Jahr 1912

 

Herr Mazarin schreibt.

 

Vom Tellereisen zum Arsenikbrei.

 

            Zuerst wurden Tellerfallen verwendet, die auch zum Hamsterfangen gebraucht werden

und einige Leute hatten es hiermit zu einer gewissen Fertigkeit gebracht und fingen viele Tiere.

Vor und hinter der Falle lässt man Wurzelgemüse in den Gang hinein hängen, die aber nur am

Kraut mit den Händen berührt werden. Bei anderen Feldern wurde Bargumkarbonabrot mit

Witterung in die befahrenen Gänge im Januar, Februar gelegt. Nachdem die Wurzelgemüse alle

entfernt waren, hatte man einigen Erfolg; die Brocken wurden angenommen. Da das Feld aber nicht

mit fester Mauer umgeben war, so hatten wir im nächsten Jahr wieder mit der Plage zu tun. Ich

legte wieder Bargumkarbonadbrot, doch wurde dieses immer wieder nach der Oberfläche geschoben;

dagegen wurden 50 Bäume Weisser Winter – Karvill abgefressen. Ich nahm dann Sellerieknollen,

Karotten und Spinatwurzeln, tauchte die Wurzeln in weißen Arsenikbrei, hing die Wurzeln in

Löcher, die mit einem Pfahl in die frischen Gänge gestoßen waren. Diese Wurzeln wurden ange=

fressen und nun ist ein Jahr Ruhe. Leider ist dies Giftmittel nur in gut eingefriedigten Pflanzungen

und bei guter Aufsicht möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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