Der Schussapparat kann bei einer Routineangewohnheit gefährlich werden.

 

Der Mensch neigt zur Leichtfertigkeit, denn wenn er einmal verschiedene Arbeiten mehrfach mit Erfolg erledigt hat, schleicht sich die so genante gefährliche Routine ein. Alles läuft dann schon mechanisch ab. Das beginnt schon beim Haustüre zusperren. Es sind Dinge, bei denen man nicht mehr denken muss, weil, „das macht man ja im Schlafe“. Und genau deshalb, weil wir unser Hirn nicht mehr anstrengen müssen, passieren oft die unbegreiflichsten Unfälle. Außenstehende Menschen fragen sich dann, ja ist den so was möglich, der hat sich doch genau ausgekannt. Ja. Auch diese Routine ist mir schon 3 x zum Verhängnis geworden. Gerade nach der ersten und zweiten Schussverletzung im Jahre 1993 und 2003 dachte ich mir, „so etwas passiert mir sicher nicht mehr“. Falsch gedacht. Am 28.05.2005 war es wieder so weit. Es war eine reine Routinearbeit. Ich hatte zwei Schussapparate eingebaut, wovon einer komplett verwühlt war. Ich griff durch die Erde zu diesem Gerät, sicherte und entschärfte es sofort. Das war Routine. Ich sicherte und baute auch das zweite nicht verwühlte Gerät aus dem Gegengang aus. Alles lief gut, aber ich entschärfte die Schussfalle nicht. Ich drehte die Falle aus mir unerklärlichen Gründen um. Als die Sicherung aus ihrer Verankerung fiel, löste ich das Gerät selber mit der rechten Hand aus. Es macht einen Knall und die Sache war gelaufen. Ich begutachtete meine Hand und dachte mir: „es hätte schlimmer sein können“. Der Weg ins Spital blieb mir auch dieses Mal aber trotzdem nicht erspart.

 

Ich kann nur jeden Wühlmausjäger anraten, welchen so ein Missgeschick passiert, sich unbedingt eine Tetanusspritze verabreichen zu lassen.

 

Wie gesagt. Die Folgen könnten schlimmer sein. Ich kenne einen Fall aus meinem direkten Bekanntenkreis, da ging eine „harmlose“ Fingerverletzung, (der Knochen wurde allerdings auch beschädigt) haarscharf am Tode vorbei. Er bekam Wundbrand und das in der heutigen Zeit. Er versäumte es bei einer offenen Wunde, aus der der Knochen „herausleuchtete“, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Da gilt der Spruch nicht mehr: „nur die Harten kommen durch“. Gevatter Tod kennt keine Gnade, dass ist sicher.

 

Keiner von uns Menschen weiß am Montag, ob er nicht schon am Donnerstag bereits zwei Meter tiefer liegt.

 

 

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28.05.2005

Dieses Bild machte ich, nachdem ich das Krankenhaus Hohenems verließ.

Der Diensthabende Arzt und die Krankenschwestern haben sich sehr bemüht. Allerdings wurde der Arzt etwas sauer, als ich sagte, man solle mir die Hand nicht verbinden, denn ich würde liebend gerne noch ein Foto schießen.

Tja, dieser Vorschlag war wohl nicht so gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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31.05.2005

Nach der nochmaligen guten ärztlichen Behandlung am 30.05.2005 sah die Schussverletzung am 31.05.2005 wieder ganz gut aus. Ich habe den Verband einen Tag später weggeworfen, denn ich kann mit einem Verband keine Arbeit verrichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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01.06.2005

Die Hand wird schon sauberer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Hi, fast wie neu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Solche Verletzungen lassen sich problemlos richten.

Man benötigt eine gute Salbe und etwas Geduld.

 

 

 

 

 

 

 

 

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08.06.2005

Dank der fleißigen „Selbstschmierung“ sieht die Hand schon recht gut aus.

Nach 10 Tagen kann man schon recht zufrieden sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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25.06.2005

Nach knapp einem Monat ist die Hand vollkommen in Ordnung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dank der Bepanthen Heilsalbe ist heute nichts mehr von der Wunde zu erkennen.

Übrigens. Ich verwende diese Salbe bei fast allen Verletzungen.

 

Bei einer gröberen Verletzung sollte aber die Vorarbeit immer ein Arzt leisten.

Den Rest erledigt man selbst.

 

 

 

 

 

 

 

Wer ist schuld wenn sich einer selber anschießt?

Schuld ist immer der, welcher sich selbst anschießt. Ich habe mich drei Mal angeschossen und ich wäre nie auf die Idee gekommen, einer zweiten Person diese Schuld in die Schuhe zu schieben. Eine fremde außenstehende Person kann sich im Normalfall selber nicht anschießen, da die Schussapparate auf der Wiese vom jeweiligen Fallensteller immer bestens getarnt werden müssen und aus diesem Grunde von einem Unbefugten nicht gefunden werden können.

 

Wenn ich in der Zeitung hin und wieder lese, dass sich ein Mensch mit dem Wühlmausschussapparat den Finger weggeschossen hat, dann kann ich nur darüber lachen. Bitte. Es handelt sich bei dieser Patrone für den Schussapparat um eine 9mm Platzer und nicht etwa um eine 9mm Parabellum aus einer Polizei oder Armeepistole.

 

Der Schussapparat ist bei der Wühlmausbekämpfung nicht wegzudenken. Jeder kluge Mensch wird also solch einen niedergeschriebenen „Schmarrn“, welchen ein unkundiger Journalist in einer Zeitung lang und breittritt, keinen Glauben schenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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