Verwühlproben sind nicht sinnvoll.

 

Ich kann nur jeden Wühlmausgeplagten von einer Verwühlprobe abraten.

 

Dazu gibt es gute Gründe.

 

1.) Die Wühlmaus, welche sonst nichts ahnend in die scharf gestellte Falle tappt, wird vorgewarnt. Das hat den Nachteil, dass sie vorsichtig wird. Sie wühlt anschließend auffallend oft die Falle nach der Verwühlprobe sofort zu.

 

2.) Was soll also eine Verwühlprobe bringen? Nur weil ich ca. 2 Euro für eine zweite Falle sparen möchte? Das ist doch ein absoluter Quatsch, denn ich riskiere dabei, dass ich mir einen Ärger mit der Wühlmaus einhandle. Vergrämte Schermäuse sind danach nicht mehr so einfach zum Fangen.

 

3.) Sollte sich ein Maulwurf in meinem Fanggebiet aufhalten, so erkenne ich als erfahrener Fallensteller dies sofort und umgehe ihn. Somit erübrigt sich auch hierbei eine Verwühlprobe. Ich habe schon des Öfteren gelesen, dass man den Maulwurf und die Wühlmaus nur bei solchen Proben von einander unterscheiden kann. Ich sage. So was erkennt man schon auf der Erdoberfläche.

 

Bei den nächsten Bildern handelt es sich nur um Versuche.

Ich persönlich mache generell keine Verwühlproben.

 

 

1.) Die Wühlmaus kommt sofort und wühlt ab.

 

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Wie von manchem Fänger empfohlen.

Der Gang wird zuerst zum Erkennen ob Maulwurf oder Wühlmaus geöffnet.

Dies kann allerdings ein Schuss nach hinten sein.

Eine kluge Wühlmaus kann durch solch einen Versuch schon vergrämt werden.

Eine vergrämte Wühlmaus ist kein leichter Gegner.

Im schlimmsten Fall kann nur noch der Kieferle Wühlmausschussapparat helfen.

 

 

 

 

 

 

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Nach wenigen Minuten erscheint das Tier und prüft die Lage.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Wühlmaus beginnt sofort mit der Wühltätigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Binnen weniger Minuten ist das Gangsystem geschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.) Die Wühlmaus kommt nach einer unbekannten Zeit und wühlt ab.

 

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Das Gangsystem wurde um 16,00Uhr geöffnet.

Die Wühlmaus kam bis 19,00Uhr nicht zum Vorschein.

Zumindest konnte ich sie in dieser Zeit nicht erblicken.

3 Stunden könnte bedeuten, dass der Bau nicht mehr bewohnt ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am darauf folgenden Tag war das Gangsystem geschlossen.

Solch lange Verwühlproben könnten dem Fänger etwas vorgaukeln.

Der Fänger könnte voreilig das Gangsystem schließen.

Die Maus würde also zumindest vorläufig mit dem Leben davon gekommen.

 

 

 

 

 

 

 

3.) Die Wühlmaus wühlt im Innenteil des Gangsystems ab.

 

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Eine Verwühlprobe wird erst dann richtig riskant, wenn man sich auf seine Augen verlässt.

Dieser Bau wurde zum Beispiel von außen her gesehen nicht abgewühlt.

Der Fänger bekommt also die Meinung, der Bau wäre leer.

Ein kluger Mäusejäger wird dieses Gangsystem jedoch nicht einfach schließen.

Nein, er wird mit einem ca. 30cm langen Stöckchen in die Öffnung einfahren und prüfen,

ob der Gang nicht doch im Innenteil abgewühlt wurde.

Dieser Gang war jedoch ca. 18cm weiter im Innengang verschlossen.

Solche Wühlmäuse werden später zu einer großen Herausforderung.

Dieser Baubewohner ist nicht mehr dumm.

Das Spiel steht 50 zu 50%

In solch einem Fall hilft nur noch die hölzerne Bogenfalle oder der Wühlmausschussapparat.

 

 

 

 

 

4.) Die Wühlmaus baut einen Verbindungsgang und wühlt beidseitig zu.

 

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Ein leichterer Fall ist hier zu sehen.

Diese Wühlmaus hat zuerst die rechte Seite und 3 Stunden später die linke Seite verschlossen.

Das Tier hat in diesen 3 Stunden eine Querweg geschaffen.

Somit ist das Gangsystem wieder voll intakt.

Solch eine Maus nach einer Verwühlprobe zu fangen ist kein Problem.

Das Tier ist somit noch unerfahren.

 

 

 

 

 

 

 

Wie sieht ein Wühlmaushaufen aus.

 

Wühlmaushaufen können sich von der Größe eines Kameradeckels bis über 2 Meter ausweiten. Die extrem großen Haufen sind hierbei mit unzählig abgebissen Grasfasern bestückt. Die kleineren Haufen sind jedoch zum Teil recht sauber. Extreme Wühlmaushügel gibt es meistens zur im Herbst, da sich die Wühlmaus auf den Winter vorbereitet. Sie legt sich also eine Vorratskammer an und arbeitet daher ununterbrochen.

 

Die nächsten zwei Bilder zeigen die „normalen“ Erdhügel der Wühlmaus.

 

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Hügel im Durchmesser von ca. 8 – 15cm.

Diese Haufen sind zwei Tage alt.

Der obere Hügel ist mit einigen Fasern durchsetzt.

Der untere Haufen ist sauber.

 

 

 

 

 

 

 

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Drei Erdhaufen unmittelbar aneinander geworfen.

Bei diesen Hügeln kann man die abgebissenen Wurzeln und Pflanzenteile sehr gut erkennen.

 

 

 

 

 

 

 

Ein extremer Wühlmaushaufen im Herbst 2010

 

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Hier erweiterte das Tier den Bau ununterbrochen.

Es ist Herbst und der Wintervorrat wird gesammelt.

Dieser Haufen hat bereits ein Ausmaß von ungefähr 1,80 x 1,20 Meter.

Er wurde in verschiedenen Etappen erstellt und auch nach dieser Aufnahme noch erweitert.

 

 

 

 

 

 

Was ist ein Maulwurfhaufen oder nobel ausgedrückt, ein Maulwurfhügel.

 

Für alle Personen welche die Wühlmaushügel vom Maulwurfhügel nicht unterscheiden können, füge ich zuzüglich diese Fotos ein.

 

 

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Typische Maulwurfhügel in einer Parkanlage.

Der „Rasenmähermann“ wird sich freuen.

Diese Aufnahme entstand in Lustenau.

 

 

 

 

 

 

 

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Maulwurfhügel ohne Ende.

Hier könnte der Landwirt gleich mit dem „Kartoffelanpflanzen“ beginnen.

Diese Aufnahme entstand in Dornbirn.

 

 

 

 

 

 

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Vier typische Maulwurfhaufen.

Der vordere Hügel ist ca. eine halbe Stunde alt. Die Erde beginnt bereits zu trocknen.

Diese Aufnahme entstand an der Grenze Hohenems/Dornbirn.

 

 

 

 

 

 

 

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Solche Scherhaufen sind Gottlob nicht an der Tagesordnung.

Bei solchen Hügeln bekommt jedes Mähwerk ein Problem.

Durch die Tüchtigkeit des Maulwurfes wird die Qualität des Silo und des Heues herabgesetzt.

Vermutlich könnte man über die Nützlichkeit des Maulwurfes streiten, aber geschützt ist nun mal geschützt.

Diese Aufnahme stammt aus dem Emser Ried.

 

 

 

 

 

 

 

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Winteraufnahme Dezember 2009

„Im Gleichschritt – Marsch“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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