17 Februar 1937

 

Ein Autor schreibt.

 

Wühlmäuse.

 

            Mit Ausnahme eines einzigen nicht ganz stichhaltigen Berichtes über Er=

folge mit der Anpflanzung der Wolfsmilch gegen die Wühlmaus haben sich alle

diesbezüglich eingelaufenen Berichte gegen die Wolfsmilch als geeignetes Wühl=

mausbekämpfungsmittel ausgesprochen, was mit den Ergebnissen genauer, in

Deutschland durchgeführter Versuche übereinstimmt. Wir glauben daher die Frage

der Verwendungsmöglichkeit der Wolfsmilchanpflanzung zum Zweck des Fern=

haltens der Wühlmäuse mit einer verneinenden Antwort abschließen zu können.

 

Von einem Berichterstatter wird durchaus zutreffend die durch häufige

Bodenbearbeitung verursachte Störung der Wühlmäuse als einfaches und zuver=

läßiges Mittel angegeben, von einem andern Berichterstatter der Fallenfang, von

einem dritten wird angeraten, in Abständen von etwa einem Meter in Löcher Fisch=

mehl zu streuen, das durch seinen Geruch die Wühlmäuse vertreiben soll, weiter

wird als gutes Vertreibungsmittel auch Karbid genannt.

 

            Wir werden auch in Zukunft für Mitteilungen über Erfahrungen in der Be=

kämpfungsmöglichkeit der Wühlmäuse dankbar sein.

 

            Wir beabsichtigen, auch in der kommenden Wachstumszeit an unsre Leser

mit der Aufforderung heranzutreten, ihre Aufmerksamkeit einzelnen noch später

festzustellenden aktuellen Fragen zuzuwenden und uns über ihre diesbezüglichen

Beobachtungen und Erfahrungen seinerzeit Berichte zukommen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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