Stuttgart im Jahre 1916

 

Hans Sammereyer berichtet.

 

Selbstgefertigtes Räucherungsgerät zur Vertilgung von Feld und Wühlmäusen.

 

            Man verwendet dazu ein Ofenrohr von etwa 1 Meter Länge und versieht es

inwendig, nicht weit von dem unteren Ende, mit einem Rost, indem man einige

Drähte kreuzweise durchführt und sie außen vernietet. An dem entgegengesetzten

Ende wird ein starker passender Deckel mit einer kleinen runden Öffnung in der

Mitte aufgesetzt. Auf den Rost kommt feuchtes Stroh oder Holz, damit die weitere

Füllung nicht durchrutscht, darauf legt man einige glühende Kohlen oder andere

brennende Stoffe und auf diese allerlei beim Brennen viel Rauch entwickelnde

Dinge, zum Beispiel, Lumpen, Holz, aber besonders recht viel Schwefel. Das Rohr

drückt man mit dem offenen unteren Ende etwas in einen bewohnten Mäusegang

und steckt durch die Öffnung im Deckel einen Blasebalg oder eine Radfahrluftpumpe,

die das Feuer anfachen und den Rauch in die Gänge treiben. Was dem Rauch ent=

gehen sollte, stirbt durch die giftigen Schwefeldämpfe. Undichte Stellen an dem

Gerät werden mit Lehm verstrichen und alle Öffnungen in den Gängen verschlossen.

Der Verbrauch an Schwefel dabei ist gar nicht so groß.

 

Die Originalbeschreibung vom selbstgebauten Räuchergerät.

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