Wolfsmilch – Euphorbia Lathyris, – ein Wundermittel??

 

Glauben heißt nichts wissen. Ja, so hat man bei uns zuhause immer gesagt.

Da ich schon bei vielen Menschen in deren Gärten tätig war, so sind mir im Laufe der Zeit so manche Dinge aufgefallen. Darunter auch die kreuzblätterige Wolfsmilch. Ich keine mehrere Hobbygärtner, welche sich viele dieser Wunderpflanzen zum Schutz gegen die Wühlmaus im Garten halten, wobei dies natürlich eine vergebliche „Liebesmüh“ ist. Es ist ja schließlich sogar wissenschaftlich bewiesen, dass die Wolfsmilch, wie soll ich nun sagen – „für die Katz ist??“.

Um nun endlich mit diesem Irrglauben aufzuräumen, so habe am 30.05.2009 diese Bildserie zusammengestellt.

 

 

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Wolfsmilch.

Diese Pflanze ziert so manchen Blumen und Gemüsegarten.

Leider hält die Wolfsmilch nicht das was man von ihr gerne erwartet.

Der Mensch glaubt aber gerne an „Wunder“.

Manche Wühlmaus beschert dem Gärtner trotz Wolfsmilch jedoch ein „blaues Wunder“.

 

 

 

 

 

 

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Keine 15cm vor der Wolfsmilchpflanze zieht ein Wühlmausgang vorbei.

Als ich den Gartenbesitzer auf die Wühlmaus aufmerksam machte so meinte er nur – „Das ist aber nicht normal“.

In diesem Garten sind an die 60 bis 70 Euphorbia lathyris angepflanzt und vermehren sich recht tüchtig.

 

Der Wühlmausgang ist hier bereits offen und die Fallen sind gestellt.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht des Fangplatzes.

 

 

 

 

 

 

 

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Die rechte Falle.

Es werden nur die bestzustellenden Geräte ausgewählt.

 

 

 

 

 

 

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Die linke Falle.

Diese Falle wurde von mir mit einer Schnur markiert, da sie besonders fangsicher ist.

 

 

 

 

 

 

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Der Fangplatz wird wie üblich sauber mit einem Stück Rasen abgedeckt.

Auf das fingergroße Luftloch sollte jedoch nicht vergessen werden.

 

 

 

 

 

 

 

Die Fallenkontrolle wurde nach einer knappen Stunde durchgeführt.

 

 

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Das linke Gerät steht noch scharf.

 

 

 

 

 

 

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Die rechte Falle hat hingegen den Eindringling bereits bezwungen.

Es handelte sich hierbei um ein männliches Alttier.

Die Falle wurde durch ein Rütteln mit den Zähnen am Auslöser von der Wühlmaus ausgelöst.

 

 

 

 

 

 

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Die kreuzblätterige Wolfsmilch konnte die Wühlmaus nicht beeindrucken.

Eine fein eingestellte Falle kennt jedoch kein Pardon.

 

 

 

 

 

 

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Ein perfekter Brustfang.

Die Falle hat vollbracht was die Wolfmilch nicht geschafft.

 

 

 

 

 

Und was meint die Wissenschaft dazu?

 

Dr. H. Müller Böhme schrieb 1936 über die Euphorbia folendes.

Meine im Freilandkäfig mit Euphorbia lathyris angestellten Versuche und die Beobachtungen, die ich in mehreren gleichfalls mit Euphorbia lathyris bepflanzten Privatgärten machen konnte, führten zu dem einwandfreien Ergebnis, dass dieser in Gärtnerkreisen so oft empfohlenen Abwehrpflanze keinerlei Bedeutung im Kampf gegen die Wühlmaus beizumessen sei. Ein Gartenbesitzer hatte sogar in einer mit Euphorbia dicht bestandenen Baumscheibe eine Wühlmaus gefangen.

 

Dr. Adolf Herfs schrieb im Jahre 1939 wie folgt.

Als vergrämendes Mittel wurde eine Zeitlang, gerade von Gärtnerkreisen, die Anpflanzung von Euphorbia lathyris empfohlen, die die Wühlratte aus den Anpflanzungen und Gärten, in denen man möglichst um die Einfriedigung Euphorbia lathyris gepflanzt hat, fernhalten soll. Nach wissenschaftlichen und praktischen Versuchen ist aber die abschreckende Wirkung von Euphorbia lathyris nicht vorhanden.

 

 

Dr. H. W. Frickhinger vermerkte in seinem Buch im Jahre 1943 über Euphorbia lathyris.

Das von verschiedener Seite für den Wühlmauskampf empfohlene Anpflanzen von kreuzblätteriger Wolfsmilch (Euphorbia Lathyris L.) hat keinen Wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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