Stuttgart 1931

 

A. Meier schreibt.

 

Der Wühlmauskrieg im Garten.

 

            Die Wühlmaus, auch Erdratte, Schermaus genannt, ist eine Landform der

Wasserratte. Sie ist von dunkler Färbung, hat scharfe Krallen und kräftige Nage=

zähne, lebt äußerst scheu und verfügt über ein ausgezeichnetes Witterungsvermögen.

Alle diese Eigenschaften machen das Tier zum schlimmsten Feind im Gemüse und

Obstgarten.

            Die Wühlmaus gräbt lange, weitverzweigte, flachliegende Gänge. Die

Erdhaufen, die sie manchmal wirft, haben keine Öffnungen. Sie vermehrt sich sehr

stark und in einigen Wochen sind die Jungen so gefräßig wie die Alten. Wurzeln,

Knollen, eingeschlagenes Wintergemüse, armdicke Baum und Strauchwurzeln, nichts

wird verschont. Eindeutige Nagespuren verraten immer ihre Täterschaft.

 

Bekämpfung.

 

            Wohl bei keinem anderen Schädling sind die Kampfmittel so oft erfolglos

wie bei der Wühlmaus. Sie hat die Eigenart, absichtlich freigelegte Gänge bald=

möglichst wieder zu schließen. Gute Schützen können sie dabei abschießen.

Morgens, mittags und abends rückt sie aus. Mit Spaten oder Hacke bei den frischen

Gängen auf der Lauer sein, womöglich mit einem guten Hund als Helfer, ist zeitraubend,

aber nicht immer umsonst.

 

Weitere Möglichkeiten.

 

            Wurzelballen von einzelnen wertvollen Bäumen mit engmaschigem Draht=

netz auf allen Seiten umgeben. Ansonsten, Fallen – Gift – und Gas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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