Nicht alle Katzen haben ein gleiches Fressverhalten.

 

Es gibt sehr wenige Katzen, welche die Maus von hinten zu fressen beginnen. In den meisten Fällen beginnen sie beim Kopf des Tieres. In der Regel bleibt hernach der Mäuse – Magen übrig.

Diese hier gezeigte Katze lässt allerdings den Kopf der Maus übrig. Den Magen frisst sie jedoch auf. Dies ist eine besondere Eigenschaft, denn Katzen mögen Wühlmausmägen nur bei einem extremen Hunger.

 

Warum verhält sich dieses weibliche Tier aber so.

 

Das Tier wurde frühzeitig ihrer Mutter entnommen und war als Stubenkatze gedacht. Das Alttier konnte also dieser Jungkatze nie das richtige Mäuse fressen lernen.

Da der Traum von einer Stubenkatze jedoch nicht aufging, so wurde die Katze vom Besitzer unselbstständig außer Haus gelassen. Das Tier wurde zwar gefüttert, allerdings war die Jungkatze den ganzen Tag sich selber überlassen. Wenn jemand warten muss, dann kann jedoch ein Tag sehr lang werden. So was merkt der Mensch natürlich erst, wenn er selber einmal vereinsamt. Er bekommt hernach Depressionen. Das es einem Tier genau so ergehen kann, tja, soweit denken viele Menschen nicht.

 

Fast jeden Tag nach Dienstschluss wurde ich von diesem Tier zuhause erwartet. Ich dachte mir hierbei. Vom Besitzer konntest du ja nichts lernen, aber das „Mausen“ bringe ich dir bei.

Ich holte also eine tote Wühlmaus und war recht erstaunt, dass das Tier nur daran schnupperte. Die Katze konnte mit der Maus nichts anfangen. Sie war nicht in der Lage das Fell der Wühlmaus zu durchbeißen. In so einem Fall muss man halt nachhelfen und ich hackte die ersten paar Wühlmäuse in der Mitte durch. Sieh da, die Katze begann zaghaft die Innereien der Mäuse heraus zu fressen. Gedärme, Magen, Herz ectr. So nach und nach lernte die Katze die Maus mit Haut und Haaren zu verzehren. Bis auf den Kopf. Diesen lässt sie nach wie vor bis zum heutigen Tag noch übrig.

 

Inzwischen ist diese Katze eine brave „Mauserin“ und regelmäßig auf der Nachbarswiese anzutreffen.

 

Der Mensch ist bei einem solchen Fehlverhalten von einem Tier vielfach mitschuldig, aber dennoch meistens unbelehrbar. Er sieht immer nur das kleine niedliche Tier welches er unbedingt haben möchte und welches hierbei vom Alttier oft zu früh entfernt wird. „Bei mir zuhause geht es dem Tierchen ja gut“. Oft sind diese so genanten Stubentiere den lieben langen Tag alleine in der Wohnung eingesperrt. „Man kann ja am Abend immer noch zusammen in den Fernseher schauen“.

Der Mensch sollte aber lieber den Verstand verwenden (soweit einer vorhanden) und den Jungtieren jeglicher Art die Chance geben, dass sich diese selbstständig im Beisein des Muttertieres normal entwickeln können.

Ich kenne nicht nur einen Fall, bei dem die zu früh vom Muttertier entnommene Jungkatze ein extremes Fehlverhalten entwickelte und hernach vom Tierarzt eingeschläfert wurde. Aber wie hat schon der Philosoph Wolfgang Miller gesagt. „Die Geisel der Menschheit ist die Dummheit“.

 

 

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06.09.2008

Diese 14 Wühlmäuse wurden bei einem Fangkurs erlegt.

 

 

 

 

 

 

 

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Nach dem Fangkurs rief ich der „Stubenkatze Franzi“ von meinem Nachbar.

Das Tier hatte bis vor wenigen Wochen noch keinen Kontakt zu Wühlmäusen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser reichlich „gedeckte Tisch“ wird natürlich zuerst beschnuppert.

 

 

 

 

 

 

 

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Franzi ist hierbei wählerisch. „Wer die Wahl hat, hat die Qual“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der „passende Spielpartner“ wurde gewählt.

 

 

 

 

 

 

 

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Auch wenn die Wühlmaus tot und kalt ist. Zuerst wird nach Katzenart gespielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Franzi lässt sich beim Spielen durch nichts ablenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nach ca. 15 bis 20 Minuten.

Das Spiel ist beendet, die Wühlmaus verspeist.

Franzi beschnuppert hier noch einmal den Rest des Bratens, – den Wühlmauskopf.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Überbleibsel, der Wühlmauskopf.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Kopf der Wühlmaus wurde von der Katze hierbei sauber beim ersten Wirbel vom Körper getrennt.

 

 

 

 

 

 

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Mit einem Messer könnte man kaum schöner Arbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

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Seitenansicht.

 

 

 

 

 

 

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Und hier noch ein Blick auf die scharfen Zähne der Wühlmaus.

 

 

 

 

 

 

 

Ich muss immer wieder darüber lachen wenn jemand behauptet, dass eine Katze keine nicht von ihr persönlich getötete Maus fressen würde.

Solche schwachsinnige Aussagen kann ich jederzeit widerlegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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