Die „Rattenschlacht“ in der Heitere – …….

– oder – ist es überhaupt möglich, wildlebende Ratten in der freien Natur mit Fallen erfolgreich zu beseitigen.

 

Hartwig, ein langjähriger Freund von mir konnte sich vor einiger Zeit ein Grundstück mitten im Lustenauer Ried kaufen. Das er aber mit dem Grundstückskauf nicht nur den Boden sondern auch die darauf lebenden Mitbewohner erwarb, dass stellte Hartwig recht schnell fest. Es handelte sich hierbei um Wanderratten, welche bei dem früheren Besitzer im Komposthaufen und in den Grünmüllablagerungen ein recht gemütliches Auskommen hatten. Nun, sie wurden ja auch bis zum Verkauf immer wieder mit Küchenabfällen und so weiter bedient.

 

Harti sprach mich auf dieses Getier an und fragte, was er in so einem Fall machen könne. Ich sagte ihm, dass er das Problem mit dem Schleifen des Grundstückes sofort gelöst hätte, jedoch er mir ein paar Wochen Zeit geben solle, damit ich die Ratten mit Fallen zur Gänze vernichten kann. Ich wollte unbedingt einmal wissen, ob dies mit Fallen überhaupt möglich wäre, da ja wildlebende Tiere noch eher vorsichtig und scheu sind, nicht wie etwa unsere Kanalratten.

Hartwig war sofort damit einverstanden und bat mich auch die sich noch auf der Wiese befindlichen Wühlmäuse gleich „mitzuverräumen“.

 

Beim Fang in der Heitere kamen die Amerikanische Conibear 11x11, die Augsburger WRM, die Hausmann Uferfalle und die Hausmann Haargreiffalle zum Einsatz. Ich sage es so wie es halt ist. Mit einem Fallentyp hat man im Kampf gegen die Wanderratten keine Chance. Man benötigt gute Geräte um auch die schlauesten Tiere sicher in die Falle zu locken. Diese vier angeführten Fallentypen waren bei diesem Einsatz vollkommen ausreichend. Schlussendlich konnten exakt 25 Wanderratten aus vier Generationen erlegt werden.

 

Ein Rattenfänger benötigt natürlich auch Glück und so konnte ich am ersten Tag sogleich die führenden Rudeltiere heraus fangen.

 

Insgesamt waren genau 17 Tage zur Beseitigung der Wanderratten notwendig.

Es wurden in dieser Zeit die 2 Alttiere, 7 große Ratten, 7 mittlere Tiere und 9 Jungratten gefangen. Die Wühl und Feldmäuse habe ich nicht dokumentiert.

 

Mit der Augsburger WRM wurden 14, mit der Amerikanischen Conibear wurden 4, mit der Haargreiffalle wurden 4 und mit der Uferfalle wurden 3 Ratten erlegt.

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Dieses Grundstück hat Hartwig gekauft.

Auf der rechten Seite befinden sich die Komposthaufen.

In diesen Haufen tummelten sich rege die Wanderratten.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

Nahansicht der „Grünmüllanlage“.

Auf den ersten Blick scheint nichts Verdächtiges.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Der neue Eigentümer des Grundstückes erscheint.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

Hartwig ist nicht nur ein geübter Gärtner sondern auch einer der besten Schnapsbrenner in Vorarlberg.

Nach Hartis Schnäpsen gibt es keine Kopfschmerzen.

„Warum dies so ist, dass hat er nicht einmal mir verraten“.

 

 

 

 

 

Die Schlupf und Laufwege der Wanderratten.

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Nun aber wieder zur Sache.

Ein Rattenweg führt aus dem angehäuften Erdreich.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier führt ein Weg zum nahe gelegenen Wassergraben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Es waren gutsichtbare ausgelaufene „Rattenstrassen“ in der Wiese.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

Hier ein Ausschlupf  unter Brennsesselstauden.

 

 

 

 

 

 

 

Verschiedenen Fallen im Einsatz.

Die Hausmann Haargreiffalle.

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Die Haargreiffalle hier bei einen Rattenloch getarnt.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

Die Hausmann Haargreiffalle hat in diesem Gestrüpp eine Ratte erwischt.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Die Ratte aus dem Gestrüpp.

Es handelt sich um ein Tier aus der zweiten Generation.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Die Haargreiffalle mit einer Ratte aus der vierten Generation.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

Ob die Ratten klein oder groß sind.

