Die Wanderratte im Küchenschrank.

 

Herr Spörr aus Deutschland (Name auf Wunsch geändert), erhielt seit einer längeren Zeit immer wieder einen Besuch aus dem „Untergrund“ in seinem Küchenschrank, vom welchem aus die Abflussrohre ins Kanalsystem führen. Damit der „heimliche Gast“ sich jedoch nicht vollständig ansässig machen konnte, so suchte Herr Spörr nach einer humanen Lösung, wie er nun diesem Umtrieb ein Ende schaffen könne. Vergiften kam für ihn erst gar nicht in Frage, denn die Folgen sind ja absehbar (Verwesungsgestank bis zum Umkippen) und Totschlagfallen, ja die sind nach dem Geschmack von Herr Spörr nicht so sein Ding. Da nun Herr Spörr seit je her sehr gewissenhaft ist, so entschied er sich für eine Lebendfalle. Lebendfallen müssen jeden Tag mindestens 2x kontrolliert werden, denn wird diese Pflicht gegenüber dem zu fangenden Tier unterlassen, so fällt dies schon unter eine grobe Tierquälerei.

 

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Die Festung.

Es ist kaum zu glauben, aber selbst in stabile Häuser wie hier können Ratten eindringen.

Wie? Na ganz klar durchs Abwassersystem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herr Spörr will vorm Falleneinsatz Klarheit.

Hinter dieser Türe tummelte sich der nächtliche Besucher.

Maus oder Ratz, dass war nun die Frage.

Herr Spörr rückte also mit einer Kamera zur „Front“.

Er wollte schon im Vorhinein die richtige Falle für das richtige Tier stellen.

Mit solchen Entscheidungen wird eine Tierquälerei ausgeschlossen.

 

Der untere Luftschlitz ist logischerweise mit einem Gittergeflecht verschlossen.

Der Besuch egal ob Maus oder Ratz wäre ansonsten schon längst in den Wohnraum vorgedrungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Blick in den Schrank.

Dieser Pfeil zeigt den „wunden Punkt“.

An dieser Stelle kam der unerwünschte Gast je nach Lust und Laune auf Besuch.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Kamera bringt Klarheit.

Es ist eine Wanderratte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die richtige Fallenwahl konnte also sofort getroffen werden.

Eine Rattenfalle aus Gittergeflecht kommt zum Einsatz.

Die Falle wurde mit einer Hartwurst beködert.

Als Lockköder dienten kleine Blutwurststückchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herr Spörr hat das Tier durch keine unnötigen Experimente vergrämt.

Die Wanderratte war daher ohne Scheue.

Durch die eindeutige Identifizierung war der Fang also ein Kinderspiel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Gefangene im „Gitterknast“.

Das Tier schaut zwar etwas verdutzt, scheint aber ohne Stress.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Wanderratte aus der Nähe betrachtet.

Das Tier ist nach Herrn Spörr`s Berechnung exakt 28cm groß.

Es handelt sich hierbei also noch um ein Jungtier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was tun sprach Zeus? mit einer lebend gefangenen Ratte?

Herr Spörr machte das einzig Richtige in diesem Fall. Er brachte den gefangenen Eindringling zum nächsten Tierschutzheim, denn dort gibt es ja genug kompetente Fachleute, welche dieses Tier auch richtig betreuen und auch wissen, wie oder was damit passieren soll. Erfahrene Tierschützer kennen sich ja mit der Gesetzeslage gründlich aus und treffen daher mit Sicherheit ohne sich strafbar zu machen die richtige Entscheidung. Die Falle überließ Herr Spörr dem dort zuständigen Tierschutzpersonal als eine Art „Geschenk“ für die prompte Hilfeleistung.

 

 

Was passierte mit dem Einschlupf?

Dieser Zugang wurde nach dem Fang mit einem stabilen Blech verschlossen. Somit ist jeglicher Zutritt für unerwünschte Besucher zumindest vom „Untergrund“ her verwehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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