Die Wühlmaus unter der Dillstaude.

 

Jeder Gärtner hegt und pflegt seinen Garten mit viel Liebe, denn er ist ja daran interessiert, im Herbst eine möglichst große Ernte einzufahren. Allerdings geht diese Rechnung nicht immer auf, denn mitunter kann sich ein ungebetener Gast einschleichen.

In einem üppigen Garten wo alles wächst und gedeiht fällt so ein Besucher meistens erst dann auf, wenn es bereits um diese oder jene Pflanze geschehen ist. Dies war auch im Herbst 2009 bei meiner lieben Bekannten Elisabeth der Fall.

Elisabeth kam ganz aufgeregt zu mir und erklärte, dass eine Wühlmaus ihre Dillstaude vernichtet habe. Sie zeigte mir sogleich dieses bereits dürr werdende Grünzeug und die Spuren im unteren Bereich waren eindeutig. Es waren die Bisse einer Arvicola terrestris gut zu erkennen. Elisabeth war nun natürlich über den Rest der Pflanzen im Garten überaus besorgt, denn der unsichtbare Feind konnte ja ständig erneut zuschlagen und das Wühlmäuse nicht nur große Schäden anrichten sondern auch Krankheiten übertragen können, dass wissen bis auf die „verbohrten Tierfreunde“ ja nahezu alle gebildeten Leute.

 

Die Suche und der anschließende Fang der Wühlmaus.

 

 

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Die außer Gefecht gesetzte Dillstaude.

Das Gewächs hatte eine Gesamthöhe von 152cm.

Rechts neben den Betonsteinen befindet sich das Loch, in welchem die Staude stand.

Vom Wühlmausgang war aber weit und breit keine Spur.

 

 

 

 

 

 

 

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Auf der linken Seite der Staude waren die Nagespuren 106,12mm hoch.

Bei der rechten Staudenseite jedoch nur 66,68mm.

 

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Der Durchmesser im unteren Bereich der Staude beträgt hierbei 12,45mm.

 

 

 

 

 

 

 

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Um zum Wühlmaustunnel zu gelangen, so mussten zuerst einige Pflastersteine entfernt werden.

Der Wühlmausgang befand sich jedoch in einer Tiefe von 34cm.

Um hierbei vorwärts zu kommen, so waren der Militärspaten und das scharfe Messer von Nöten.

 

 

 

 

 

 

 

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Der Boden ist im unteren Bereich feucht und recht stabil.

 

 

 

 

 

 

 

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Bei so tiefen Fangstellen bewährt sich am besten die Bayrische Drahtfalle.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Bayrischen Fallen sind scharf gestellt.

Man sollte sich bei solch tiefen Fangstellen keine Fehler leisten, denn die Wühlmaus würde möglicherweise sofort dazulernen.

Müsste aus irgendeinem Schlampigkeitsgrund der Kieferle Schussapparat dennoch eingesetzt werden, so muss der Fänger hernach diese Schussfalle 1A beherrschen, denn ein zweiter Fehler ist unverzeihlich.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Fallen werden wie üblich bis auf das Zweifingerloch sauber abgedeckt.

Das Luftloch zum Anlocken ist in so einer Tiefe jedoch zumindest für den Fänger nicht mehr sichtbar.

Noch während des Fallenstellens begann es leicht zu regnen, wobei dies jedoch kein Nachteil sein muss.

 

 

 

 

 

 

 

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Drei Stunden später.

Nachdem der Regen geendet hatte wurden die Fallen kontrolliert.

Die linke Falle war hierbei ausgelöst.

Bei so einer heiklen Fangstelle ist es besser, wenn man dem Tier genügend Zeit zum Erscheinen lässt.

Ein voreiliges „Herumzufummeln“ ist hier nicht angebracht.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht der ausgelösten Falle.

 

 

 

 

 

 

 

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Der Fang des Tieres konnte problemlos durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

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Ein sauberer Genickfang.

 

 

 

 

 

 

 

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Es handelt sich hierbei um ein weibliches Alttier.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Tier von der Unterseite betrachtet.

Am Alttier wurde gesäugt und das bedeutet, dass sich noch eine Jungbrut im Nest befand.

Diese Jungtiere waren jedoch keine Woche alt, da die Scharmpforte beim Alttier noch nicht geschlossen war.

Dies bedeutet. Die Brut war ohne dem Alttier nicht lebensfähig und kam daher in wenigen Stunden um.

So in etwa drei Wochen später hätte die Sachlage jedoch schon anders ausgesehen.

Der Fänger hätte sich hernach mit mindestens 5 Tieren herumschlagen müssen.

Dieser Fang war es also schon höchste Zeit.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Gesamtgewicht der Wühlmaus betrug 101 Gramm.

Die Gesamtlänge des Tieres war genau 21,2cm.

 

 

 

 

 

 

 

 

Um ganz sicher zu gehen ob sich nicht doch noch ein männliches Alttier im Gangsystem befindet, so sollte man die Fangstelle nicht sofort verschließen sondern ungefähr zwei Tage offen lassen. Bleibt die Gangöffnung unverändert, so kann man die Aktion als beendet betrachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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