Die Wühlmaus im Mohnblumenbeet.

 

Das sich die Wühlmäuse in Kartoffeläcker und Salatbeeten wohl fühlen, dass ist ja bekannt. Das sie aber auch Mohnblumenwurzel fressen, dass habe ich aber bis Dato noch nicht erlebt.

Ein Gartenbesitzer rief mich an und erklärte mir, dass eine Wühlmaus ihr Unwesen in seinem Garten treiben würde. Das Tier würde sich über seine liebevoll gepflegten Mohnblumen hermachen. Anfangs dachte ich mir, dass die Blume vielleicht von selber kaputt gegangen ist, jedoch waren die Fraßspuren am Wurzelstock eindeutig die Zeichen von einer Arvicola terrestris.

Ich stellte die Fallen und dokumentierte gleichzeitig den Vorfall in diesem Garten. Die Wühlmaus wurde wie üblich problemlos erlegt.

 

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Die verdorrte Mohnblume.

Dieser Garten befindet sich im ehemaligen Schwemmland des Rheins. Es wird erzählt, dass einst Hagen von Tronje den Nibelungenschatz im Rhein versenkt habe. Wer weiß. Nachdem der wilde Rhein begradigt wurde, so könnte dieser Schatz ja in einem Schrebergarten liegen. Nun. Die Nibelungenlied – Handschrift C wurde ja bereits im Schloss der Grafen von Hohenems vor ca. 200 Jahre entdeckt.

 

Allerdings wurden bis zum heutigen Tag außer dem Buch keine „klimpernden Mäuse aus Gold“, sondern nur braune Mäuse mit goldgelben Zähnen gesichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Wurzelstock wurde von den „goldenen Zähnen“ der Schermaus abgefressen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Suche des Mausganges im sandigen Boden.

 

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Im Mohnblumenbeet wird mit dem Suchstock der Wühlmausgang schnell gefunden.

Es handelt sich hierbei um einen reinen Sandboden, welcher aber recht stabil ist.

 

 

 

 

 

 

Das flinke Stellen der Fallen im Doppelgang.

 

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Die bayrische Drahtfalle auf der linken Seite des Ganges.

 

 

 

 

 

 

 

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Die Drahtfalle auf der rechten Seite des Ganges.

 

 

 

 

 

 

 

Das Abdecken der Falle mit einem Rasenstück.

 

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Der Fangplatz wird nach dem Stellen der Fallen mit einem Wasen sauber abgedeckt.

Den Wasen muss man sich aus des Nachbarn Wiese „ausleihen“.

Man könnte aber in der Not auch ein Brett verwenden.

Das fingergroße Luft oder Zugloch sollte aber unbedingt offen bleiben, damit die Wühlmaus schnell angelockt wird.

 

 

 

 

 

 

Einige Stunden später.

 

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Der Wasen wird angehoben und das Ergebnis ist sofort ersichtlich.

Die linke Falle ist ausgelöst.

 

 

 

 

 

 

 

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Die linke Falle.

Das Gerät hat die Wühlmaus perfekt gefangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die rechte Falle ist unberührt.

Durch den Temperaturunterschied, oben Sonne, unterm Wasen Dunkelheit, wird die Falle rasch feucht.

Würde man diese Falle mehrere Wochen so stehen lassen, so würde sie geschwind verrosten und einen größeren Schaden dadurch erleiden.

Der Fallensteller sollte die Fanggeräte also immer nur kurzfristig einsetzen.

Für eine Wühlmaus ist ein Tag vollkommen ausreichend.

 

 

 

 

 

 

Opfer und Täter.

 

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Die Mohnblume und ihr „Killer“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es handelte sich hierbei um ein trächtiges weibliches Alttier.

Die Falle wurde durch ein Reißen am Auslöser ausgelöst.

Das Tier ist noch mit den Zähnen am Auslöser verhackt.

 

 

 

 

 

 

Anmerkung.

Man sollte nun noch für einen Tag die Fallen scharf stellen, denn das männliche Alttier könnte sich noch im Gangsystem aufhalten. In der Regel sind Wühlmäuse aber Einzelgänger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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