Ein idealer Fangplatz für die Hausmann Ufer und Haargreiffalle.

 

Manchmal kann es vorkommen, dass Ratten besonders dreist werden und sich sogar bei geschlossenen Komposthaufen auch an stabilen Stellen einen Zutritt verschaffen. Der Deckel eines verschließbaren Komposters ist ja ohnehin ein Schwachpunkt, aber dass sie sich im Unteren recht starken Bereich einen Einschlupf durchbeißen, so was ist mir bis zum damaligen Zeitpunkt noch nicht unter gekommen.

 

Günter klagte darüber, dass sich Ratten im Komposter befinden und er könne es sich nicht erklären, wie diese auch hier eindringen konnten. Ich begutachtete die Stelle und konnte selbst im ersten Moment keinen gravierenden Mangel feststellen. Der Komposter steht stabil auf Betonplatten und der Deckel zeigt keine Bissstellen. Im Hintergrund des Komposters befand sich jedoch eine Erdanhäufung.

 

Ich holte sogleich meinen alten Militärspaten und schob die Erde zur Seite. Zu unserer Überraschung kam hierbei ein Loch mit einem exakten Durchmesser von nur 46mm zum Vorschein, welches direkt in den Komposter führt.

 

Ich sagte zu Günter. Hier ist ein idealer Platz für die Haargreiffalle. Ratten welche sich im Komposter befinden haben keine Chance mehr lebend herauszukommen und Ratten welche noch heraußen sind und rein wollen trifft das gleiche Schicksal. Zur Sicherheit stelle ich aber noch eine Uferfalle als „Verstärkung“, denn der Schotter und der schmale Schlupf neben dem Komposter boten sich ja geradezu nur so an.

 

Günter war mit dem Fangvorschlag einverstanden und ich riet ihm noch, Reste jeglicher Art bis zum Fangende nicht mehr in den Komposthaufen zu werfen.

 

Für die Lösung des Rattenproblems wurden hierbei keine 20 Stunden benötigt.

 

 

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Der ordnungsgemäße Komposter von Günter.

Von vorne keinerlei verdächtige Anzeichen zwecks Rattenbesuche.

 

 

 

 

 

 

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Im Hintergrund wurde jedoch dieses Loch mit einem Durchmesser von 46mm direkt am Boden entdeckt.

Das Loch war mit Erde überhäuft unter welcher ein Tunnel ins nächste Gestrüpp führte.

 

 

 

 

 

 

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Ein idealer Einsatzort für die Hausmann Haargreiffalle.

Die Falle ist hier schon scharf gestellt, jedoch noch gesichert.

Das Gerät wird mit einem Wasenstück außen herum sauber abgedeckt.

Nur der Durchgang der Falle bleibt offen.

Damit die Ratten den unteren Spreizbügel der Falle nicht erkennen können, so wird ins Falleninnere etwas Gras geschoben.

 

 

 

 

 

 

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Die Falle ist hier bereits sauber getarnt.

Achtung!!! Das Entsichern der Falle nach dem Tarnen darf auf keinen Fall vergessen werden.

Nun heißt es ruhig abwarten.

 

 

 

 

 

 

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12.04.2009

Nach knapp 2 Stunden um 17,20 Uhr wurde die erste Ratte beim Verlassen des Komposters gefangen.

Da ich ja Gras ins Innere der Falle schob, so versuchte dieses Tier diese Gräser in den Komposthaufen zu ziehen.

Die Falle löste aber bei der geringsten Berührung des Auslösers aus.

Es handelte sich hierbei um ein weibliches Tier mit einer Gesamtlänge von 38,5cm.

Das Körpergewicht betrug exakt 300Gramm.

Die Ratte wurde augenblicklich getötet.

 

 

 

 

 

 

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Das Tier hat ein recht sauberes Fell, wobei der Kompost im unteren Bereich recht schlammig ist.

Lediglich die Hinterbeine und der Rattenschwanz weisen Schlammreste auf.

 

 

 

 

 

 

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Bei diesem Bild könnte man sagen: „Die Ratte hat regelrecht ins Gras gebissen“.

 

 

 

 

 

 

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12.04.2009

Noch während ich die obige Ratte fotografierte hat bereits die Uferfalle zugeschlagen.

Dieses Tier war außerhalb des Komposthaufens und ist ein so genannter „Schecke“.

Ob es sich bei dieser Färbung hierbei um eine Laune der Natur handelt, dass wissen die „Götter“.

Es handelte sich auch hierbei um ein weibliches Tier mit einer Gesamtlänge von 38,5cm.

Das Körpergewicht betrug exakt 279Gramm.

Die beköderte Uferfalle wird während der Fangzeit logischerweise mit passenden Brettern für Katzen und Vogelbesuche unzugänglich gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

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13.04.2009

Um 5 Uhr in der Früh machte ich an diesem Tag die erste Kontrolle.

Und wieder wurde eine Wanderratte beim Verlassen des Komposters gefangen.

 

 

 

 

 

 

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Es handelte sich hierbei um ein trächtiges weibliches Tier mit einer Gesamtlänge von schätzungsweise 43cm.

Der Schwanz hat ab einer Länge von 6,5cm gefehlt, wobei hierbei die Wunde noch nicht verheilt war.

Das Körpergewicht betrug exakt 377Gramm.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht des „verlorenen Schwanzes“.

Diese Verletzung war nur „wenige“ Tage alt und ein Heilungsprozess hatte noch nicht stattgefunden.

 

 

 

 

 

 

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13.04.2009

Um ca. 8,45 Uhr wurde schlussendlich auch noch der „Hausherr“ beim Einsteigen in den Komposthaufen erlegt.

Das Tier war mindestens 20 Stunden außerhalb des Komposters unterwegs.

Wo er sich in dieser Zeit herumtrieb kann ich mir nicht erklären.

Möglicherweise haben diese Tiere doch ein größeres Revier.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Es handelte sich hierbei um ein männliches Tier mit einer Gesamtlänge von 39,5cm.

Das Körpergewicht betrug exakt 264Gramm.

Auch diese Wanderratte wurde augenblicklich getötet.

 

 

 

 

 

 

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Alle vier Ratten noch auf einem Blick.

Das Bild zeigt die Tiere von links nach rechts der Reihe nach wie sie gefangen wurden.

1.) Die Grasbeißerin

2.) Die Gescheckte

3.) Die Schwanzlose

4.) Der Nachtschwärmer

 

 

 

 

 

 

Anmerkung:

Damit jedoch keine Ratte aus einem geschlossenen Komposthaufen entwischen kann, so sollte man während dem Fotografieren den Einschlupf unbedingt mit einem Pflasterstein kurzfristig versperren. Das Klügste aber ist, wenn man die Tiere sofort an Ort und Stelle entfernt und die Falle sofort wieder stellt.

 

Der größte Vorteil beim Fang wie hier aus dem geschlossenen Komposter ist, dass die nachfolgende Wanderratte im Innenraum die Rattenfalle nicht erkennen kann, da der Durchlauf ja durch die bereits tote Ratte blockiert ist. Allerdings benötigt man auch die richtige Falle hierfür.

Auch die Ratten im äußeren Bereich können die Gefahr nicht sofort erkennen, da ja die Haargreiffalle mit einem Wasen abgedeckt ist und dieser beim Auslösen der Falle über der toten Ratte zu liegen kommt und die Falle samt Ratte quasi etwas „versteckt“.

 

 

Die beiden Fallen blieben hernach noch 48 Stunden am Fangplatz stehen. Es folgten jedoch keine weiteren Tiere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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