Das Gerät lässt kein Tier durch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Victor Conibear 11x11.

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Die Falle kann in die Laufwege der Ratten gesetzt werden.

Sie wird so gestellt, dass sich nur große Tiere darin fangen können.

Die Falle ist hier noch nicht getarnt.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

Nahansicht der getarnten Falle.

Die kleinen Ratten können mit Leichtigkeit ohne die Falle auszulösen durchschlüpfen.

Wichtig sind die erwachsenen Tiere, welche den Auslöser unweigerlich berühren.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Die Conibear hat eine Ratte gefangen.

Das Tier wurde jedoch von den restlichen Sippenmitgliedern zum größten Teil aufgefressen.

Kannibalismus kommt jedoch nicht immer vor.

Bei dieser Sippe war es jedoch auffällig.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

Nahansicht.

Das Rückgrat wurde herausgerissen und hängt nach rechts herab.

Der Rattenschwanz ist noch im Hintergrund sichtbar.

Die sterblichen Überreste bestanden ansonsten nur noch aus der Haut des Tieres.

Auch dieses Tier entstammte der zweiten Generation.

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Ein weiteres Tier aus der zweiten Generation.

 

 

 

 

 

 

 

Die WRM.

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Die WRM Falle benötigt unbedingt eine Fallenumrandung und sollte von oben abgedeckt werden.

Alle zu fangenden Tiere müssen von vorne kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

Die Umrandung von hinten.

Es sollte ein Spalt im oberen Bereich offen bleiben, somit die Luft zirkulieren kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Hier habe ich eine WRM im Dickicht zu einem Rattenloch gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die WRM hat eine Ratte aus der dritten Generation gefangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Das Tier wurde durch einen Genickschlag getötet.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Ein Jungtier aus der vierten Generation wurde gefangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Hier wurde einer Jungratte von den nachkommenden Sippenmitgliedern der Oberkörper weg gefressen.

Bei diesem Fangplatz wurden insgesamt drei Ratten angefressen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Die WRM hat hier eine Ratte der vierten Generation „geteilt“.

Das Gerät hat eine enorme Schlagkraft, welches auf die beiden Federn zurückzuführen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Wanderratten der dritten Generation.

Die linke Falle ist ohne Köder und das bedeutet, dass die restlichen Ratten nicht fallenscheu sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Jungratten der vierten Generation hängen gemeinsam in der WRM.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

Das linke Tier hat vermutlich die Falle zum Auslösen gebracht.

Beide Tiere wurden augenblicklich getötet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Uferfalle.

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Der Komposthaufen.

An der rechten Seite befindet sich der Einschlupf der Ratten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Nahansicht des Ratteneinschlupfes.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Die Uferfalle ist hier bereits gestellt.

Es wird beim Köder nicht gespart.

Sparen kann man beim Alkohol aber nicht mit dem Köder beim Rattenfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Die Falle wird sauber abgedeckt.

Wenn möglich sollte die Kiste gleichzeitig das Rattenloch mit abdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Eine Ratte der zweiten Generation wurde gefangen.

Es handelt sich um einen perfekten Genickfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei dieser Falle hat das Tier keine Chance.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

Eine Wanderratte aus der dritten Generation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruppenbilder.

 

Textfeld:

 

 

 

 

Links das weibliche Alttier der ersten Generation.

Mitte das männliche Alttier der ersten Generation.

Rechts eine so nebenher gefangene Wühlmaus.

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

Uferfalle oben. Ratte zweite Generation.

WRM beide je eine Ratte aus der dritten Generation.

Conibear 11x11. Ratte aus zweiter Generation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:

 

 

 

 

 

Haargreiffalle links. Eine Ratte der vierten Generation.

Uferfalle in der Mitte. Wanderratte der dritten Generation.

WRM hinten rechts. Zwei Ratten der vierten Generation.

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Harti.

Ich möchte mich bei dir recht herzlich bedanken.

Ohne deine Zusage hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt, diesen Fangversuch durchzuführen. Und dieser Versuch konnte mit einem erfreulichen Ergebnis abgeschlossen werden. Es zeigt uns, dass jeder Mensch in der Lage wäre, Ratten im Privatbereich giftfrei zu erlegen. Es werden beim Rattenfang nur die richtige Fallenauswahl und der Wille zum Erfolg benötigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                      zurück