Biberach an der Riß, im Januar 1941

 

Obergartenmeister A. Klaus schreibt folgendes.

 

Zangenfalle.

 

            Es gibt viele Arten von Fallen, die sich alle mit mehr oder weniger gutem Erfolg

zum Wühlmausfang eignen. Auf die einzelnen System soll grundsätzlich nicht eingegangen

werden, einmal, weil sie nicht alle ausprobiert werden konnten, zum anderen, weil die ge=

prüften Fallen durch keine besondere Leistung hervorstechen. Das günstigste Ergebnis wurde

stets mit der gewöhnlichen Zangenfalle erzielt und deswegen soll nur sie in den Kreis unserer

Betrachtungen gestellt werden. Sie ist außerdem von besonders einfacher Konstruktion,

praktisch unverwüstlich und kostet nur wenige Pfennige. Es sei aber erwähnt, dass die Erfahr=

ungen mit der Zangefalle in Württemberg gesammelt wurden, was vor allem in Bezug auf die

Bodenart beachtlich ist. In reinen Sandböden mögen unter Umständen andere Systeme prakt=

ischer sein, obwohl im Biberacher Gebiet die Zangenfalle in den lockeren Hausgartenböden

mit gleichem Erfolg Anwendung finden konnte wie in den festen Wiesen und Ackerböden.

 

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Spannen der Falle.

Achtung auf die Fingerstellung.

 

 

 

 

 

 

 

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Einstecken der Scheibe.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gespannte Falle.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gestellte Falle um Mausgang.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schlechtschließende Falle.

 

 

 

 

 

 

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Gutschließende Falle.

 

 

 

 

 

 

 

                                                           Fängigkeit.

 

Eine nähere Beschreibung der Falle erübrigt sich, da die Abbildungen ihr Aussehen

deutlich genug erkennen lassen. Auf eine Kleinigkeit sei aber hingewiesen. Die Falle ist ein

Massenartikel und es kommt deshalb vor, dass die Zange nicht sorgfältig genug gebogen ist.

Sobald sich die beiden Greifer nicht berühren, sondern ein kleiner Zwischenraum vorhanden

ist, verliert die Falle an Fängigkeit. Oft genug wird ja beim Zuschnappen nicht der Kopf oder

der Leib erfasst, sondern nur ein Fuß oder ein Stückchen Fell. Schließt die Falle nicht richtig,

dann kann sich die Wühlmaus leicht befreien und der Fänger hat das Nachsehen. Bei richtig

schließenden Greifern gibt es dagegen kein Entrinnen. Auch auf die Stärke der Spannung achte

man beim Kauf. Sie ist unterschiedlich und Fallen, die eine zu starke Spannung haben, sind

schwer zu stellen. Da die Fallen meist nur in einer Größe geliefert werden, die Gänge aber

unterschiedlich weit sind, kann es vorkommen, dass die Zangen den Hohlraum nicht ganz aus=

füllen und die Maus ohne Schaden an der Falle vorbeistreicht. Um einen Misserfolg zu ver=

meiden, öffne man jeden Gang soweit, bis man die passende Gangbreite erreicht hat.

 

 

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Links. Gutschließende Falle.

 

Rechts. Fangerfolg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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