Wien, im März 1911

 

Das Abstechen oder Totschlagen der Wühlmaus.

 

Josef Löschnig und Dr. Kurt Schechner berichten.

 

Das Erschlagen der Wühlmäuse, ein viel Geduld erforderndes Fang=

verfahren, wird nach Geisenheimer Mitteilungen folgendermaßen geübt. Man

gräbt mehrere Mausgänge auf. Nach einiger Zeit steckt man in jenen Gang,

welcher von der Maus verstopft wurde, nach der erneuten Öffnung desselben,

eine dünne Rute und nimmt mit einem scharfen Spaten die Scharfrichterstellung

ein. Kommt nun die Nagerin, um bei der Öffnung herauszusehen, so berührt sie

die Rute, setzt sie in Bewegung und kann dabei durch Einstechen des Spatens

oder durch Auswerfen erlegt werden.

            Das Ausschlagen oder Ausstechen der Wühlmaus verlangt nebst großer

Übung und Geduld eine ständige Anwesenheit des Vertilgers; meist wird es dann

angewendet, wenn sich frische Spuren der Wühlerin zeigen.

 

Hierzu folgende Zeichnung von Julius Kühkopf.

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Erschlagen oder Erstechen der Wühlmaus mit dem Spaten.

M = Mausgang.

R = Eingesteckte Rute als Anzeiger der Maus.

S = Spaten.

Die Erde rechts des Bildes wurde etwas abgeschaufelt, da dieser Gang ein Maul=

wurfsgang und daher tiefer gelegen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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