Der Wühlmausfänger muss sich dem „Klima“ anpassen.

 

Es ist nun leider einmal so, dass sich die trockenen Wochen ohne Regenfall auffallend wiederholen. Ich stelle dies schon mehrere Jahre hindurch fest. Wenn es mehrere Wochen oder gar einen Monat nicht regnet, dann wird die sonst so weiche Erde zu Stein und bekommt breite Risse. Ich habe hierbei schon bis zu vier Zentimeter breite Risse gemessen.

Will man nun in so trocknen Zeiten die Wühlmäuse bekämpfen, so bekommt man natürlich ein Problem. Es lässt sich der „normale“ Suchstock nicht mehr richtig einsetzen. Der Suchstock ist aber sehr wichtig, da man ja die Gänge der Tiere orten muss.

Um also problemlos die harte Erde durchstoßen zu können, so muss man die Größe der Suchspitze auf ein Minnimalmaß reduzieren.

Ich persönlich kann hierbei nur den Wühlmaussuchstock vom Fallenhersteller Malevez Jean aus der Schweiz empfehlen. Das Gerät ist aus rostfreiem Stahl und an der Spitze gehärtet. Der Suchstock ist zwar nicht billig, aber was ist schon billig? Ich persönlich würde nie ein billiges Klumpert kaufen.

Wie heißt es so schön. Wer ein billiges Klumpert kauft zahlt unter Umständen zwei Mal.

 

Bildserie nach fünfwöchiger Trockenheit am 02.05.2007 erstellt.

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

02.05.2007

Nach dem ersten Grasschnitt zeigt sich das Ausmaß eines regenfreien Monats.

Am besten sieht man die Risse an den „alten“ Wühlmaushaufen.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Risse sind zum Teil 4 cm breit.

Trotz dieser bedenklichen Klimaänderung verzichtet keiner auf sein geliebtes Auto.

Ein gerne geäußerter Spruch – „Klimaänderungen gab’s ja schon immer“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich begebe mich mit einer TopCat Falle und meinen beiden Suchstöcken auf die „ausgedörrte“ Wiese.

Es handelt sich hierbei um zwei Suchstöcke welche ich nicht selber gebaut habe.

Den roten Eisenstock erhielt ich vom sehr erfahrenen Vorarlberger Wühlmausjäger Walter Gries.

Den Chromstahlstock erhielt ich von meinem Freund und Fallenhersteller Malevez Jean.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man den Unterschied der beiden Suchstöcke.

Die Spitze des Chromstahlstockes hat einen Durchmesser von 9mm und der Eisensuchstock

welcher im „Normalfall“ vollkommen ausreichend ist hat einen Durchmesser von 15mm.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich mache hier den ersten Versuch mit dem normalen Suchstock.

Bei normalen Witterungsverhältnissen kein Problem, aber nach über vier Wochen Trockenheit scheitert man damit.

Ich versuche es mit sanfter „Gewalt“, jedoch der Stock droht zu verbiegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich mit dem normalen Stock gescheitert bin, mache ich den Versuch mit dem Chromstahlstock von Jean.

Mit einer geringen Kraftanwendung dringt die 9mm Spitze im Boden ein.

Wirklich verblüffend. Dabei sind nur 6mm Unterschied.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem 9mm gehärteten Stahlspitz also kein Problem, jedoch mit dem 15mm starken Eisenspitz eine „Würgerei“.

Der Fallensteller sollte sich also mindestens zwei verschieden Stöcke zulegen. Sozusagen für jede Situation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich das Wühlmausloch geortet habe, nehme ich diesmal den Lochstecher von Jean und setze eine TopCat Falle.

Normalerweise verwende ich die TopCat ja nur für Spezialaufträge, denn meine Lieblingsfalle ist halt nach wie vor die Bayrische Drahtfalle.

Bei solch ausgetrockneten Böden ist die TopCat natürlich das am leichtesten zustellende Gerät.

Man sollte die TopCat Falle allerdings nur dann im offenen Gelände stellen, wenn man den Fangplatz nicht verlassen muss.

Würde die Falle während der Abwesenheit gestohlen, so wäre dies ein „teuer Spaß“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Umdrehungen und man hat ein sauberes Loch ausgeschnitten.

Auch dieser Lochstecher stammt vom Fallenhersteller Malevez Jean.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wühlmausloch ist recht tief.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Stück Erde wird nicht achtlos zur Seite geworfen, sondern zum Abdichten der Ränder bei der TopCat Falle verwendet.

Wäre der Boden jedoch feucht und weich, so würde dieses Abdichten entfallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Knopf des Suchstockes wird nun die Gangrichtung festgestellt und die hineingefallene Erde etwas festgedrückt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Die Falle wird anschließend dem Gangverlauf angepasst.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die TopCat Falle wird nun im geschossenen Zustand eingeschoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie wird nun festgedrückt.

An und für sich könnte man jetzt schon die Seitenränder der Falle abdichten.

Ich mache dies jedoch meistens zum Schluss.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der linken Hand halte ich die Falle fest und mit der rechten Hand nehme ich den Schlagbügelschieber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Ich schiebe den Schlagbügel nach oben.

Das Halteblatt welches mit dem Auslöser verbunden wird steht nun in die Höhe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

Der leichtgängige Auslöser wird nun auf dem Haltestab, welcher wiederum den Schlagbügel hält fixiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

Die Falle steht nun scharf.

Nun wird die Falle noch an den Seitenrändern am Lochrand wenn nötig mit der ausgestochenen Erde abgedichtet.

Normalerweise drückt man den weichen Wasen etwas an, was jedoch bei solch einem trockenen Boden nicht möglich ist.

Im Notfall kann man auch abgerissene Gräser in die Fugen stopfen.

Nachdem diese Arbeit beendet ist, ist die Falle fangbereit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                  zurück