Rattenbesuch in einer Sicherheitsabteilung.

 

Tja selbst Sicherheitsbeamte können hin und wieder einen unerwarteten Besuch von ungebetenen Gästen erhalten.

Dies erlebte der Wachbeamte Herr Erich M. in seiner Dienstube zu später Stunde. Herr Erich saß an seinem Schreibtisch und verrichtete wie üblich seine Schreibarbeit, bis er plötzlich etwas an seinen Schuhen „spürte“. Als er seinen Blick unter den Schreibtisch richtete, so sah er noch im letzten Moment das Hinterteil einer Ratte im direkt neben dem Schreibtisch stehenden Stromverteiler verschwinden.

Herr Erich wusste sich im ersten Moment nicht so richtig zu helfen und verschloss den Einschlupf mit den leeren Limonadeflaschen seiner Kollegen. Diese lachten Ihn nach seiner „Berichterstattung“ natürlich aus und waren eher der Meinung, dass er „geträumt“ habe.

Da Erich ein langjähriger Bekannter von mir ist, so sprach er mich bei der ersten Gelegenheit auf dieses Erlebnis an und ich begutachtete den Verteilerkasten in seiner guten „Stube“.

Auf den ersten Blick schien hierbei nichts Verdächtiges und Erich fragte mich etwas unsicher, – „Du glaubst mir die Geschichte aber schon??“. Ich erwiderte darauf, – „Die Falle wird zeigen was Sache ist“.

 

Die nachfolgenden Bilder zeigen, dass nicht alle Ratten einen Saustall im Verteilerkasten hinterlassen.

 

 

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Unterm Schreibtisch der Wachbeamten führt dieser Kabelstrang in einen Verteilerkasten.

Das Loch ist hierfür recht groß.

Eine Ratte kann hier ohne weiteres ein und aus spazieren.

 

 

 

 

 

 

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Nach dem Besuch der Ratte verschloss der Wachmann dieses Loch mit Limoflaschen.

Dies ist natürlich keine richtige Lösung.

 

 

 

 

 

 

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Linke Seite im Stromkasten.

Der Verteiler wurde geöffnet, jedoch war nichts Verdächtiges zu sehen.

Das Innenleben war sozusagen „sauber“.

 

 

 

 

 

 

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Rechte Seite im Stromkasten.

Auch hierbei nur normale Staubspuren.

 

 

 

 

 

 

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Ich stellte also die Wina Rattenfalle.

Der Kasten ist etwas eng, aber das sollte eine genaue Arbeit nicht hindern.

Aus Platzmangel wurde bei dieser Falle nur eine Seite mit einem Brett blockiert.

Die Ratten sollten immer nur von der vorderen Seite zum Köder gelangen.

Das Vorbrett war hierbei etwas wackelig, aber es ist unbedingt notwendig.

Die Ratte sollte möglichst „stufenfrei“ zum Auslöser gelangen können.

 

 

 

 

 

 

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Ansicht von oben.

Der Hauptköder ist hierbei eine weiße Milka Schokolade.

Die Lockköder bestehen aus Mandeln und Käsestückchen.

Beim Hinterteil der Falle (siehe Pfeil) muss unbedingt genügend Luft sein, damit der Bügelhalter nicht behindert wird.

 

 

 

 

 

 

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Am Tag danach.

Volltreffer. Die Winafalle spricht Klartext.

Es handelt sich hierbei um ein weibliches Jungtier mit einer Gesamtlänge von 35cm.

 

 

 

 

 

 

Wie und auf welchem Wege dieses Tier in den Verteiler gelangen konnte wird wohl ein Rätsel bleiben. Es konnte kein nennenswerter Zugang gefunden werden. Man könnte eventuell den Boden aufreißen, aber dies wäre wegen einem Einzelltier ein absoluter Wahnsinn.

Eines ist auf alle Fälle klar. Wo eine Ratte einmal hereingekommen ist, da können natürlich weitere Tiere folgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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