Die Bayrische Drahtfalle unter schwierigen Verhältnissen exakt stellen.

 

Die nachfolgende Bildserie entstand am 27.07.2006

 

Manchmal kann es vorkommen, dass das Wetter einfach „verrückt“ spielt. Es kann entweder Wochenlang regnen, oder wie dieses Jahr im Sommer eine Hitze haben, dass einem die Lust an der Wühlmausjagd „vergehen“ könnte. Ja, der heurige Sommer hatte es in sich. Ich bekam beim Fallenstellen ein echtes Problem. Nicht etwa weil es so viele Wühlmäuse gab, nein, der Boden wurde durch die lang anhaltende Hitze so hart wie Stein.

 

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die Wühlmausjagd bei der heurigen Hitzeperiode keine große Freude bereitete.

Der Wühlmausfänger sollte sich aber vor solch schwierigen Einsätzen nicht scheuen, denn dadurch wird sein Können geschärft und verfeinert.

Beherrscht man das Fallenstellen bei jeder Witterung, so kann einem eine Wühlmaus keine Furcht mehr einflößen. Man ist ihr in jeder noch so schwierigen Situation durch die eigene Erfahrung „überlegen“.

 

 

Der extrem trockene Boden im Emser Ried.

 

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Der sonst eher sumpfige Boden trocknete durch die lange Hitzewelle an der Oberfläche total aus.

Es bildeten sich zahlreiche Risse.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hier ein Riss der Länge nach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Boden ist an dieser Stelle steinhart.

Risse von 3 bis 4 cm waren zu dieser Zeit „normal“.

 

 

 

 

 

 

 

Die schwierige Suche nach dem Wühlmausgang.

 

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Bei der Suche nach einem Wühlmausgang scheitere ich schon beinahe mit dem Suchstock.

Normalerweise kann man den Suchstock bei dieser Wiese bis zum Griff hinunterdrücken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Endlich der gesuchte Wühlmausgang.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Öffnen des gefundenen Ganges.

 

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Die Vorarbeit für diesen Fangplatz mache ich mit einem scharfen Messer.

Erst hernach verwende ich den Spaten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Selbst mit dem scharfen Messer hat man hierbei Mühe.

Hätte ich bei dieser Trockenheit den Gang mit dem Spaten aufschlagen, so wäre ein riesiges Loch entstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nach dem „Ausschneiden“ der Erde hebe ich den festen „Klumpen“ mit dem Spaten heraus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Alles ist grob und brüchig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Erde fühlt sich an wie Stein.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lauter solche Bruchstücke kommen zum Vorschein.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Erst in einer Tiefe von ca. 10 cm wird die Erde etwas feucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ich schneide nun den Wühlmausgang auf die Größe der Bayrischen Drahtfalle zu.

Mit den Fingern alleine hat man keine Chance.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nun hole ich die locker gestocherte Erde mit der Hand so gut wie möglich heraus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Erdwerk wird zur Seite geschoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Größe des Ganges passt nun genau für die Bayrische Drahtfalle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Spannen der Bayrischen Drahtfalle.

 

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Ich spanne nun schnell die Bayrische Falle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Für diesen Vorgang benötige ich bei einer „guten“ Falle keine 5 Sekunden.

Die Falle ist sehr scharf gestellt.

Eine leichte Erschütterung kann sie schon auslösen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nahansicht der scharf gestellten Bayrischen Drahtfalle.

 

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Linke Seitenansicht.

So scharf sollte jede Falle gestellt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zur Ansicht etwas gedreht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Schärfer stellen ist nicht mehr möglich.

 

 

 

 

 

 

 

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Ansicht von der Unterseite.

Der Auslöser ist kurz vorm Abrutschen.

Der geringste Druck durch die Wühlmaus löst die Falle aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Und schließlich noch die Ansicht von der rechten Seite.

 

 

 

 

 

 

 

Die Falle wird eingebaut.

 

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Die Falle wird nun behutsam in den Gang geschoben.

Die Berührung an einer feinen Wurzel kann sie schon auslösen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Natürlich könnte man die Falle noch etwas weiter innen einbauen.

Bei solchen „harten“ Bedingungen muss man halt einen Kompromiss schließen.

 

 

 

 

 

 

 

Der Wasen wird ausgeschlagen.

 

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Der Wasen wird mit einem einzigen scharfen Hieb ausgeschlagen.

Muss man öfters nachsetzen, so wird es ein Bröselhaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieses ausgeschlagene Stück ist kein Meisterwerk.

Mit diesem porösen Wasen bin ich nicht zufrieden, aber besser wird es nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Abdecken der Falle.

 

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Ich lege nun den Wasen über die scharf gestellte Falle.

Die Falle wird auch bei solch extremen Situationen möglichst luftdicht am Vorderteil abgedichtet.

Der Luftzug sollte auch hier nur vom Zweifingerspalt kommen und nicht etwa von oben oder von der Seite.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nun fahre ich noch vorsichtig mit den Fingern unterm Wasen in Richtung Fallenfeder.

Dadurch entsteht der notwendige Zweifingerspalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser Zweifingerspalt führt die Wühlmaus in den sicheren Tod.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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