Das Ende einer Wanderschaft.

 

Wie schon einst Graf Buffon in seinem Buche im Jahre 1738 geschrieben, so hausen diese Sürmülot nicht nur in und um den Häusern und Ställen der Menschen, nein, sie bewohnen auch die Natur. In der freien Natur sind diese Tiere jedoch nicht so leicht ersichtlich, denn sie verstecken sich noch bevor sie der Mensch überhaupt entdecken kann. Der Mensch ist kein Raubvogel, welcher jede kleinste Bewegung im Gelände sofort registriert. Nein, der Mensch ist im Gegensatz dieser frei lebenden Bodenjäger wie Fuchs, Marder, Katze, Wiesel und den Raubvögeln ob bei Tag oder Nacht ein armseliger Kümmerling und diesen Tieren haushoch unterlegen.

 

Der Sürmülot auch Wald oder Wanderratt genennt im Jahre 1738.

 

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Graf Buffon zeigt hier die Wanderratte in der freien Natur.

Er schrieb von Eichbäumen und deren Früchten welche diese Tiere ansammelten.

Dieses Bild zeigt im Hintergrund einen Eichbaum und im Vordergrund linker Seite die von den Tieren angesammelten Eicheln.

Die Gefahr für diese Tiere um deren Leben ging in der damaliger Zeit vermutlich nur von Raubvögeln, vom Raubwild, den Hunden und von staken Katzen aus.

 

 

 

 

 

Die Neuzeit, wir schreiben das Jahr 2010, also fast 300 Jahre später.

Der Mensch konnte trotz all dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ob Gift oder Fallen diese Tiere nicht ausrotten. Aber sie sind wie in alten Zeiten auch heute noch im freien Gelände ansässig und unterwegs. Also nicht nur in und um unseren Gebäuden.

 

Der moderne Mensch als Rattenjäger.

Manchmal kann es vorkommen, was jedoch recht selten ist, dass sogar ein Mensch eine Ratte mit einem Auto mitten im „Urland“ erlegen kann.

 

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07.11.2010

Ein frühmorgendlicher düsterer Tag.

 

Die nächsten menschlichen Besiedelungen von hier weg Punkt genau:

2,2 Km Richtung Dornbirn

2,7 Km Richtung Lustenau

3,1 Km Richtung Hohenems

1,3 Km zur Schweizer Grenze

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die getötete Wanderratte inmitten von Urland.

Knapp ein halber Meter war entscheidend über Leben und Tod.

Sürmülot sind also auch in total unbewohnten Gebieten unterwegs.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Einzige was hier noch intakt scheint sind die linke Vorderpfote, dass linke Ohr und der linke Hinterfuß.

Der Unterkiefer scheint der Zähne nach etwas verschoben.

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung.

Diese Wanderratte wurde vermutlich das Opfer eines zur Arbeit eilenden Autofahrers. Ein eingefleischter Tierschützer ist hierbei mit Sicherheit auszuschließen, denn wie ich gehört habe, laufen diese Gutmenschen ohnehin nur zu Fuß und immer mit beiden Augen vorausblickend auf den Boden gerichtet durch die Gegend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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