das Loch ist leer.

Man hat vielleicht die Nerven verloren und daneben geschlagen.

Vielleicht hatte man ganz einfach „Pech“.

Die Wühlmaus hatte in diesem Fall Glück.

 

 

 

 

 

 

Zweite Möglichkeit.

 

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Die Wühlmaus wurde durch die Wucht des Schlages sofort getötet und gleichzeitig mit dem Wasen nach hinten geschleudert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dritte Möglichkeit.

 

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Die Wühlmaus wurde herausgerissen, hat aber überlebt.

Das Tier wird mit der Schneide oder mit dem Rücken des Spatens sofort getötet.

Es wird bei diesem Vorgang nicht „gespielt“.

Das Tier wird kurz und schmerzlos getötet!!

 

 

 

 

 

 

 

Vierte Möglichkeit.

 

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Die Wühlmaus wird in der Körpermitte durch die Schneide des Spatens getrennt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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In der Regel liegt hernach der abgeschlagene Oberkörper des Tieres beim Wasenstück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht des abgetrennten Oberkörpers.

Durch die Geschwindigkeit wird der Spaten zu einem scharfen Messer.

Diese Wühlmaus hat hier einen sauberen Durchschnitt.

Solch ein Tier ist auf der Stelle tot.

 

 

 

 

 

 

 

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Hier noch einmal die genaue Ansicht.

Die sterblichen Überreste werden entweder den Raben, dem Fuchs oder der Katze gefüttert.

Selbst gute Katzen fressen solche Wühlmäuse.

 

 

 

 

 

 

 

Welche Erdhügel kommen zum Wühlmausausschlagen eventuell in Frage.

 

Dazu verschiedene Bilder.

 

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Dieser Hügel ist ca. 2 – 3 Stunden alt.

Hier zu warten wäre natürlich Unsinn.

In diesem Bereich des Baues wird die Wühlmaus früher oder später wieder tätig.

 

 

 

 

 

 

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Bei diesem Hügel war die Wühlmaus an dieser Stelle vor kurzem aktiv.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Wühlmausaktivitäten.

 

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Bei dieser Aufnahme, siehe Kreis, war die Wühlmaus gerade aktiv.

Es wäre ein leichtes gewesen sie in diesem Augenblick zu töten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser hier im Kreis befindliche Erdhaufen bewegte sich während der Aufnahme.

Im unteren Teil des Bildes ist noch die Traktorspur vom Vortag zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

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Auf dem ersten Blick könnte man meinen, dass es sich hierbei um einen Maulwurfhaufen handelt.

Es ist jedoch ein klarer Wühlmaushaufen.

Bei einem der beiden hinteren Erdhaufen könnte man die Wühlmaus möglicherweise herausschlagen.

Der vordere Erdhügel ist bereits einen Tag alt.

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser Erdhügel ist nicht mehr neu.

Allerdings ist er recht groß.

Wahrscheinlich könnte man an dieser Stelle die Vorratskammer der Wühlmaus ausgraben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Wühlmaushaufen hat eine Gesamtlänge von ungefähr 60cm.

Besonders im Herbst sind solch große Hügel auffallend oft zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Abschluss noch dieses Bild.

 

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Bei diesem Erdloch wäre es vergeudete Zeit etwas zu unternehmen.

Das offene Loch verrät, dass sich eine Katze diese Wühlmaus bereits geholt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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