Ratten an mehreren Stellen gleichzeitig bekämpfen.

 

Beim Rattenfang sollte man eine gute Fallenauswahl haben. Jeder Fangplatz ist anders und deshalb wird die bestmögliche Falle für den jeweiligen Platz gewählt. Es wäre gut, wenn ein Fänger über mehrere Fallentypen verfügen würde.

 

Eine mögliche Fallenauswahl wäre zum Beispiel wie folgt:

Die Wippfalle, die Kastenfalle mit beidseitigen Zugang, die WRM Falle, die Uferfalle, die Haargreiffalle, die Wühlmauskastenfalle aus Holz, die 12x12cm Conibear Falle aus den USA und die Hausmann Haargreiffalle aus Deutschland.

Mit solch einer Fallenauswahl kann man sehr schnell die Ratten in die „Knie“ zwingen.

 

Bei der Wippfalle und der Kastenfalle handelt es sich jedoch um Lebendfallen, welche auf dem Laufweg der Ratten recht gute Erfolge bringen. Die Tiere lässt man hernach aus der Falle in einen stabilen durchsichtigen Müllsack springen und tötet sie mit einem einzigen Hieb. Hierbei sollte man natürlich eine gewisse Erfahrung haben, denn die Ratte sollte beim „Sackhüpfen“ nicht im letzten Moment doch noch entwischen oder den Fänger sogar beißen. Ich habe ja schon viele Ratten erschlagen, jedoch wurde ich noch nie von einem Tier hierbei gebissen. Der Fänger sollte beim Lebendfang also auf der Hut sein, denn ein Rattenbiss könnte böse Folgen nach sich ziehen. Auf alle Fälle sollte man nach einem Biss den Weg zum Arzt nicht scheuen.

 

An und für sich sind die Ratten in Lebendfallen nicht besonders aggressiv, jedoch kenne ich aus meinem Bekanntenkreis eine Begebenheit welche dennoch zur Vorsicht mahnen sollte.

Ein Landwirt hatte hierbei mehrere Ratten in einem Hühnerstall in die Enge getrieben und war der Meinung, dass er die Tiere so ohne weiteres mit einem Stock erschlagen könne. Ein größeres Alttier sprang jedoch dem Bauer in seiner Not direkt von vorne an die Brust, wobei der Bauer im Reflex mit der Hand nach der Ratte griff, deren Schwanz erwischte und diesen im ersten Schreck dem Tier sage und schreibe ausriss. Die Ratte übersprang den Landwirt hierauf in weiterer Folge über die Achsel und verschwand im hinteren Bereich in einem nicht verschlossenen Rattenloch. Durch diesen unerwarteten Vorfall konnte auch der Rest der Sippe schadlos entkommen. Laut der Aussage des Bauern hatte er in diesem Moment von der Rattenjagd genug und war einerseits froh, dass er nicht am Hals oder Gesicht gebissen wurde.

 

Der Rattenfang mit der Wina im Verteiler und gleichzeitig mit der Uferfalle im Schacht.

 

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24.04.2009

In diesem Verteilerkasten trieben sich erneut Ratten umher.

Diese Holzteile habe ich beim vorhergehenden Rattenfang stehen gelassen.

 

 

 

 

 

 

 

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An den Kabeln hat sich an und für sich nicht geändert.

Im Untergrund der Kabel liegt ein Kaffeebecher.

„Möglicherweise machten die Ratten hier eine Kaffeepause“.

 

 

 

 

 

 

 

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An dieser Stelle wird wieder die Wina Rattenfalle postiert.

Zuerst muss aber der Rattenkot auf die Seite „geschoben“ werden.

Wenn die Ratte hernach die Falle betritt, so darf diese durch einen unebenen Untergrund nicht wackeln.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Falle mit der Umrandung ist gerichtet.

Den Rattenkot habe ich nach hinten gekehrt.

Es wird möglichst an allen Stellen ein Köder zum Anlocken ausgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

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Der Fangplatz ist perfekt.

Es fehlt nur noch der „Besucher“.

 

 

 

 

 

 

 

 

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25.04.2009

Eine Jungratte wurde erfolgreich erlegt.

Die Vorköder sind alle gefressen. Dies deutet auf weitere Tiere hin.

Um einen reibungslosen Weiterfang zu gewährleisten, so wechselt man sofort die Falle durch eine Ersatzfalle aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

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24.04.2009

Zur gleichen Stunde stellte ich eine Uferfalle im Schacht.

Auch hierbei wird mit dem Vorköder nicht gespart.

Die Ratten sollten möglichst oft und lange bei einem Fangplatz sein.

Somit verlieren sie die Scheue.

 

 

 

 

 

 

 

 

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25.04.2009

Auch hierbei konnte am selben Tag wie bei der Wina ein guter Fang erzielt werden.

Es ist von Vorteil, wenn man beim Falleneinsammeln die ausgelösten Fallen sofort durch Ersatzfallen ersetzt.

Den Fangköder kann man aber je nach Bedarf sofort bei der „frischen“ Falle umwechseln.

Man nimmt den Köder einfach von der ausgelösten Falle herunter und gibt ihn auf die Wechselfalle.

Somit kann man ohne Pause weiter machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Im Vordergrund die Uferfalle mit einem erwachsenen Alttier.

Im Hintergrund die Wina Rattenfalle mit dem Jungtier.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Beide Tiere hier auf einen Blick.

Mit der richtigen Fallewahl ist man immer gut bedient.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung.

Gute Rattenjäger haben immer Wechselfallen mit. Diese werden nach einem Fang sofort gewechselt und man hat hernach genügend Zeit das Fangergebnis zu dokumentieren. Durch so eine Strategie wird die Fangjagd nie unterbrochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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