Bei längerer Trockenheit die Bayrische Drahtfalle schnell und einfach stellen.

 

Mit einer TopCat Falle wäre der Wühlmausfang bei einem ausgetrockneten Boden natürlich am bequemsten, da ja nur ein Loch ausgestochen werden muss und die Falle hernach nur von oben eingeschoben wird.

 

Kann sich nun ein Wühlmausgeplagter Gärtner so eine Falle nicht leisten, so muss er auf eine andere umweltfreundliche Art das Problem lösen. Hierbei kommen zum Beispiel die Bayrische Drahtfalle, die Badische Drahtfalle, die Augsburger Kippbügelfalle oder der Kieferle Schussapparat zum Einsatz. Beim Kieferle Schussapparat sollte man natürlich eine aufgeweichte nasse Erde schon zu Hause vorbereiten, damit man hernach das Gerät auf der Wiese oder im Garten auch wirklich Luftdicht verschließen kann.

 

Ich führe hier zu diesem Thema aber wie üblich meine Lieblingsfalle – die „Bayrische“ vor.

 

 

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Der Wühlmausgang wird hier mit dem Suchstock von Malevez Jean gesucht.

Die Suchspitze hat hierbei exakt 9mm.

Der normale Suchstock mit einer durchschnittlichen 15 bis 18mm starken Spitze ist bei einem extrem harten Boden schon zu breit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nachdem das Wühlmausloch geortet wurde, lasse ich den Stock noch kurz stecken.

Für einen schnellen Einbau der Bayrischen Falle benötige ich hierbei ein Messer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Mit diesem größeren scharfen Messer wird nun der Wasen um den Suchstock viereckig angeschnitten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Anschließend wird der Wasen mit dem Messer angehoben und entfernt.

Das Loch wird hernach auf die Größe der bayrischen Drahtfalle zugeschnitten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hier handelt sich um einen Endgang. Es wird nur eine Falle benötigt.

Der Mausgang wird noch mit den Fingern bestmöglich gerundet und gereinigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Jegliches Erdwerk wird aus dem Gang entfernt.

Die Falle muss sauber stehen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Perfekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eine alte Bayrische kommt hier zum Einsatz.

Die Falle ist hier noch entspannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Bayrische ist hier bereits sehr scharf gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht des Auslösers.

Eine bessere Einstellung ist hier nicht mehr möglich.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Falle wird nun vorsichtig in den Wühlmausgang eingeführt.

Gleichzeitig wird die Falle mit der hinteren gedrehten Feder etwas in den Boden gedrückt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Falle steht stabil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nun wird noch ein Stück Wasen zum Abdecken der Falle benötigt.

Der Wasen wurde von mir mit einem einzigen Hieb ausgeschlagen.

Ein schneller Hieb ergibt hierbei einen sauberen glatten Schnitt.

Auch wenn der Boden trocken ist, es wird eine saubere Arbeit gefordert.

Der Wasen ist an der breitesten Stelle maximal 3cm dick.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Wasenstück wird nun behutsam über die scharfe Falle gelegt und festgedrückt.

Es wird darauf geachtet, dass die beiden Breitseiten und die Vorderseite hierbei Luftdicht abgedeckt sind.

Schon unterm Auflegen wird das kleine Luftloch zum Anlocken der Wühlmaus am Fallenende berücksichtigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Luftloch ist perfekt.

Die Wühlmaus wird nun zielstrebig in die Falle geführt.

Wie üblich wird kein Köder verwendet.

Das Luftloch ersetzt den Köder.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Wühlmaus wird sich zu 99% nur auf dieses Luftloch konzentrieren.

Diese geringfügige Öffnung kostet ihr schlussendlich das Leben.

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer guten Stunde wird die Falle kontrolliert.

 

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Beim Anheben des Wasens ist sofort erkennbar, dass die Falle ausgelöst ist.

Nur gut eingestellte Fallen bringen einen schnellen Erfolg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eine Jungwühlmaus aus dem heurigen Jahr wurde erlegt.

Das Tier hatte keine Chance.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Masse des Tieres und ihr Gewicht.

Kopf / Rumpf = 9,5cm

Schwanz = 4cm

Gesamtlänge = 13,50cm

Gewicht gesamt = 28Gramm

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem es sich bei diesem Fang um ein Jungtier handelt, so wird logischerweise die Falle sofort wieder aufs Neue gestellt, denn es könnten noch durchaus 3 Jungtiere und das Alttier im gleichen Gangsystem hausen.

 

Anmerkung.

Guteingestellte Bayrische Drahtfallen bringen selbst kleinste Mäuse zu Fall. Für einen guten Erfolg ist immer der Fallensteller selber verantwortlich. Ist der Fallensteller schlampig, so fängt er schlecht. Ist der Fallensteller jedoch genau und gewissenhaft, so fängt er gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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