Es ist Zeit zum Fallenwechsel.

 

Bei einer gut überlegten Fallenjagd halten diese sehr verlässlichen Fanggeräte wie die Wina Rattenfalle ja über viele Jahre hinweg.

 

Was heißt aber gut überlegt??

Ein kluger Fallensteller wird seine Fallen möglichst schonen. Das heißt jetzt aber nicht, dass der Fänger etwa faul sein sollte, sondern, er setzt die Fanggeräte nur gezielt ein. Ein guter Fänger braucht nach dem Scharfstellen der Falle keine zwei Tage um den gewünschten Erfolg abzuschließen. Das zu fangende Tier hängt in der Regel schon nach der ersten Nacht, oder sogar noch während des Dämmerungseinbruches desselben Tages. Nach dem gezielten Stellen der Falle sollte man soweit es die Zeit erlaubt, diese alle ein bis zwei Stunden kontrollieren. Somit wird das bereits gefangene Tier gleich entfernt und die Falle ohne Unterbrechung sofort wieder scharf gestellt. Es läuft sozusagen wie am „Schnürchen“ ohne Zeitverlust.

 

Ich zum Beispiel stelle die Fallen öfters im ungespannten Zustand an den Fangplatz und beködere sie zuerst ausreichend. Fehlt am nächsten Tag nichts oder nur der Vorköder und nicht der auf der Falle direkt, so warte ich noch ein oder zwei Tage ab bis auch dieser Köder fehlt. Dies mache ich natürlich nur dann, wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob sich überhaupt noch ein Nager in diesem Bereich befindet. Man sollte sich da auf seine inneren Gefühle verlassen, welche man mit den Jahren bekommt.

 

Ein noch unerfahrener Fallensteller kommt leicht in Versuchung und stellt die Fallen oft mehrere Wochen lang im scharfen Zustand ohne auch nur einen Erfolg zu verzeichnen. Bei langen Standzeiten werden die Federn „müde“ und bringen nicht mehr die volle Leistung. Man kann seinen Fangerfolg durch lange Standzeiten nicht erzwingen.

 

 

 

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23.04.2008

Die Wina Rattenfalle ist hier ordnungsgemäß gestellt.

Das Gerät ist allerdings zu diesem Zeitpunkt schon genau 23 Jahre alt.

Die Falle mit dieser Bodenrundung wird nicht mehr hergestellt.

Dieses gute Gerät von der Firma Deufa aus Deutschland hat schon unzähligen Wanderratten das Leben gekostet.

Aber irgendwann heißt es sich auch von den Besten zu trennen.

 

 

 

 

 

 

 

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Ansicht der zukünftigen „Pensionistin“ von oben.

Der Abstand im hinteren Bereich ist in Ordnung und kann daher die Falle beim Zuschlagen nicht behindern.

 

 

 

 

 

 

 

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24.04.2008

Bei der Kontrolle am nächsten Tag war es gewiss.

Die Falle liegt auf dem „Rücken“ und hat somit ihren letzten Dienst versehen.

Jedoch konnte sie noch mit „letzter Kraft“ ein starkes 40cm großes Tier erledigen.

 

 

 

 

 

 

 

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Die am Rücken liegende Wina und ihre noch „niedergerungene“ Wanderratte.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Falle hat zwar noch perfekt getroffen, jedoch fehlte bei diesem staken Tier der letzte „Speed“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die männliche Wanderratte mit einer Gesamtlänge von exakt 40cm versuchte sich noch durch Drehen aus der Falle zu winden.

Dies gelang ihr allerdings nicht mehr.

Wäre das Tier jedoch aus der Falle entkommen, so wäre diese Ratte nur noch mit List zu erlegen gewesen.

 

 

 

 

 

 

 

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Es handelte sich hierbei um ein noch nicht voll ausgewachsenes Tier.

Der Schlagbügel hat allerdings bereits einen Zentimeter Luft.

Gewöhnlich schlägt der Schlagbügel dieses Fallentyps die Tiere bis auf wenige Millimeter zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser Abstand ist bereits zu viel des Guten.

Die Falle wurde nicht verschrottet sondern kam auf Grund ihrer guten Leistungen bei mir ins Archiv.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die hier ausgemusterte Wina Falle wäre natürlich für kleine Ratten ohne weiteres noch brauchbar und nützlich. Solche Experimente sollte man im Sinne des Tierschutzes aber unterlassen.

Hi – Es hätte wohl kaum einen Sinn, ein „Zetterl“ mit dem Schriftzug auf die Falle zu kleben: „Der Zutritt ist für Ratten nur bis zu einer Gesamtlänge von 30cm erlaubt“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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