28 Juni 1903

 

Herr Gottfried Sensen empfiehlt.

 

Wühlmaus und Maulwurf auf besondere Weise vertreiben – ein Versuch.

 

            Die Vertreibung der Wühlmaus und des Maulwurfes aus Mistbeetkästen macht häufig

große Umstände und gelingt doch nicht. Dasselbe gilt auch von manchen dieser Tiere im

Saatbeet und im Rasen. Da die Wühlmaus und der Maulwurf gegen Geräusche sehr empfind=

lich sind, so kann man sie fernhalten und vertreiben, sobald man dem Boden Schallwellen

oder Erschütterungen mitzuteilen vermag.

 

            Auf die Fortpflanzung von Schallwellen und Erschütterungen im Boden hat es nun

folgende Vorrichtung abgesehen. Man gräbt eine ¾ m tiefe Grube, deckt dieselbe bis auf eine

Höhe von 40 cm mit Brettern aus und bringt auf diese ein Brett, das sie abschließt. Auf das

Brett stellt man einen festen Pfahl, das übrige wird wieder mit Erde zugeschüttet. Auf diesen

Pfahl klopft man nun so häufig, als man vorbeigeht, recht derb mit dem Spaten auf. Dieses

derbe Aufklopfen ruft die zur Vertreibung der Wühlmaus und des Maulwurfes im Boden

nötige Unruhe hervor, sobald die Vorrichtung in der Nähe des Mistbeetkastens oder des

Beetes angebracht ist. Da man den Pfahl noch mit einer Pflanze verzieren kann, so wird durch

denselben kein Fleck des Gartens verunziert.

 

Holzraum, durch Bretter hergestellt, zum Vertreiben der Wühlmaus und des Maulwurfes.

Textfeld:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Pfahl geht nur bis zum ersten Brett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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